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Sa., 14.10.2017

Bisher bittere Bremen-Bilanz für SCP-Manager Gegen Werder geht bei Krösche fast nichts

Markus Krösche gewinnt am 12. Mai 2009 das Duell gegen Max Kruse, die Punkte nimmt aber Werder II mit.

Markus Krösche gewinnt am 12. Mai 2009 das Duell gegen Max Kruse, die Punkte nimmt aber Werder II mit. Foto: Stefan Hörttrich

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Egal, ob als Spieler, Trainer oder Manager – wenn es gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen geht, gibt es für Markus Krösche nicht viel zu holen. Am Samstag (14 Uhr) folgt die nächste Chance: Werders U 23 kommt zum SC Paderborn und Krösche sagt: »Der perfekter Zeitpunkt für eine Wende.«

Neun Begegnungen gab’s für Krösche als Spieler, eine als Trainer und obendrauf im Mai noch als SCP-Manager das Fernduell im Abstiegskampf – nur fünf Duelle wurden von dem ehemaligen Profi gewonnen.

Das ist nicht viel, zumal es fast immer gegen den Nachwuchs des Bundesligisten ging. In der Drittliga-Historie des SC Paderborn sind bei vier Spielen sogar drei Niederlagen verzeichnet – auch das ist miserabel.

Wobei die Bremen-Bilanz Paderborns Trainer Steffen Baumgart nicht überrascht: »Werders Nachwuchs ist top ausgebildet und sieht immer dann gut aus, wenn auch der Gegner Fußball spielen will.«

2001 von Bremen nach OWL

Als nahezu perfekt geförderter Nachwuchsspieler war Krösche 2001 von Werders Amateuren zum Regionalligisten nach Ostwestfalen gewechselt. In den direkten Vergleichen danach hatte er selten Grund zum Jubeln. Schon im ersten Treffen mit seinem Ex-Klub, am 16. September 2001, reichte im Löns-Stadion eine 2:1-Führung acht Minuten vor dem Ende nicht einmal für einen Punkt.

Noch krasser, wenn auch ohne Krösche im Amt, verlief es vor 14 Monaten: Torben Rehfeldt und Rafael Kazior schlugen in Minute 90 plus Nachspielzeit doppelt zu, drehten die Partie in Paderborn und nahmen ebenfalls alle Zähler mit.

Schermzliche Erinnerungen

Am 17. April 2003 gab der extrem zweikampfstarke »Krieger Krösche« wegen einer sehr langen und tiefen Risswunde im Gesicht vorzeitig auf. Getroffen hatte ihn beim 0:0 auf Platz 11 am Weserstadion mit Markus Bollmann der eigene Mitspieler, die Spuren sieht man auch fast 15 Jahre später noch: »Ich musste mit 48 Stichen genäht werden«, sagt Krösche.

In die Kategorie »unvergesslich« ist ebenso das nicht minder schmerzliche und folgenreiche 0:2 am 12. Mai 2009 einzuordnen.

Direkt nach dem Abpfiff legte sich der damalige Präsident Peter Evers mit einem Werder-Betreuer an und ging am Mittelkreis zu Boden, Paderborn purzelte von Aufstiegsplatz zwei auf vier und entließ einen Tag später mit Pavel Dotchev den Trainer.

»Direkt nach dem Spiel hatte ich von dem ganzen Theater gar nichts mitbekommen. Aber der Rauswurf von Pavel war im Rückblick einer der Tiefpunkte.« Als Trainer ist Krösches Bremen-Bilanz auch nicht viel besser: Am 2. März 2016 durfte er bei Bayer Leverkusen den gesperrten Roger Schmidt als Chefcoach ersetzen und kassierte eine deftige 1:4-Klatsche.

Mehr lesen Sie am Wochenende, 14./15. Oktober, im WESTFALEN-BLATT.

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