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Mi., 20.09.2017

Siegesserie des SCP endet mit 0:1 Paderborn verliert Spitzenspiel in Magdeburg

Die Siegesserie ist gerissen.

Die Siegesserie ist gerissen. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Magdeburg (WB). Nach zehn Pflichtspielsiegen in Folge und 18 Partien saisonübergreifend hat es Trainer Steffen Baumgart erwischt. Das 0:1 (0:0) des SC Paderborn im Drittliga-Spitzenspiel beim 1. FC Magdeburg war seine erste Niederlage mit dem SCP.

Die SCP-Startelf hatte Paderborns Trainer Steffen Baumgart im Vergleich zum 2:1-Sieg über Preußen Münster auf drei Positionen verändert. Christian Strohdiek , Christopher Antwi-Adjej und Marlon Ritter durften beginnen, Sebastian Wimmer und Thomas Bertels saßen nur auf der Bank. Gar nicht im Kader war der verletzte Dennis Srbeny (Prellung).

Beim FCM war vor dem Anpfiff nur diese Personalie ein Thema: Der frühere Bundesligaprofi Maik Franz (36) wird vom 1. Oktober an hauptamtlicher Assistent der Geschäftsführung. Aus Paderborner Sicht war die Rückkehr von Christian Beck die interessanteste Nachricht. Der noch torlose Stürmer hatte im vergangenen Jahr beim 3:0-Heimsieg über die Paderborner alle drei Treffer erzielt.

Erstmals in rot auf dem Platz

Paderborn, zum ersten Mal in dieser Saison im roten Trikot, begann gut. Der Liga-Primus griff früh an und bereitete den Hausherren schon im Spielaufbau einige Probleme. Doch es dauerte bis zur 24. Minute, ehe die Zuschauer die erste Torchance sahen. Ritter zog aus 25 Metern ab, Jan Glinker im Magdeburger Tor konnte den Ball aber noch an die Latte lenken.

Das schien ein Weckruf zu ein, denn nur drei Minuten später musste auch Leopold Zingerle das erste Mal ernsthaft eingreifen. Nach einer Ecke kam Philip Türpitz zum Abschluss. Die Partie zwischen dem Ersten und dem Dritten bekam nun mehr Farbe. Robin Krauße (39.) und erneut Ritter (40./Zuspiel Massih Wassey) hatten weitere Möglichkeiten, doch Glinker parierte. Einmal musste auf der Gegenseite auch noch Zingerle retten: Von einem Hammer-Freistoß Marke Nico Hammann (42.) ließ sich der Ex-Magdeburger aber nicht überraschen.

Nicht viel los vorm Tor

Die zweite Hälfte begann ähnlich. An Höhepunkten vor den Toren mangelte es. Ein Distanzschuss von Ritter (55.), der nach einem Konter den weit vor seinem Tor stehenden Glinker überraschen wollte, war die erste nennenswerte Szene. Der SCP machte es aber auch gut. Die Elf stand in der Defensive sehr kompakt, ließ den Gegner kommen und versuchte mit einem schnellen Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen.

Das sah lange gut aus, doch dann schlug der zuhause noch verlustpunktfreie FCM zu: Michel Niemeyer versetzte Sebastian Schonlau, passte zu Beck und der traf in Minute 62 zum 1:0. Wieder dieser Beck. Das war zu diesem Zeitpunkt nicht verdient, doch Paderborn reagierte zunächst unbeeindruckt. Ben Zolinski (62.) verfehlte nach einer Herzenbruch-Hereingabe nur knapp das Tor.

Die beste Gelegenheit bot sich Sven Michel. In der 70. Minute steuerte er allein auf Glinker zu, konnte sich die Ecke aussuchen, doch Glinkers Reaktion war wieder glänzend.

Freitag kommt Rostock

In der Schlussphase versuchte Baumgart noch mit Wechseln etwas Druck ins eigene Offensivspiel zu bekommen. Er brachte Thomas Bertels für Ben Zolinski, Koen van der Biezen für Marlon Ritter und schließlich noch Aykut Soyak für Robin Krauße. Doch die Angriffswelle kam nicht mehr. Die Hausherren verteidigten den knappen Vorsprung aber auch sehr geschickt und mit viel Herz.

Am Freitag geht es für den SCP schon wieder weiter. Zum Abschluss der Englischen Woche kommt der FC Hansa Rostock.

Statistik

1. FC Magdeburg: Glinker - S. Schäfer, Weil, Hammann - Butzen, Erdmann (79. Sowislo), Rother (84. Handke), M. Niemeyer (81. T. Chahed) - Türpitz, Beck, Schwede

SC Paderborn 07: Zingerle - Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch - Zolinski (72. Bertels), Krauße (88. Soyak), Wassey, Antwi-Adjej - Ritter (81. van der Biezen), S. Michel

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Zuschauer: 16826

Tore: 1:0 Beck (62.)

Gelbe Karten: Erdmann (5), S. Schäfer (1), Rother (5) / Herzenbruch (1)

 

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