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Di., 01.08.2017

Dritter Spieltag in der 3. Liga: Der Paderborner Siegtreffer fällt erst in der 89. Minute SCP gewinnt 2:1 in Lotte

Sven Michel sorgt in der ersten Halbzeit für die erstmals Führung der Paderborner.

Sven Michel sorgt in der ersten Halbzeit für die erstmals Führung der Paderborner. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Lotte (WB). Mit dem 2:1 (1:1) bei den Sportfreunden Lotte feierte der SC Paderborn am Dienstagabend den zweiten Sieg in Serie. Beim Traumstart in die Saison halfen allerdings die Hausherren mit: Der Siegtreffer in der 89. Minute war wohl ein Eigentor.

Auf die Torflut (sechs Gegentreffer) an den ersten beiden Spieltagen  reagierte Paderborns Trainer Steffen Baumgart mit zwei Veränderungen in der Viererkette. Wie angekündigt räumte der leicht angeschlagene Linksverteidiger Thomas Bertels (Zerrung) seinen Posten für Felix Herzenbruch. Im Abwehrzentrum blieb Lukas Boeder auf der Bank. Für ihn rückte Sebastian Schonlau in die Innenverteidigung.

Paderborn kam bei Dauerregen gut ins Spiel, besonders Christopher Antwi-Adjei. Der Linksaußen hatte bereits in Minute zwei, nach einem Pass von Sven Michel, freie Schussbahn, scheiterte aber an Lottes Torhüter Benedikt Fernandez. In der 17. Minute versuchte es der 23-Jährige aus der Distanz.

Fernandez hatte mit dem Flatterball viel Mühe, konnte aber erneut zur Ecke klären. Die Hausherren taten sich zunächst sehr schwer. Einzig Kevin Freiberger (21.) prüfte einmal ernsthaft Leopold Zingerle. Bei diesem Kopfball musste sich Paderborns Schlussmann allerdings kräftig strecken.

Etwas Glück spielt mit

Da hatte der SCP etwas Glück, der Zauberpass von Massih Wassey (27.) auf Sven Michel war dann aber Können. Michel ließ Gegenspieler Alexander Langlitz stehen, sprintete bis in den Strafraum und traf mit seinem zweiten Saisontor zum 1:0.

Doch die Freude bei den Ostwestfalen hielt nicht lange. Der oft hochgelobte Wassey ließ sich nur sechs Minuten nach der Führung von Andre Dej düpieren, der Lotter zog sofort ab und traf zum 1:1. Das war bitter, aber der SCP kam schnell zurück. Besonders in Person von Dennis Srbeny: Der Neuzugang von Dynamo Berlin hatte gleich eine Doppelchance (34./35.) und Pech: Sein Kopfball nach einer Ecke von Wassey knallte an den Pfosten.

Zingerle als Rückhalt

Lotte kam gut aus der Kabine. Direkt nach Wiederanpfiff hatte Langlitz nach einem Dej-Pass die Möglichkeit die Partie zu drehen, doch seinen Schuss konnte Zingerle ans Außennetz lenken. Aber Paderborn blieb dran. Nach Ecke von Wassey verfehlte Kapitän Christian Strohdiek per Kopf (54.) nur knapp das Tor. Fast das gleiche Bild in Minute 62: Wieder war Wassey der Ausgangspunkt, wieder köpfte Strohdiek – nur diesmal war Fernandez die Endstation.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich auf tiefem Geläuf ein offenes Kampfspiel. Die Gäste kamen mit zunehmender Spielzeit immer mehr unter Druck, haben aber mit Robert Zingerle einen Keeper im Kasten, der ein immer größerer Rückhalt wird. Elf Minuten vor dem Ende bewahrte der Ex-Magdeburger seine Elf mit einer Glanztat vor dem Rückstand: Lottes Bester, Andre Dej, hatte sich durchgespielt, doch Zingerle ließ sich nicht noch einmal überwinden. Den Lotter Schlusspunkt setzte Kevin Freiberger (82.), aber auch er scheiterte an Zingerle.

Glück für Paderborn, Pech für Lotte: Am Ende entschied wohl ein Eigentor über den Sieg: Koen van der Biezen, Paderborns Joker, köpfte nach einer Wassey-Ecke in der 89. Minute den Ball in Richtung Tor, Jonas Acquistapace lenkte ihn dann über die Torlinie. »Vielleicht war noch ein anderer dran, aber es war mein Tor«, meinte van der Biezen.

Statistik

Sportfr. Lotte: Fernandez - Langlitz, Rossmann, Acquistapace, Neidhart - Putze, Wendel, Dej - Freiberger, Al Ghaddioui (72. Rosinger), J. Lindner (77. Oesterhelweg)

SC Paderborn: Zingerle - Wassey (90+1 Soyak) - Strohdiek (C) - Michel (84. van der Biezen) - Herzenbruch - Schonlau - Srbeny - Vucinovic - Antwi-Adjej - Krauße - Zolinski (64. Geurts)

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: 2578

Tore: 0:1 Michel (27.), 1:1 Dej (32.). 1:2 Acquistapace (EG, 89.).

Gelbe Karten: Langlitz (2), Wendel / Krauße, Vucinovic, Antwi-Adjei, Geurts

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