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Do., 19.10.2017

Manager Krösche muss die Paderborner Planungen vorantreiben Wer bleibt, wer geht? Zwölf Verträge laufen aus

Neun Tore geschossen, sechs weitere Treffer vorbereitet: Sven Michel ist Paderborns Torjäger Nummer 1.

Neun Tore geschossen, sechs weitere Treffer vorbereitet: Sven Michel ist Paderborns Torjäger Nummer 1. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Klausurtermin in Köln, Punktekampf in Paderborn und zwischendurch die Kaderplanungen – der Terminkalender von Manager Markus Krösche ist voll. Der angehende Fußballlehrer versucht zurzeit zwischen Prüfungen und Pflichtspielen den SCP zukunftssicher zu machen.

Die Vertragsverlängerungen mit Robin Krauße (bis 2021) und Sebastian Schonlau (2020) waren dabei erst der Anfang. Insgesamt zwölf weitere Vereinbarungen laufen am Saisonende aus. »Alle wissen Bescheid«, sagt Krösche und will keinen Namen näher kommentieren.

Mit jedem Treffer und jeder Torvorbereitung dürfte es allerdings schwerer werden, Sven Michel vom Bleiben zu überzeugen . Auch, weil der aktuelle Torschützenkönig der 3. Liga bereits 27 Jahre alt ist und in seiner Laufbahn nicht mehr ewig Top-Angebote bekommen wird. »Ich bin trotzdem sehr optimistisch. Sven weiß, dass er bei uns seine größten Entwicklungsschritte gemacht hat«, sagt Krösche.

Michel selbst ist im Moment verschnupft. Das hat aber weniger mit den Gesprächen zu tun. Paderborns schärfste Klinge ist stark erkältet, setzte zwei Tage mit dem Training aus, soll aber heute wieder einsteigen.

Zolinski und Herzenbruch werben in eigener Sache

Einfach werden auch die Gespräche mit Ben Zolinski (25) nicht. Der Rechtsaußen traf schon viermal und entwickelte sich unter Trainer Steffen Baumgart zu einem Außenbahnspieler von sehr hohem Drittliganiveau.

Für Linksverteidiger Felix Herzenbruch gilt fast das Gleiche: Der 23-Jährige hat ebenfalls einen Riesenschritt gemacht und ist einer der Abwehrspieler mit den besten Zweikampfwerten.

Strohdiek hat Option auf Verlängerung

Relativ klar sind die Ausgangslagen bei Christian Strohdiek (29) und Thomas Bertels (30). Beide besitzen eine Option. Das heißt, bei einer gewissen Anzahl von Einsätzen (angeblich 25) verlängern sich ihre Verträge um weitere zwölf Monate.

Für den Kapitän dürfte das kein Problem sein, beim zurzeit rotgesperrten Bertels schon. Er muss sich im Konkurrenzkampf gegen die pfeilschnellen und technisch starken Christopher Antwi-Adjei und Jamilu Collins (beide 23) behaupten.

Schwerer Stand für Kruska, van der Biezen und Vucinovic

Nur sehr geringe Chancen auf eine Weiterbeschäftigung dürften die Altgedienten Marc-André Kruska (30) und Koen van der Biezen (32) sowie der seit Wochen verletzte Marc Vucinovic (29) haben. Sollte der SCP aufsteigen , wäre ihre Zeit in Paderborn wohl endgültig zuende.

Für den dritten Torwart Till Brinkmann (21) sieht es auch nicht sonderlich gut aus. Michael Ratajczak ist die klare Nummer 2 und ist topfit. Der 35-Jährige sendet daher auch überhaupt keine Signale, seine Laufbahn beenden zu wollen. Abwarten werden die Verantwortlichen die Entwicklung bei Pascal Itter (22), der nach seinem Kreuzbandriss mit Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde einen Neustart im Profibereich wagt.

Gespräche mit Baumgart in der Winterpause

Wenig Handlungsspielraum hat Krösche allerdings bei Marlon Ritter. Der zentrale Offensivspieler ist bis Saisonende von Fortuna Düsseldorf nur ausgeliehen, weitere Vereinbarungen gibt es nicht. Sollten beide Vereine aufsteigen, wäre es aber durchaus denkbar, dass der 23-Jährige mit dem SCP noch den Zwischenschritt in der 2. Liga einlegen darf.

Eine weitere wichtige Personalie will Paderborns Geschäftsführer Sport erst in der Winterpause anpacken. »Ich habe mit unserem Trainer verabredet, dass wir sprechen, wenn der Spieltagsstress vorüber ist«, sagt Krösche. So ganz eilig muss er es aber auch nicht haben: Sollte Baumgart den Liga-Primus zum Aufstieg führen, würde sich sein Vertrag automatisch bis zum 30. Juni 2019 verlängern.

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