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Di., 17.10.2017

SC Paderborn: Für Manager und Trainer ist der Zusammenhalt das Erfolgsgeheimnis Krösche: »Jeder Einzelne lebt vom anderen«

Gut gemacht: Co-Trainer Daniel Scherning klatscht Sebastian Schonlau ab. Links steht Teammanager Ole Siegel.

Gut gemacht: Co-Trainer Daniel Scherning klatscht Sebastian Schonlau ab. Links steht Teammanager Ole Siegel. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn(WB). Was begeistern Manager Markus Krösche und Trainer Steffen Baumgart am neuen SC Paderborn? Wer da Antworten wie Kombinationsspiel, Tabellenplatz oder zehn Saisonsiege erwartet, wird enttäuscht. Für die sportlichen Entscheidungsträger ist der Zusammenhalt der Schlüssel zum Erfolg.

»Die Mannschaft braucht das Trainerteam und unsere Trainer brauchen das Team. Jeder Einzelne lebt vom anderen. Bei uns ordnet sich jeder unter und gönnt dem anderen den Erfolg. Wir sind eine Einheit«, hält Krösche den Teamgeist für herausragend.

Identifikation mit dem Verein wichtig

Als der 37-Jährige im April begann, potenzielle Neuzugänge zu kontaktieren, waren Krösche deshalb nicht nur fußballerische Prädikate wie Tempo, Zweikampfstärke oder Torabschluss wichtig, sondern auch die Identifikation mit dem Verein. Paderborn steckte vor wenigen Monaten noch mitten im Abstiegskampf und war zwischenzeitlich der Regionalliga ganz nah. Krösche wie auch Baumgart wären diesen Weg mitgegangen, mit einer ähnlichen Erwartungshaltung ging der Manager auch in die Gespräche mit den Spielern und deren Beratern.

Die Auswahl, die Krösche und Baumgart trafen, war gut. Alle zehn externen Zugänge kamen bereits zum Zug. Dem Trainer gelang es außerdem, Stammkräfte wie Felix Herzenbruch, Sebastian Schonlau oder Ben Zolinski besser zu machen. Und das alles unglaublich fix. »Wir hatten vor der Saison einen klaren Plan, wie wir Fußball spielen wollen. Mit welcher Konsequenz, wie schnell und damit früh in der Saison das jeder Einzelne umsetzt, das begeistert mich«, sagt Krösche.

Im Schnitt kommen alle 90 Minuten 2,6 Zähler dazu

Namen nennt der Manager nicht, auch Baumgart tut sich schwer damit, einzelne Spieler besonders hervorzuheben. Beide loben zwar Entwicklungsschritte, viel mehr auch nicht. Ein gutes Beispiel war am Samstag Sven Michel . Mit drei Treffern und einer Vorbereitung war er der herausragende Spieler auf dem Platz. Als Baumgart den 27-Jährigen eine Viertelstunde vor Schluss vom Platz holte, wurde der Torjäger mit Sprechchören gefeiert. Baumgart mühte sich hinterher, die Euphorie rund um den mit neun Saisontoren und sechs Assists überragenden Stürmer zu dämpfen: »Svenni ist auffällig und hat einen guten Abschluss. Aber man darf nie seinen Sturmpartner vergessen. Was Dennis Srbeny für Wege geht und damit Räume schafft, ist überragend.«

Wohin Paderborns Weg führt? Wenn dass so weitergeht, schnurstracks zurück in die 2. Liga. Dazu reichen in der Regel zwei Punkte pro Spiel, der SCP bucht im Moment im Schnitt alle 90 Minuten 2,6 Zähler. Gebremst wird das Team nicht. Auch nicht, wenn es schon nach einer halben Stunde 5:0 steht. »Jedes Spiel hat seinen Lauf. Ich muss immer versuchen, Tore zu machen, wenn ich Tore machen kann«, sagt Baumgart und will damit auch für das Produkt »Profifußball der Marke Paderborn« werben: »Wer zu uns kommt, dem wird nie langweilig.«

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