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Di., 22.08.2017

Die Profis des Drittligisten merken den Kräfteverschleiß Paderborn braucht eine Pause

Paderborns Innenverteidiger Sebastian Schonlau (rechts) sehnt die Länderspielpause herbei.

Paderborns Innenverteidiger Sebastian Schonlau (rechts) sehnt die Länderspielpause herbei. Foto: Besim Mazhiqi

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Ein Punktspiel wartet auf den SC Paderborn 07 noch. Am Freitag (19 Uhr) gastiert der Aufsteiger SV Meppen in der Benteler-Arena. Wenn diese Partie absolviert ist, schließt sich die Auszeit an, die sich Länderspielpause nennt und in der der Tabellenzweite nicht auf Drittliga- oder gar Zweitliganiveau (wie im DFB-Pokal gegen St. Pauli) gefordert wird. Nach dann acht Pflichtvergleichen in den ersten fünf Wochen dieser Saison gibt es unter den SCP-Profis nicht einen, der nicht unterstreicht, was Sebastian Schonlau wie folgt formuliert: »Die Pause können wir sehr gut gebrauchen, denn so viele Spiele in so wenigen Wochen sind wir einfach nicht gewohnt.«

Dass die Strapazen der anspruchsvollen Startphase und die Folgen des aggressiven Spielstils nicht spurlos an dem Innenverteidiger und seinen Kollegen vorbeigehen, war beim 1:0-Sieg in Erfurt nicht zu übersehen. Auch von der Bank aus nicht. »Die körperliche und geistige Frische hat gefehlt. Die Jungs sind nicht in ihren Rhythmus gekommen und haben den Ball zu langsam laufen lassen«, stellte Manager Markus Krösche nach dem schmeichelhaften Sieg im Steigerwaldstadion fest.

Freier Sonntag als Belohnung

Mit einem freien Sonntag belohnte Trainer Steffen Baumgart sein Team für den vierten Saisonsieg. In der Woche vor der Pause aber wird noch nicht an Kraft gespart, sondern mit vollem Fleiß an der Behebung der Fehler gearbeitet, die der Coach in Erfurt ausmachen musste.

Der hat keine einzige seiner 14 Meisterschafts- und Pokalpartien mit dem SCP verloren, ist aber nicht grenzenlos überzeugt davon, dass diese Serie noch viel länger wird: »Wir haben die drei Punkte gerne mitgenommen, aber wir müssen klären, warum die Leistung nicht gestimmt hat, denn mit so einer Leistung gewinnst du in der Liga nicht oft.«

Baumgart als Spion in Bielefeld

In der kurzen Ad-hoc-Analyse fühlte sich Baumgart, der Montagabend den nächsten DFB-Pokal-Gegner VfL Bochum in Bielefeld beobachtete, zu einem Vergleich mit seinen Anfängen in Paderborn gezwungen: »Da hatten wir auch Spiele, in denen jeder vier, fünf kleinere und größere Fehler gemacht hat. Daran habe ich mich ein bisschen erinnert gefühlt. Die Kraftfrage ist das eine, aber ich habe auch viele Fehler gesehen, die nichts mit der Kraft zu tun hatten. Die müssen wir abstellen, denn sonst geht es bergab.«

An diesen Fehlern könnte auch in der Pause unter Wettbewerbsbedingungen gearbeitet werden, denn völlige Pflichtspielfreiheit genießt der SCP nicht. Wunschtermin für die Zweitrunden-Partie des Westfalenpokals bei Westfalenligist Beckum ist Mittwoch, der 30. August. Da dürften dann aber jene zum Zug kommen, die bisher wenig(er) Kraft gelassen haben.

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