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Do., 07.09.2017

Paderborns Torjäger reist mit viel Respekt nach Würzburg Michel mahnt

Eine starke Saison bisher: Sven Michel (rechts) erzielte vier Treffer selbst, fünf legte er auf.

Eine starke Saison bisher: Sven Michel (rechts) erzielte vier Treffer selbst, fünf legte er auf. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). »Griffig, bissig, gallig.« Wenn Sven Michel nach den Gründen für den Höhenflug des SC Paderborn gefragt wird, kommen sehr schnell diese Antworten. Wenn sich Paderborns Torjäger Nummer eins (vier Treffer, fünf Vorlagen) aber zum Saisonziel äußern soll, ist die Antwort zögerlicher und zahmer: »Einfach mal ein ruhiges Jahr, in dem wir rein gar nichts mit dem Abstiegskampf zu tu haben.«

Nach einem »ruhigen Jahr« sieht es aber auch diesmal nicht aus. Nach sechs Spieltagen steht der SCP auf Platz eins in Liga drei und ist noch immer ungeschlagen. »Die Euphorie bei unseren Fans ist riesig und verständlich. Aber wir werden nicht bis zum Saisonende ungeschlagen oben bleiben. Das hat noch keine Mannschaft geschafft und darauf sollten wir uns vorbereiten.« Michel warnt, mahnt und blickt auf Samstag: Die Ostwestfalen müssen zum Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers und Michel – wie auch die Ostwestfalen – treffen dort auf einen Ex-Trainer: Stephan Schmidt, in der Saison 2012/2013 beim SCP, holte Michel 2014 von Borussia Mönchengladbach zu Energie Cottbus.

Mit Respekt nach Unterfranken

Beide wurden in der Lausitz aber nicht glücklich, Schmidt musste nach neun sieglosen Spielen gehen, Michel stieg in die Regionalliga ab. Jetzt gibt es ein erstes Wiedersehen in Würzburg: »Die Kickers sind deutlich besser als die fünf Punkte und Platz 14. Das ist ein sehr unangenehmer Gegner und ich glaube, dort wird es auch für uns sehr ungemütlich«, fährt Michel mit viel Respekt nach Unterfranken.

Griffig, bissig, gallig – so tritt der SCP bislang auf, so spielt auch Sven Michel. Trainer Steffen Baumgart zog ihn vor dieser Saison von der linken Außenbahn ab und beorderte ihn ins Zentrum. Als zweite Spitze neben Dennis Srbeny. Ein Glücksfall. Der Berliner traf auch schon zweimal und legte dazu noch für vier weitere Treffer auf. »Wir verstehen uns. Auf dem Platz und außerhalb. Ich glaube, das kann jeder sehen«, sagt Michel über seinen Spielpartner in Paderborn.

Lob für den Coach

Baumgart bastelte dieses Personal-Puzzle zusammen, der Coach ist auch für Michel der Garant für den Erfolg. Er sei mal hart und mal herzlich. Michel wörtlich: »Er findet immer die richtige Mischung aus Lob und Kritik. Da hebt keiner ab.« Wobei der SCP schon abgehoben ist: Saisonübergreifend von Abstiegsplatz 18 auf eins. Mehr geht nicht.

Die SCP-Spieltage 11 bis 18

Sonntag, 1. Oktober (14 Uhr): FSV Zwickau - SCP; Samstag, 14. Oktober (14 Uhr): SCP - SV Werder Bremen II; Samstag, 21. Oktober (14 Uhr): SCP - VfR Aalen; Samstag, 28. Oktober (14 Uhr): FC Carl-Zeiss Jena - SCP; Samstag, 4. November (14 Uhr): SCP - VfL Osnabrück; Samstag, 18. November (14 Uhr): SpVg. Unterhaching - SCP; Freitag, 24. November (19 Uhr): SCP - Karlsruher SC; Samstag, 2. Dezember (14 Uhr): SV Wehen-Wiesbaden - SCP

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