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Fr., 11.08.2017

SC Paderborn überzeugt mit sechs Neuen Auch der zweite Anzug sitzt

Sebastian Wimmer war einer von sechs Neuen in der Paderborner Startelf gegen Münster. Er köpfte das 2:0.

Sebastian Wimmer war einer von sechs Neuen in der Paderborner Startelf gegen Münster. Er köpfte das 2:0. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Ein bisschen mulmig dürfte es Steffen Baumgart schon gewesen sein. Aufgrund der hohen Belastung hatte der Trainer des SC Paderborn die Startelf des Drittliga-Spitzenreiters im Westfalenpokal gegen Ligarivale Preußen Münster gleich auf sechs Positionen verändert.

Leopold Zingerle, Massih Wassey, Dennis Srbeny, Robin Krauße, Ben Zolinski und Marc Vucinovic raus, Michael Ratajczak, Sebastian Wimmer, Koen van der Biezen, Thomas Bertels, Aykut Soyak und Lukas Boeder rein. Geht das gut? Es ging.

Sogar richtig gut. Und daran hatten die Neuen einen nicht unerheblichen Anteil. Soyak bereitete das 1:0 von Christopher Antwi-Adjei vor, Wimmer besorgte per Kopf die Vorentscheidung zum 2:0. Und Torwart Ratajczak verhinderte mit drei starken Paraden, dass die Gäste auf 2:1 herankamen. So stand am Ende ein souveränes Weiterkommen. »Wir mussten ein, zwei Phasen überstehen, aber die Mannschaft hat sich mit einer Energieleistung gewehrt und war der verdiente Sieger«, fasste Baumgart zusammen.

Mit Stammelf gegen St. Pauli

Kartenverkauf

Gegen den Zweitligisten FC St. Pauli streben die Paderborner ein Spiel auf Augenhöhe an. Bis zum Freitagmittag waren bereits mehr als 10.500 Eintrittskarten verkauft, so der Verein.

Die wichtigste Erkenntnis des Abends war für ihn: Auch der zweite Anzug sitzt. »Die Aufstellung war ein Zeichen an die Jungs. Ich kann ja nicht immer nur sagen, dass wir gleichwertig besetzt sind. Unser Fußball sah heute zwar etwas anders aus, aber wir haben es insgesamt gut gemacht.«

Zwar ist davon auszugehen, dass Baumgart am Montag im DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist FC St. Pauli (18.30 Uhr, Benteler-Arena) bis auf den Torwarttausch wieder seiner bewährten Stammelf vertraut, doch der Auftritt der Reservisten gegen Münster gibt ihm ein gutes Gefühl für eine lange Saison: »Es ist beruhigend zu wissen, dass alle dazugehören und jeder seinen Beitrag zum Erfolg leisten kann. Aber wir sind erst am Anfang.«

»Auch Lukas Boeder bekommt auf der rechten Position in der Abwehrkette wieder das Vertrauen, da Marc Vucinovic auf Grund von Knieproblemen nicht mitwirken kann«, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Was wird aus Piossek?

Am Ende ist dagegen möglicherweise Marcus Piossek. Trotz der sechs Veränderungen in der Startelf und drei Wechseln während der 90 Minuten reichte es für Piossek gegen seinen Ex-Verein nicht für einen Einsatz. Auch in den ersten vier Meisterschaftsspielen steht bei seinen Minuten noch die Null.

Von einem zerrütteten Verhältnis wollte Baumgart nichts wissen, er sagte: »Es geht nicht darum, einzelne Personen zu hinterfragen. Fakt ist, dass Darryl Geurts spät zu uns gekommen ist und wir ihn integrieren müssen. Daher habe ich ihn gebracht und nicht Pio.« Fakt ist aber auch, dass Piossek gemeinsam mit Marc-André Kruska (diese Saison noch gar nicht im Kader) auf dem Abstellgleis steht. Da wäre es nicht verwunderlich, wenn es bis zum Transferschluss am 31. August noch eine Trennung gäbe.

Der Paderborner Fokus ist aber erst mal auf St. Pauli gerichtet. »Wir wollen das Spiel genießen, haben aber das nötige Selbstvertrauen, etwas reißen zu können«, sagte Baumgart.

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