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Mo., 14.08.2017

DFB-Pokal: Markus Gellhaus kehrt mit St. Pauli nach Paderborn zurück Gellhaus: »Co-Trainer ist der ideale Job für mich«

Seit dieser Saison ist Markus Gellhaus (rechts) Co-Trainer von Olaf Janßen beim FC St. Pauli.

Seit dieser Saison ist Markus Gellhaus (rechts) Co-Trainer von Olaf Janßen beim FC St. Pauli. Foto: imago

Paderborn (WB). Das Gastspiel des FC St. Pauli in der 1. Runde des DFB-Pokals an diesem Montag beim SC Paderborn (18.30 Uhr, Benteler-Arena) ist für einen in Reihen der Hamburger ein ganz besonderes. Zum ersten Mal nach seiner Entlassung als SCP-Cheftrainer im Oktober 2015 kehrt Markus Gellhaus nach Paderborn zurück. Als Co-Trainer des Kiez-Klubs. Redakteur Peter Klute sprach mit dem 47-Jährigen.

Herr Gellhaus, Ihr Abschied vom SC Paderborn liegt jetzt schon fast zwei Jahre zurück. Tut ein Blick zurück auch aufgrund der Tatsache, dass Sie aus der Region kommen und Ihre Familie in Bad Lippspringe wohnt, immer noch weh?

Markus Gellhaus: Weh tun ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber es fühlt sich definitiv immer noch nicht gut an. Alle Beteiligten hatten sich mehr versprochen. Die Gründe dafür, warum wir keinen Erfolg hatten, waren vielschichtig, aber darauf möchte ich im Einzelnen nicht mehr eingehen. Nur so viel: Es waren alle in der Verantwortung und es sind in allen Bereichen unglückliche Entscheidungen getroffen worden. Es war eine sehr schwierige Zeit.

Der SCP ist im Mai zum dritten Mal in Folge sportlich abgestiegen. Fühlen Sie sich da mitschuldig?

Gellhaus: Daran waren sehr viele beteiligt und ich bin ein Teil dieser Geschichte. Insgesamt ist die Entwicklung des Vereins in den vergangenen zwei Jahren sehr unschön gewesen. Der SCP ist in eine Negativspirale geraten, aus der er nicht mehr herausgekommen ist.

Der Klassenerhalt in der 3. Liga gelang über Umwege, nach vier Spieltagen in der neuen Saison ist Paderborn Spitzenreiter und spielt die Gegner teilweise an die Wand. Was für eine Umkehr.

Gellhaus: Ja, aber so ist das zum Glück im Fußball. Da kann es sehr schnell in beide Richtungen gehen. Die Euphorie ist zurück und die Hoffnung, an alte Zeiten anknüpfen zu können, scheint berechtigt. Ich wünsche dem Verein, dass es wieder in die richtige Richtung geht.

Haben Sie den SCP gesehen und was erwarten Sie von dem Pokalduell?

Gellhaus: Wir haben die vergangenen drei Paderborner Spiele, inklusive der Pokal-Partie gegen Münster, beobachten lassen. Ich rechne mit einem gut organisierten und aggressiven Gegner, der eine hohe Laufbereitschaft mitbringt. In den ersten Spielen hat sich der SCP für sein sehr gutes Umschaltspiel und seine große Qualität in der Offensive belohnt.

Das ganze Interview lesen Sie am Montag, 14. August, im WESTFALEN-BLATT.

Kommentare

Richtig!

Das Zitat aus der Überschrift zeugt von Selbsteinsicht bei Gellhaus. Das sage ich ohne jede Häme! Diese Charaktereigenschaft findet man nur noch selten, im Fußball und darüber hinaus.

1 Kommentare

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