>

Sa., 19.08.2017

Paderborns Trainer Baumgart möchte sein Team weiter verstärken Baumgart: »Wieder eine gute Adresse«

Trainer Steffen Baumgart möchte mit Paderborn in Erfurt den Spitzenplatz verteidigen.

Trainer Steffen Baumgart möchte mit Paderborn in Erfurt den Spitzenplatz verteidigen. Foto: Besim Mazhiqi

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Erst der Auftritt bei Rot-Weiß Erfurt (Samstag, 14 Uhr), dann das Heimspiel gegen Neuling SV Meppen – der SC Paderborn ist im August und vor der Länderspielpause noch zweimal gefordert. An der vielversprechenden Tabellensituation soll sich bis Monatsende nichts ändern, an der Personallage aber wird sich noch etwas tun.

Im Fokus des Drittligisten stehen die beiden Probanden, die beim Vorspielen zu überzeugen wussten und in erster Linie die Auswahl für die Viererkette vergrößerten: Linksverteidiger Jamilu Collins (zuletzt HNK Rijeka) und Rechtsverteidiger Matthias Stingl (Bayern München U19). »In beiden Fällen geht es um die Ausbildungsentschädigung. Bei Jamilu sind es unterschiedliche Klubs, bei Matthias sind es die Bayern. Noch haben wir keine Lösung. Aber wir sind dran und wollen beide gern verpflichten«, sagt Manager Markus Krösche.

Der 23-jährige Nigerianer Collins wurde in der Vorsaison von HNK Rijeka erst an den kroatischen Erstligisten NK Istra und dann an den Zweitligisten HNK Sibenik verliehen. Der 19-jährige Stingl führte den Nachwuchs des Rekordmeisters – in bester Philipp-Lahm-Manier – als Kapitän und rechter Verteidiger in das deutsche A-Junioren-Finale. Der gebürtige Deggendorfer hat Ende Juli auch bei Zweitligist 1. FC Union Berlin als Trainingsgast mitgewirkt, gefiel Trainer Jens Keller aber nicht gut genug, um ihn unter Vertrag zu nehmen.

Kandidaten für hinten fest im Visier

Kandidaten für hinten rechts und hinten links sind also fest im Visier, sie müssen aber nicht die einzigen bleiben. »Wir beobachten den Markt und halten bis zum Transferschluss am 31. August Ohren und Augen auf«, sagt Trainer Steffen Baumgart und hat eine veränderte Wahrnehmung ausgemacht: »Durch die Euphorie, die entstanden ist, ist Paderborn für viele wieder eine gute Adresse.«

Auf der anderen Seite sind aber auch die Ansprüche der Verantwortlichen an mögliche Verstärkungen gestiegen. Das bekam zuletzt der Neu-Lotter Marcus Piossek zu spüren, der für Baumgart weiterhin »einer der offensivstärksten Spieler der gesamten Liga« ist und doch nicht mehr gut genug war, um beim Tabellenführer Aussichten auf Einsatzzeiten zu haben. Piossek und Timo Mauer (ausgeliehen an CZ Jena) sind weg, Collins und Stingl kommen (vielleicht). »Wir haben uns schon verändert und werden uns weiter verändern«, sagt Baumgart zu den Wechselspielchen.

Dabei hat er weniger Einzelschicksale als vielmehr das Große und Ganze im Blick. Wenn er nach starken Leistungen zu hören bekommt, dass der SCP am oberen Limit spiele, nimmt der 45-Jährige das nur zur Kenntnis und hofft etwas anderes: »Ich hoffe, dass das nicht unser oberes Limit ist, sondern dass wir eine höhere Stufe erreicht haben und danach einen weiteren Schritt machen können. Wir sind mit unserer Entwicklung noch längst nicht am Ende.«

So könnte der SCP spielen

Zingerle - Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch - Zolinski, Krauße, Wassey, Antwi-Adjei - Srbeny, Michel

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5087324?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F