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Sa., 22.07.2017

Verrücktes 4:4 zum Saisonauftakt in Halle SCP verspielt 4:1-Führung

Der SCP hat die Führung in Halle verspielt. Das ärgert auch Lukas Boeder.

Der SCP hat die Führung in Halle verspielt. Das ärgert auch Lukas Boeder. Foto: Picture Point

Halle (WB/pk). Was für ein Saisonstart für Fußball-Drittligist SC Paderborn. Der SCP führte beim Halleschen FC nach 0:1-Rückstand mit 4:1 und am Ende hieß es in einem verrückten Spiel 4:4-Unentschieden.

Steffen Trainer Steffen Baumgart bleibt auch im sechsten Punktspiel auf der SCP-Bank ungeschlagen. Doch es war aufgrund des Spielverlaufs eine gefühlte Niederlage.

Die letzten Personal-Geheimnisse wurden kurz vor dem Anpfiff gelüftet. Im Gegensatz zur Generalprobe vor einer Woche gegen den FC Schalke 04 nahm Paderborns Trainer zwei Änderungen in der Startelf vor. Im Mittelfeld bekam Ben Zolinski den Vorzug vor Sebastian Wimmer. Und im Tor? Da stand als Nachfolger von Lukas Kruse (Holstein Kiel) Neuzugang Leopold Zingerle (23), der den Konkurrenzkampf mit dem zwölf Jahre älteren Michael Ratajczak vorerst für sich entschieden hat.

Unglücklicher Einstand

Einen unglücklicheren Einstand hätte der Bayer als einer von vier Neuen in der ersten Elf allerdings nicht haben können, denn mit seiner ersten Ballberührung musste er denselben aus dem eigenen Netz holen. Gerade einmal zwölf Sekunden waren gespielt, da brachte der neue Kapitän Christian Strohdiek Halles Mittelstürmer Petar Sliskovic im Strafraum zu Fall, Bundesliga-Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin zögerte keine Sekunde und zeigte sofort auf den Punkt. Benjamin Pintol ließ sich die Chance nicht entgehen und traf nach nicht einmal einer Minute zum 1:0.

Was für ein Albtraum für den SCP. Doch die Gäste ließen sich nicht schocken, zeigten Charakter und glichen mit ihrem ersten Schuss fast postwendend aus. Ben Zolinski überwand Halles Keeper Oliver Schnitzler (fünfte Minute).

Furioser Beginn

Das Spiel hatte furios begonnen und es sollte nicht ruhiger werden. In der 18. Minute gab es den zweiten Elfmeter, diesmal auf der anderen Seite. Torwart Schnitzler brachte Dennis Srbeny zu Fall, Zwayer pfiff und Marc Vucinovic verwandelte eiskalt zum 1:2. Die Partie war gedreht. Danach hatten Massih Wassey (33.), Sven Michel (36.), Vucinovic ((37.) und Srbeny (39.) allesamt die Möglichkeit zu erhöhen, scheiterten aber jeweils am hervorragenden Schnitzler. Doch Sekunden vor der Pause war dieser nach einem Flachschuss von Srbeny ins rechte Eck zum dritten Mal bezwungen. Wie schon beim ersten Paderborner Tor glänzte Michel als Vorbereiter. 6:1 Ecken und 7:1 Chancen unterstrichen die Paderborner Überlegenheit, die Führung war absolut verdient und hätte sogar noch höher ausfallen können. Die Haller Fans quittierten das Geschehen mit Pfiffen, der SCP war zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer.

Scheinbar alles klar

Nach dem Wechsel hatte Pintol gleich die Gelegenheit zu verkürzen, verzog aber (54.). 120 Sekunden später hatte auf der Gegenseite Zolinski die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, schoss aber knapp am langen Eck vorbei. Nach genau einer Stunde machte dann der beste Spieler auf dem Platz, Sven Michel, scheinbar alles klar. Doch Halle verkürzte zwischen der 71. und 74. Minute durch den eingewechselten Hilal El-Helwe sowie Sliskovic plötzlich auf 3:4 und war wieder im Spiel. Und es kam noch schlimmer für den vermeintlichen Sieger. Fünf Minuten vor dem Ende glich der ebenfalls neu gekommene Braydon Marvin Manu sogar noch aus. Unfassbar.

»Ich bin zufrieden, wie die Jungs gearbeitet haben. Das Ergebnis stimmt nicht, aber die Art und Weise war in den ersten 75 Minuten richtig gut. Danach haben wir den Gegner leider zurückgeholt«, sagte Trainer Steffen Baumgart nach dem Spiel. 

Manager Markus Krösche ergänzte: »Wir haben den Gegner bis eine Viertelstunde vor Schluss dominiert und hätten viel höher führen müssen. Daher ist das Ergebnis ärgerlich. Aber ich bin total damit einverstanden, wie wir aufgetreten sind.«

Hallescher FC : Schnitzler - Schilk, Starostzik, Kleineheismann (80. Bohl), Baumgärtel - Fennell, Fetsch (59. Manu) - Ajani, Pintol, Röser (59. El-Helwe) - Sliskovic

SC Paderborn : Zingerle - Vucinovic, Boeder, Strohdiek, Bertels – Krauße - Zolinski (84. Geurts), Wassey (81. Wimmer), Michel Antwi-Adjej, - Srbeny (81. van der Biezen)

Schiedsrichter : Zwayer (Berlin)

Tore : 1:0 Pintol (1., Foulelfmeter), 1:1 Zolinski (5.), 1:2 Vucinovic (18., Foulelfmeter), 1:3 Srbeny (45.), 1:4 Michel (60.), 2:4 El-Helwe (71.), 3:4 Sliskovic (74.), 4:4 Manu (85.)

Zuschauer : 6507

Gelbe Karten : Sliskovic, Schilk, Ajani / Srbeny

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