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Do., 21.09.2017

Der SCP versucht, das Ende der langen Erfolgsserie schnell abzuhaken – Freitag kommt Rostock Härtel: »Paderborn war fällig«

»Das war eine gute Niederlage«: Noch auf dem Rasen richtete Trainer Steffen Baumgart seine Spieler auf.

»Das war eine gute Niederlage«: Noch auf dem Rasen richtete Trainer Steffen Baumgart seine Spieler auf. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Magdeburg  (WB). Niederlagen kannte der SC Paderborn nicht mehr. Zumindest nicht mit Trainer Steffen Baumgart an der Linie. Dieser Nimbus der Unbesiegbarkeit ging beim 0:1 in Magdeburg verloren. Ein Problem hat der SCP damit offenkundig aber nicht.

»Jeder hat gesehen, dass wir besser waren«, meinte Marlon Ritter. Die Leihgabe aus Düsseldorf hätte diese optische Überlegenheit schon in Halbzeit eins in etwas Zählbares verwandeln können, seinen Schuss (24.) lenkte Magdeburgs Jan Glinker an die Latte. Das war einer der wenigen Höhepunkte in einer insgesamt chancenarmen Partie. Der Qualität schadeten die wenigen Möglichkeiten nicht, das Niveau blieb über 90 Minuten auf einem hohen Level. Für Paderborn hieß das unterm Strich: Die Leistung stimmte, das Ergebnis nicht. Baumgart fasste das Gesehene so zusammen: »Gute Leistungen werden nicht immer belohnt, so ist der Fußball. Aber ich ziehe den Hut vor meinen Jungs.« Ein dickes Kompliment machte auch der Gastgeber. »Das war unser mit Abstand stärkster Gegner«, sagte Jens Härtel. Magdeburgs Trainer verriet auch seinen Blick auf das (vorläufige) Ende der Erfolgsgeschichte seines Kollegen: »Jede Serie reißt einmal. Paderborn war fällig. Das Beste daran ist, dass es hier passiert ist.«

SCP lange das stärkere Team

Das Ärgerliche am 0:1 in Magdeburg war allerdings, dass der SCP über eine lange Zeit das stärkere Team stellte. »Spielerisch sah das teilweise sehr gut aus, uns fehlte nur die letzte Konsequenz vor dem Strafraum« sagte Baumgart. Im Strafraum auch. Den besten Beleg lieferte ausgerechnet der bislang Treffsicherste: Sven Michel steuerte in Minute 70 allein auf Glinker zu und vergab.

Sorgen, dass dieser SCP nun vom Erfolgskurs abkommen könnte, muss sich dennoch niemand machen. Zum einen gab es dafür am Dienstagabend keine Anzeichen, zum anderen hatte Baumgart seinen Kader im Spiel wie im Training auf seine Art auf Rückschläge vorbereitet: »Bei mir bekommen die Jungs Lob, wenn sie es gut machen, viel Feuer, wenn sie es nicht gut machen.« Letzteres soll sich dann wie eine Niederlage anfühlen.

Viel Zeit, sich weiter Gedanken zu machen, bleibt ohnehin nicht. Am Freitag kommt Hansa Rostock. »Es gibt andere Niederlagen. Das war eine gute. Darauf bauen wir auf«, meinte Baumgart und mühte sich, das 0:1 schnell abzuhaken. »Wenn wir wieder so spielen, schlagen wir Hansa«, ist Ritter überzeugt. Wobei das ohne Treffer nicht gehen wird. Schon fast trotzig beschloss Kapitän Christian Strohdiek den Abend: »Diese Serie war außergewöhnlich, jetzt gilt es, gegen Rostock eine neue zu starten.« Wenn es klappt, würde der SCP eine weitere Marke verbessern: Das bislang letzte Heimspiel ging am 1. April verloren.

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