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Mi., 31.05.2017

Paderborn: Gesamter Trainerstab bleibt – DFB weist SCP-Einspruch zurück – kein Trainingslager Training: Am 19. Juni geht es los

Gemeinsame Sache: Manager Markus Krösche, Trainer Steffen Baumgart und Co-Trainer Daniel Scherning.

Gemeinsame Sache: Manager Markus Krösche, Trainer Steffen Baumgart und Co-Trainer Daniel Scherning. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Mit dem Abstieg steht der SC Paderborn vor dem totalen Neuaufbau. Am Dienstag wurden die Regionalliga-Planungen im Verlauf einer mehrstündigen Sitzung vorangetrieben. Das Ergebnis ist wenig überraschend.

Der gesamte Trainerstab um Chefcoach Steffen Baumgart wird bleiben. »Wir sind uns in allen Punkten einig, nichts ist mehr unklar«, sagte Manager Markus Krösche.

Fix ist aber noch nichts. »Erst wenn der Viertligaetat feststeht, können die Verträge unterzeichnet werden«, begründete Krösche. Die gelten dann aber auch für die 3. Liga, sollte der SCP als erster Nachrücker vom Lizenzentzug eines Drittligaklub s profitieren.

Trainingsauftakt ohne Trainingslager

Ligaunabhängig ist der Trainingsauftakt: Am 19. Juni geht es los. Die Paderborner werden, wie schon im Winter, erneut kein Trainingslager beziehen, sondern am Ort bleiben. Das hat aber nicht nur finanzielle Gründe: »Wir haben hier super Bedingungen, die wollen wir nutzen«, sagt Krösche.

Der Kader 2017/2018 soll etwa 25 Profis (22 Feldspieler, drei Torhüter) umfassen. Darin enthalten sind auch Perspektivspieler wie Ron Schallenberg, Daradan Karimani (beide Vertrag bis 2019) sowie Tim Mannek und Semir Saric, die noch in dieser Woche verlängern sollen.

Zwischen Scherbenhaufen und Kaderplanung

Nach drei Abstiegen in Folge steht Krösche bei der Kaderplanung vor einem Scherbenhaufen. Der 36-Jährige kann aktuell nur Spieler verpflichten, die Regionalliga spielen wollen, aber gleichzeitig auch drittligatauglich sind. Außerdem muss Krösche darauf achten, welche Positionen auch frei wären, wenn der SCP noch durch die Hintertür in die 3. Liga zurückkehrt. Denn im Fall des Klassenerhalts würden nur drei Verträge (Michael Ratajczak und die Leihspieler Roope Riski und Lukas Boeder) auslaufen, 20 Profis stünden weiter auf der SCP-Gehaltsliste. »Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Personell plane ich für die Regionalliga. Aber solange das Lizenzierungsverfahren nicht abgeschlossen ist, muss ich auf alles vorbereitet sein«, sagt Krösche.

Seit Dienstag machen Baumgart und Krösche eine Bestandsaufnahme und prüfen, welche Spieler auch ein Angebot für die 4. Liga erhalten sollen. Einige Profis haben bereits signalisiert, bleiben zu wollen. »Fakt ist, dass Baumgart den Zugang zur Mannschaft gefunden hat. Ich werde aber die gesamte Saison bewerten, nicht nur die vergangenen sechs Wochen«, versichert Krösche und betont: »Jetzt zu sagen, diese Gurkentruppe muss nach dem Abstieg komplett weg, ist mir zu einfach.«

Osnabrück-Spiel: Einspruch abgelehnt

Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch des SCP gegen die Wertung des Punktspiels beim VfL Osnabrück (0:0) zurückgewiesen. Anhaltspunkte für Manipulationen zu Lasten des SCP sah der DFB nicht. Der VfL habe zudem keinen der verdächtigen Spieler eingesetzt. Bei einem Sieg wäre Paderborn in der 3. Liga geblieben.

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