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Mi., 16.08.2017

Paderborns Erfolgsrezept ist der Zusammenhalt »Wir sind eine Einheit«

Gemeinsam für den Erfolg, ob Stammspieler, Reservist oder Verletzter: Darryl Geurts, Christpher Antwi-Adjej, Pascal Itter, Lukas Boeder und Leon Fesser feiern das Paderborner Weiterkommen im DFB-Pokal gegen St. Pauli.

Gemeinsam für den Erfolg, ob Stammspieler, Reservist oder Verletzter: Darryl Geurts, Christpher Antwi-Adjej, Pascal Itter, Lukas Boeder und Leon Fesser feiern das Paderborner Weiterkommen im DFB-Pokal gegen St. Pauli. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Erst ein Tänzchen am Mittelkreis, dann die Welle vor den treuesten Fans auf der Südtribüne. Die Paderborner Spieler wollten den Innenraum gar nicht mehr verlassen. Und die total begeisterten SCP-Anhänger in der ausverkauften Arena hätten ihre Helden am liebsten festgehalten. Alle Beteiligten genossen diesen Augenblick sichtlich.

Erinnerung an bessere Zeiten

Der 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Zweitligist FC St. Pauli weckte Erinnerungen an bessere Zeiten, und genau mit diesem Ziel war der Drittligist nach dem dritten sportlichen Abstieg in Folge und dem nachträglichen Klassenerhalt am Grünen Tisch angetreten. »Es ist schön, wenn das Stadion voll ist und die Leistung dann so passt. Die Zuschauer haben uns unheimlich nach vorne getrieben. Ich denke, das hat allen richtig Spaß gemacht«, sagte Kapitän Christian Strohdiek.

Trainer Steffen Baumgart wähnt den Verein auf dem richtigen Weg: »Wir wollen die Fans Stück für Stück wieder anlocken, und das geht nur, wenn die Jungs an ihre Grenzen gehen. Das tun sie momentan jede Woche. Das Zusammenspiel entwickelt sich, dieser Auftritt war der nächste Schritt. Mit etwas mehr Ruhe hätten wir die Partie früher entscheiden können.«

Liga-Spitzenreiter und in beiden Pokalwettbewerben weiter

In der Liga ungeschlagener Spitzenreiter, in beiden Pokalwettbewerben weiter. »Mehr geht nicht«, sagte Mittelfeldabräumer Robin Krauße. Dieser sprach zwar von einer »Momentaufnahme«, sieht aber kein Ende der Erfolgsserie: »Es macht unglaublich viel Spaß. Wir freuen uns auf jedes Spiel, und wenn wir neben unserer Qualität diese Power und Leidenschaft auf den Platz bringen, können wir uns nur selbst schlagen. Da spielen auch die Beine keine Rolle.«

Die Belastung ist hoch, nach zwei Englischen Woche in Folge geht es am Samstag zum noch sieglosen Drittletzten RW Erfurt. Das ist Ligaalltag. Wie Krauße macht sich aber auch Strohdiek keine Sorgen über Müdigkeit oder Einstellung: »Wir sind fit und waren gegen St. Pauli die frischere Mannschaft. Wir nehmen jedes Spiel an, das ist unsere Stärke.« Eine andere ist der neue Zusammenhalt. Nach den Gründen für die positive Serie befragt, bekommt man häufig diese Antwort: »Wir sind eine Einheit. Jeder erfüllt seine Aufgabe und ist für den anderen da.«

Kein Wunsch für die Auslosung amm Sonntag

Egal gegen wen und in welchem Wettbewerb. Erfurt vor Augen, die 2. Runde im DFB-Pokal (24./25. Oktober) im Kopf. Ob Trainer, Spieler oder Manager Markus Krösche: Einen Wunsch für die Auslosung am Sonntag gibt es nicht. »Wir nehmen jeden Gegner. Wir haben ein Heimspiel und freuen uns einfach, dass wir weiter sind«, lautete der Tenor, nachdem Robin Kraußes Favorit nicht mehr im Topf ist: »Ich hätte gerne gegen den Hamburger SV gespielt, den habe ich mit Jena mal aus dem Wettbewerb geworfen.« Doch Hamburg schied in Osnabrück aus.

Ein gebürtiger Hamburger äußerte sich in der »Sportschau« zum Paderborner Höhenflug. »Ich wünsche ihnen, dass sie um den Aufstieg mitspielen«, erklärte Ex-Trainer Stefan Effenberg. Das hatte sich in der Vergangenheit oft anders angehört. Doch mit Siegen kommt die Sympathie zurück.

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