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Sa., 21.10.2017

SCP schlägt Aalen 3:0 – die Konkurrenten Magdeburg und Köln verlieren Paderborn baut Tabellenführung aus

Die Freude nach dem 3:0-Heimsieg ist groß.

Die Freude nach dem 3:0-Heimsieg ist groß. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn  (WB/MR). Mit einem insgesamt mühsamen 3:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen VfR Aalen hat der SC Paderborn seine Tabellenführung in der 3. Liga ausgebaut. Dabei profitierten die Ostwestfalen von den Niederlagen der schärfsten Rivalen. Der 1. FC Magdeburg verlor gegen Unterhaching mit 0:3, Fortuna Köln in Meppen mit 0:1.

Paderborns Tore zum Sieg schossen Massih Wassey (10./Foulelfmeter), Dennis Srbeny (79.) und Sven Michel (87.).

Partie beginnt mit einer Schrecksekunde

Ohne den grippegeschwächten Toptorjäger Sven Michel, aber dafür wieder mit Spielmacher Massih Wassey – so begann der SCP gegen die  seit acht Spieltagen sieglosen Gäste aus Aalen.

Was die Fans von den 90 Minuten erwarteten, stellten sie direkt vor dem Anpfiff plakativ dar: Blut-Schweiß-Tränen, Wille und den Tunnelblick.

Die Partie begann aus Paderborner Sicht mit einer kleinen Schrecksekunde: Nach Pass von Matthias Morys stand Mattia Trianni (4.) plötzlich allein von SCP-Schlussmann Leopold Zingerle, doch der konnte klären.

Wassey trifft vom Punkt

Beide Teams hatten zunächst mit dem rutschigen Untergrund Probleme, doch als  Marlon Ritter in Minute neun zu Boden ging, hatte das nichts mit dem Rasen zu tun. Nach einer Flanke von Lukas Boeder war Ritter von Trianni umgestoßen worden, den fälligen Strafstoß verwandelte Massih Wassey (10.) zum 1:0. Der hatte diesmal Glück, denn VfR-Keeper Daniel Bernhardt ahnte zwar die Ecke, kam aber nicht mehr heran.

Ritter (16.) hatte kurz danach das 2:0 auf dem Fuß, sein Schrägschuss konnte Bernhardt aber noch über die Latte lenken.

Der seit dem 1. April (1:2 gegen Großaspach) daheim in zehn Spielen (neun Siege) ungeschlagene SC Paderborn dominierte zunächst die Partie. Dennis Srbeny (26.) ließ noch eine weitere gute Gelegenheit aus, den Vorsprung auszubauen.

Aalen wird giftiger

Doch die Aalener wurden mit zunehmender Spielzeit giftiger. Allerdings ließ der SCP den Gästen auch viel zu viel Raum und leistete sich zudem ungewohnt viele Fehlpässe.

Nach einem Konter über Rico Preißinger traf Trianni (33.) nur das Außennetz. Das war die erste Warnung. Sebastian Vasiliadas (35.) schloss einen weiteren Konter mit einem Pfostenschuss ab. Nach einer Ecke von Maximilian Welzmüller griff Zingerle (39.) ins Leere, Gerrit Wegkamp nahm das Geschenk aber nicht an und köpfte über das Tor.

Da wackelte der SCP bedenklich, ließ selbst aber auch noch eine Riesenmöglichkeit aus: Nach Vorarbeit von Zolinski zwang Ritter (41.) Aalens Keeper zu einer weiteren Glanztat.

Aalen mit Chancen, SCP trifft

Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst nichts. Aalen blieb sehr gefährlich, die Paderborner erhöhten sogar noch ihre Fehlerquote. Beim Ligaprimus lief nicht viel zusammen. Rico Preißinger (49.) schloss, nach Doppelpass mit Gerrit Wegkamp, ein schönes Solo aber nur fast perfekt ab und traf das Außennetz. Morys (52./59./63.), Trianni (54./56./77.) sorgten in der Folgezeit für ein deutliches Chancenplus der Gäste.

Das änderte sich zunächst auch nach der Hereinnahme von Michel nicht wirklich. Ritter (64.) und Srbeny (67.) strahlten wenigstens mal so etwas wie Torgefahr aus. Dennis Srbeny erlöste schließlich den SC Paderborn. Sein siebtes Saisontor (79.) zum 2:0 war die Entscheidung. Als Sven Michel (87.), nach einem glänzenden Zuspiel von Srbeny, auch noch auf 3:0 erhöhte, war die nächste Fußball-Party perfekt.

Insgesamt waren es trotzdem 90 schwache Minuten des SCP. Aber mit Blick auf die bislang überragende Serie der Mannschaft wurde die Elf von den SCP-Fans zurecht nach dem Schlusspfiff gefeiert.

Statistik

SC Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Krauße – Zolinski (68. Stingl), Wassey (80. Wimmer), Collins (57. Michel) – Ritter, Srbeny

VfR Aalen: Bernhardt – Vasiliadis, Traut, Rehfeldt, Preißinger – Welzmüller – Schorr (85. Schnellbacher), Geyer - Trianni (77. Bär) – Wegkamp, Morys

Zuschauer: 6357

Schiedrichter: Schwermer (Magdeburg)

Tore: 1:0 Wassey (10./Fouelfmeter), 2:0 Srbeny (79.), 3:0 Michel (87.)

Gelbe Karten: Collins, Srbeny, Stingl / Trianni, Morys, Welzmüller, Rehfeldt, Geyer

Kommentare

Piffe beim Heimspiel

Die Fans die in den letzten 2 Spielzeiten regelmäßig die Heimspiele des SCP (trotz Rumpelfußball)
besuchten,haben sicherlich nicht gepfiffen.Typisch für Paderborn,es gibt nur 4000 bis 5000 Fans die
immer die Heimspiele besuchen.Mehr Rückhalt ist in dieser Stadt für den SCP nicht gegeben. Die
sogenannten Erfolgfans trifft dann wieder im Pokaöspiel gegen Bochum im Stadion an.In dieser
Saison wird wieder Fußball mit leidenschaft gezeigt und trotzdem sind die Zuschauerzahlen mäßig.
Trainer und Mannschaft sollten sich nicht von vereinzelten Pfiffen beeindrucken lassen sondern
die Fans hören die Mannschaft immer unterstützen.

Wo sind die Zuschauer?

Es hieß jahrelang, Preissenkungen führten durch ein ständig volles Haus zu Mehreinnahmen.

Trotz Tabellenführung haben wir nicht mehr Zuschauer als Meppen... Also selbst die Schönwetter-Fans bleiben weg...

Traurig, traurig!

2 Kommentare

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