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Mo., 16.10.2017

Paderborns Angreifer überragt beim 7:1-Sieg gegen Bremen II Drei Tore: Michel nimmt den Ball mit

Dreierpack für drei Punkte: Sven Michel freut sich.

Dreierpack für drei Punkte: Sven Michel freut sich. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn  (WB). Er kam als Letzter und er kam nicht alleine. Sven Michel hatte den Spielball unter den Arm geklemmt. »Der bekommt bei mir zuhause einen besonderen Platz«, versicherte er grinsend.

Es war ein nachvollziehbarer »Diebstahl«, denn mit drei Toren hatte der 27-Jährige den größten Anteil am Kantersieg des SC Paderborn . »Im Profi-Bereich ist mir das zuvor noch nie gelungen«, gab er zu. Mit der Paderborner Führung und seinem sechsten Saisontor nach zehn Minuten hatte Dennis Srbeny zunächst mit Michel gleichgezogen. Doch dann zeigte der Mann mit der Nummer 11, wer die Nummer 1 in der internen Torschützenliste ist und schnürte nach seiner Vorlage zum 1:0 einen Dreierpack. »Bei uns gönnt jeder jedem alles, nächste Woche kann Dennis gerne wieder öfter treffen als ich«, will Michel von Konkurrenz innerhalb des Teams nichts wissen. Eine Aussage, die für das neue Paderborner Wir-Gefühl steht. Speziell Michels Treffer zum 5:0, ein wunderschöner Heber, war auch bezeichnend für das neue Selbstbewusstsein eines Fast-Absteigers, der nun die Tabelle anführt. Es läuft, da traut man sich alles zu. »Ich denke, dass es allen einen Riesenspaß gemacht hat. Trainern, Zuschauern und Spielern. Wir genießen das«, sagte Michel.

Viel Applaus von den Rängen

Wohl selten in seiner Karriere hat ihn eine Auswechslung so wenig gestört wie am Samstag. Als Trainer Steffen Baumgart in der 75. Minute Aykut Soyak für Michel brachte, gab es viel Applaus und Sprechchöre von den Rängen. »Ich wollte raus, hatte etwas Knie-Probleme«, sagte der Matchwinner. Herausheben wollte ihn Manager Markus Krösche nicht: »Sven lebt auch von der Mannschaft. Jeder braucht jeden.« Doch dass Paderborn nach zwölf Spieltagen schon zehnmal gewonnen und 33 Tore erzielt hat (in der Vorsaison waren es insgesamt zwölf Siege und 38 Treffer), liegt vor allem auch an Goalgetter Michel. »Wir gehen nicht davon aus, dass wir die ganze Zeit oben bleiben«, sagte er. Wenn er so weitermacht, spricht aber wenig dagegen.

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