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Mi., 04.10.2017

SC Paderborn steht auch in der zweiten Länderspielpause ganz oben Sebastian Schonlau: »Ein langer Moment«

Kapitän Christian Strohdiek (links) und Sebastian Schonlau im Duell mit Zwickaus Ronny König.

Kapitän Christian Strohdiek (links) und Sebastian Schonlau im Duell mit Zwickaus Ronny König. Foto: Picture Point/Sven Sonntag

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Als nach sechs Partien die erste Länderspielpause ansteht, ist der SC Paderborn in der Tabelle ganz oben zu finden. Spieler und Verantwortliche übertreffen sich beim Versuch, dies als »Momentaufnahme« abzutun. Jetzt, nach elf Runden, ist wieder Pause und noch immer ist der SCP Erster. Weiterhin eine Momentaufnahme? »Es ist zumindest ein langer Moment«, räumt Sebastian Schonlau ein.

Da hat der Innenverteidiger, der am Sonntag im 56. Pflichtspiel für den SCP sein zweites Tor erzielte, recht. Wenn die Konkurrenz darauf gehofft haben sollte, dass der Fastviertligist an Form einbüßen würde, dann sieht sie sich arg getäuscht. Den 16 von 18 möglichen Punkten vor der ersten Auszeit ließ der Tabellenführer zwölf von 15 Zählern vor der zweiten Auszeit folgen. Von Einbruch keine Spur. Im Gegenteil. Zwar kassierte das Team von Trainer Steffen Baumgart mit dem unglücklichen 0:1 bei Verfolger 1. FC Magdeburg die erste Niederlage , doch die beiden Antworten konnten sich sehen lassen. Erst das 2:1 gegen immer besser werdende Rostocker , nun das 3:1 beim form- und heimstarken FSV in Zwickau. »Hier gewinnen nicht viele«, sagte Manager Markus Krösche über die Zähler 26 bis 28, die unter der Rubrik »big points« verbucht werden dürfen. Wo Magdeburg zwei Wochen zuvor mit 1:3 verlor, gewann der SCP mit diesem Ergebnis und hielt den Konkurrenten (selbst 2:0-Sieger gegen Jena) aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts hinter sich.

»Wir wollen so lange wie möglich oben mitschwimmen«

Spiele, nach denen die Rede davon war, dass die Paderborner sie in der Manier eines kommenden Aufsteigers gewonnen hätten, gab es schon viele. Der Auftritt in Zwickau war der nächste in der (richtungsweisenden?) Reihe. »Wie die Jungs sich in einem Spiel, in dem fußballerisch mal nicht so viel laufen will, reinwerfen, ist schon erstaunlich«, sagt Christian Strohdiek, der Kapitän der Jungs.

Da geht es ihm nicht anders als Schonlau. Die beiden sind zwei von sechs am vergangenen Sonntag aktiven Akteuren, die wissen, wie man sich in Zwickau auch blamieren kann. Anfang Dezember 2016 gab es an selber Stelle unter Interimscoach Florian Fulland eine 0:3-Abfuhr, die für den ehemaligen Erstligisten selbst in dieser Ausprägung noch äußerst schmeichelhaft war. Von der völlig verunsicherten Formation aus jenen beinahe unwirklich erscheinenden Tagen ist nichts und niemand wiederzuerkennen. »In der Verfassung aus dem Dezember wäre das nach dem Zwickauer Ausgleich in die andere Richtung gegangen, das kann ich mir gut vorstellen«, sagt Strohdiek.

Nach der Länderspielpause bietet sich dem zuhause verlustpunktfreien SCP mit zwei Heimspielen in Folge (Bremen II und VfR Aalen) die Gelegenheit, Rang eins zu festigen. Mindestens. Aber für Spieler und Verantwortliche reicht natürlich auch dieser Gedankengang erheblich zu weit. »Wir wollen so lange wie möglich oben mitschwimmen, keine Frage. Aber – auch wenn es doof klingt – wir denken weiter von Spiel zu Spiel«, sagt Strohdiek. »Wie stabil die Mannschaft ist, werden erst die nächsten Wochen und Monate zeigen«, sagt Krösche. Und Schonlau? »Von mir aus muss dieser lange Moment nicht mehr enden.«

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