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Mi., 27.09.2017

Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn bangt um Wassey – auch Zolinskis Einsatz fraglich Der kreative Kopf fehlt

Massih Wassey, hier im Spiel gegen St. Pauli Mitte August, das der SCP 2:1 gewann.

Massih Wassey, hier im Spiel gegen St. Pauli Mitte August, das der SCP 2:1 gewann. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn bangt vor dem schweren Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim FSV Zwickau (14 Uhr) um seinen kreativsten Kopf im Kader: Massih Wassey kann aktuell wegen einer Achillessehnenreizung nur eingeschränkt trainieren.

»Ich rechne jetzt zunächst mal nicht mit einem Einsatz von Massih, lasse mich aber gerne positiv überraschen«, sagte Paderborns Trainer Steffen Baumgart.

Erhoffte Besserung ist bislang nicht eingetreten

Am Freitagabend beim 2:1-Sieg über den FC Hansa Rostock hatte Baumgart seinen Spielmacher, der bislang in jeder Punktepartie in der Startelf stand, bereits nach einer Stunde vom Feld genommen und durch Marlon Ritter ersetzt. Dieser Wechsel war noch als eine Art Vorsichtsmaßnahme gedacht, weil die Schmerzen bei Wassey immer stärker wurden. Die erhoffte Besserung ist bislang aber nicht eingetreten. Ob der 29-Jährige vor der Länderspielpause überhaupt noch ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist daher völlig ungewiss.

Ben Zolinski musste am Freitagabend bereits direkt nach dem Aufwärmprogramm passen. Der Außenstürmer zog sich einen Faserriss der Bauchmuskulatur zu und kann sich im Moment ebenfalls nur individuell fithalten. Auch bei dem torgefährlichen 25-Jährigen rechnet Baumgart nicht mit einem Einsatz am kommenden Sonntag. Wobei sein Ersatz ebenfalls nicht zur Verfügung steht. Für Zolinski rutschte am Freitag kurzfristig Thomas Bertels in die Startelf, der wurde nach seiner Tätlichkeit aber am Montag (wie berichtet) vom DFB für drei Spiele gesperrt.

Tickethäuschen in Zwickau beschmiert

In Zwickau dürfen sich die Ostwestfalen übrigens auf eine ganz besonders nette »Begrüßung« gefasst machen. Unbekannte »FSV-Fans« haben nach einem Bericht der »Freien Presse« am vergangenen Wochenende das eigene Stadion und auch das Tickethäuschen beschmiert. Auf mehreren Wänden vor und im Block der Anhänger des Gegners steht wenig Geistreiches wie »Scheiss Gäste« oder »Gäste raus«. Die Vereinsführung des sächsischen Klubs reagierte auf Facebook empört und wählte sehr deutliche Worte: »Wir finden es zum Kotzen.«

Sportlich läuft es dagegen beim FSV Zwickau nach dem holprigen Saisonstart wieder gut. Das Team um den ehemaligen Paderborner Toni Wachsmuth sammelte zuletzt zehn Punkte aus vier Spielen. Nur die Zuschauer honorieren die neue Aufbruchstimmung noch nicht. Das Heimspiel gegen Werder Bremen II wollten zuletzt nur 4 800 Besucher sehen. Trainer Torsten Ziegner reagierte deshalb stocksauer: »Diese Zuschauerzahl ist ein Witz. Was soll die Mannschaft noch liefern, um das Stadion zu füllen?« Am Sonntag gegen Paderborn wird es voller. Der Vorverkauf zog deutlich an, die Zwickauer rechnen mit mehr als 5000 Besuchern.

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