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Di., 25.07.2017

Unglücklicher Einstand für Leopold Zingerle, aber der Neue bleibt im Paderborner Tor Ein Viererpack für die Nummer eins

Leopold Zingerle ist die Nummer eins des SC Paderborn und bleibt es – trotz vier Gegentoren zum Auftakt in Halle.

Leopold Zingerle ist die Nummer eins des SC Paderborn und bleibt es – trotz vier Gegentoren zum Auftakt in Halle. Foto: picture point

Von Peter Klute

Halle (WB). Aus der Startformation zum Saisonauftakt hatte Paderborns Trainer Steffen Baumgart kein großes Rätselraten gemacht. »Die Mannschaft steht zu 90 Prozent«, war seine Aussage nach der Generalprobe des Drittligisten gegen den FC Schalke 04 eine Woche vor Saisonbeginn.

Als dann in Halle, gut 50 Minuten vor dem Anpfiff, die Aufstellungen am Presseraum des Erdgas-Sportparks verteilt wurden, waren auch die letzten Personalgeheimnisse gelüftet. Im Vergleich zum Schalke-Spiel hatte Ben Zolinski den Vorzug vor Sebastian Wimmer bekommen. Das lag an der System-Umstellung vom 4-2-3-1 in ein 4-4-2. Blieb die spannende und bis zuletzt ungeklärte Torwartfrage. Das Ergebnis: Michael Ratajczak (35) hat zwar die Nummer 1 von Lukas Kruse (jetzt Holstein Kiel) geerbt, seinen Stammplatz zwischen den Pfosten aber zunächst nicht. Neuzugang Leopold Zingerle erhielt den Zuschlag, erfuhr die für ihn freudige Nachricht am Freitagabend im Hotel und war »sehr erleichtert«.

Baumgart: »Unglücklich gelaufen«

Zingerle vor Ratajczak: So war es in Halle, so wird es auch in den nächsten Wochen sein, aber es ist keine Rangfolge für die ganze Saison, wie Baumgart erklärte: »Das ist kein Signal, dafür liegen beide zu dicht beieinander. Die Entscheidung gilt jetzt erst einmal, aber beide sind erstklassige Torhüter und eine Sicherheit auf lange Sicht wird es in dieser Konstellation nicht geben.«

Dennoch ist die Aussage pro Zingerle alleine aufgrund des Alters schon auch eine für die Zukunft. Der Ex-Magdeburger ist schließlich zwölf Jahre jünger als sein Konkurrent. Und der bessere Fußballer, was im Endeffekt den Ausschlag gab. »Leo ist der etwas modernere Torwart, Ratas Stärken sind seine Erfahrung und die Organisation. Wir wollten offensiv verteidigen und ich hatte das Gefühl, dass Leo da einen Tick vorne liegt und die Bälle besser abfangen kann«, sagte Baumgart und attestierte Zingerle trotz der vier Gegentore »einen guten Job, auch wenn es für ihn unglücklich gelaufen ist«.

Am Samstag kommt Chemnitz

Das ist es in der Tat. Zingerle war wenig beschäftigt, fast jeder Schuss auf sein Tor war beim 4:4 nach 4:1-Führung in Halle ein Treffer. »Daran trifft ihn keine Schuld«, sagte sein Trainer und ließ keinen Zweifel daran, dass Zingerle auch am kommenden Samstag im ersten Saisonheimspiel gegen den Chemnitzer FC (14 Uhr, Benteler-Arena) im Tor steht. Das konnte diesen aber in Halle noch nicht wirklich trösten: »Ich hatte kaum etwas zu halten, aber wenn du als Torwart vier Treffer kassierst, war das kein gutes Spiel für dich. Bitterer konnte das Spiel für mich nicht laufen, insgesamt aber können wir auf diese Leistung aufbauen. Denn 70 Minuten waren sehr gut.«

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