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Fr., 28.07.2017

SCP will gegen Chemnitz an die ersten 70 Minuten in Halle anknüpfen Baumgart: »Meine Jungs sind heiß«

Daumen hoch: Mit dem ersten Auftritt seiner Elf war Trainer Steffen Baumgart zumindest 70 Minuten lang zufrieden.

Daumen hoch: Mit dem ersten Auftritt seiner Elf war Trainer Steffen Baumgart zumindest 70 Minuten lang zufrieden. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Viel sagen muss Paderborns Trainer Steffen Baumgart vor der Drittligapartie am Samstag (14 Uhr) gegen den Chemnitzer FC nicht: Das liegt nicht nur an der Heimpremiere, auch das 4:4 in Halle nagt noch an den Spielern.

»Wir nehmen das Positive mit. Aber dieses Unentschieden war wie eine Niederlage«, sagt Linksverteidiger Thomas Bertels. Das 4:4 nach einer 4:1-Führung war das Thema der Trainingswoche.

Baumgarts Analyse liest sich so: »Nur nach vorne spielen ist attraktiv für alle, nur nicht für uns. Wir müssen kühlen Kopf bewahren und in hektischen Phasen ruhiger agieren.« Wobei auch beim Trainer die Liste der gelungenen Aktionen deutlich länger sein dürfte als die der Mängel: Wann hatte der SCP zuletzt eine Mannschaft auf des Gegners Platz schwindelig gespielt? Wann war es dem SCP zuletzt gelungen, acht Tormöglichkeiten höchster Qualität sauber herauszuspielen?

Mut der Aufstiegssaison

Ähnlich mutige Auftritte sahen die SCP-Anhänger zuletzt in der Aufstiegssaison 2013/2014. »Wir wollen am Samstag gegen Chemnitz an diese ersten 70 Minuten in Halle anknüpfen. Das war kein Spiel auf Augenhöhe, das war ein Spiel mit einer klar besseren Paderborner Mannschaft und das muss immer unser Ziel sein«, lobt Baumgart, schränkt aber auch ein: »Das wird nicht immer umsetzbar sein, weil wir die Messlatte schon im ersten Spiel sehr hoch gelegt haben. Aber umsetzbar bleibt, dass meine Mannschaft bis an ihre Grenze geht. In jedem Spiel.«

Die Gäste aus Chemnitz reisen mit einem Derbysieg gegen Zwickau an, Baumgart erwartet daher einen sehr selbstbewussten Gegner und zieht Vergleiche zum SCP: Auch in Chemnitz seien teure und erfahrene Spieler abgegeben worden, auch hier seien talentierte Spieler aus der Regionalliga geholt worden. Baumgart, der den 1:0-Erfolg beobachtete hatte, war aber nicht nur von der spielerischen Klasse der Sachsen beeindruckt: »Die haben in den ersten 20 Minuten so einen Druck gemacht, dass Zwickau gar nicht zum Luftholen kam.«

Startelf von Halle

Personell wird Paderborns Trainer auf die Startelf von Halle bauen. Das deutete Baumgart gestern an: »Alle sind gesund. Ich sehe keine personellen Änderungen.« Das heißt: Stammkräfte der Vorsaison wie Marcus Piossek, Koen van der Biezen, Sebastian Schonlau oder Aykut Soyak müssen sich hinten anstellen.

Am Mittwochabend hatte Baumgart übrigens zum ersten Mal Paderborns größtes Fest besucht. Den traditionellen LiboriBummel mit der Mannschaft wird es 2017 nicht geben, denn bereits am Dienstag geht’s nach Lotte: »Die Spieler sind sehr diszipliniert und wissen mit der aktuellen Situation umzugehen«, sagt Baumgart und verzichtet daher auf ein offizielles Libori-Verbot. Wobei das auch nur die Profis betreffen würde. Der gesamte Trainerstab plant am Samstagabend einen Rundgang über die Kirmes. Die Betonung liegt auf »plant«, denn Treffen der Trainer sind meistens stark ergebnisabhängig.

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