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Fr., 22.09.2017

Die Trainer Baumgart und Dotchev treffen erstmals auf ihre Ex-Klubs Doppelte Premiere

Steffen Baumgart (links) und Pavel Dotrchev. Fotos: Mazhiqi, imago

Steffen Baumgart (links) und Pavel Dotrchev. Fotos: Mazhiqi, imago

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). SC Paderborn kontra Hansa Rostock – das ist Freitagabend (Anstoß: 19 Uhr, Benteler-Arena) nicht nur das Treffen zweier Exerstligisten in der 3. Liga. Das Spiel ist auch das Duell der beiden Trainer Steffen Baumgart und Pavel Dotchev.

Der gebürtige Rostocker Steffen Baumgart sitzt in Paderborn auf der Bank, das SCP-Urgestein Pavel Dotchev hat vor dieser Saison Hansa übernommen, und für beide ist es eine Premiere: Noch nie hat der Trainer Baumgart gegen Rostock gespielt, noch nie ist der Coach Dotchev auf den SC Paderborn getroffen. In der Bewertung der 90 Minuten sind sich die beiden schnell einig: »Es ist ein sehr bedeutendes und ein sehr besonderes Spiel.«

Und geprägt von gegenseitigem Respekt: »Pavel liebt den Fußball. Er kann Mannschaften sehr gut zusammenstellen, arbeitet diszipliniert, und man erkennt auch schon in Rostock seine Handschrift«, sagt Baumgart. Der 45-Jährige startete 1995 seine Profikarriere an der Ostsee, entsprechende Gefühle will er auch gar nicht wegdiskutieren: »Hansa war für mich eine erfolgreiche Zeit, da ist ein Stück Herz geblieben.«

Viel Lob für Baumgart gibt’s auch von Dotchev. Der 51-Jährige hatte zwar damit gerechnet, dass die Ostwestfalen nach dem Fast-abstieg im Mai schnell eine gute Rolle spielen würden, von dem Tempo der Entwicklung in Paderborn ist aber auch er überrascht: »Was Steffen Baumgart hier leistet, verdient Anerkennung. Der erste Platz ist für mich auch keine Momentaufnahme. Paderborn hat eine Spitzenmannschaft, die sich behaupten wird.«

Emotionale Rückkehr für Dotchev

Der Heimkehrer Dotchev steht wohl vor besonders emotionalen 90 Minuten, die er aber noch gar nicht richtig einschätzen kann. »Die jungen Fans kennen mich doch gar nicht mehr«, schränkt Paderborns »Trainer des Jahrhunderts« gleich ein. Auch über Vergangenes möchte er nicht mehr soviel sprechen: »Ich bin mit dem Klub im Reinen. Da ist nichts zurückgeblieben.« Fast. Denn bei einem Punkt wird die Tonlage doch etwas schärfer: »Ich bin zweimal mit dem SCP in die 2. Liga aufgestiegen, das sage ich ganz selbstbewusst. Aber ich durfte diese Erfolge nie genießen.« Dotchev spielt auf die Meisterschaften 2005 und 2009 an. Vor zwölf Jahren wurde er nach dem letzten Spieltag durch Jos Luhukay ersetzt. 2009 musste Dotchev zwei Spieltage vor Schluss gehen, es folgte André Schubert.

In die 2. Liga soll nun auch Steffen Baumgart den SCP führen. Zumindest mittelfristig. Kurzfristig heißt es, die Tabellenführung zu verteidigen. Personell könnte es zumindest zwei Änderungen geben: Dennis Srbeny ist wieder fit und kehrt in den Kader zurück. Über dessen Einsatz will Baumgart erst am Spieltag entscheiden, erster Streichkandidat wäre Marlon Ritter. Erneut angeschlagen ist Christopher Antwi-Adjej.

Für die Trainer ist es ein besonderes Duell, für die Spieler allerdings auch: Rostock kommt mit einer Sieglosserie von vier Spielen, für den SCP ist es der erste Auftritt nach einer Niederlage.

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