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Fr., 27.10.2017

SCP-Trainer Steffen Baumgart rechnet damit, in Jena »Fußball arbeiten« zu müssen Eine Frage der Frische

Matthias Stingl (rechts) könnte in Jena für Ben Zolinski (links) erstmals in die Startformation des SCP rücken.

Matthias Stingl (rechts) könnte in Jena für Ben Zolinski (links) erstmals in die Startformation des SCP rücken. Foto: Besim Mazhiqi

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Am vergangenen Dienstag das DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum , am kommenden Dienstag die Westfalenpokalpartie gegen den SC Herford, am Samstag (14 Uhr, Ernst-Abbe-Sportfeld) die Drittliga-Begegnung beim FC Carl Zeiss Jena: Der SC Paderborn eilt nicht nur von Erfolg zu Erfolg, sondern auch von einer Englischen Woche zur nächsten. Aus diesem Grund denkt Cheftrainer Steffen Baumgart vor dem Auftritt in Thüringen über mehr als die Umstellung nach, zu der er nach der Verletzung von Topscorer Dennis Srbeny definitiv gezwungen ist.

»Wir müssen sehen, wie das Team die kraftraubenden 90 Minuten gegen Bochum verarbeitet hat. Zum Glück haben wir aber auch einen Kader, der es uns erlaubt, dass wir ein, zwei oder vielleicht drei Wechsel vornehmen können«, sagt der 45-Jährige. Zwei Veränderungen im Vergleich zur Startelf gegen den VfL stehen fest. Leopold Zingerle wird Pokalkeeper Michael Ratajczak im Tor ablösen, Massih Wassey, der am Dienstagabend für Dennis Srbeny auf das Feld kam, ebenfalls wieder beginnen. Möglicherweise darf sich auch der Ex-Bayer Matthias Stingl (für Ben Zolinski?) Hoffnungen auf seinen ersten Einsatz von Anpfiff an machen. »Wie fühlen sich die Jungs? Wer fühlt sich frisch genug? Das sind die Fragen, die ich stelle und mittlerweile haben wir eine solche Ehrlichkeit innerhalb der Mannschaft, dass wir über so etwas auch ganz offen reden können«, sagt Baumgart.

Fußball muss gearbeitet werden

Der sucht nicht zuletzt deshalb nach der fittesten Formation, weil er ziemlich genau zu wissen glaubt, was die Seinen mit dem Duell gegen den lediglich auf Platz 17 liegenden Aufsteiger erwartet: »Gegen Jena geht es nicht darum, Fußball zu spielen, sondern Fußball zu arbeiten. Da wird es für uns zunächst auf die einfachen Mittel wie Laufstärke und Aggressivität ankommen. Wenn wir das nicht zu liefern bereit sind, wird es für uns sehr, sehr schwierig.«

Für den SCP ist es in dieser Saison bereits der zweite Thüringen-Trip im Anschluss an einen Pokal-Auftritt. Beim ersten stimmte das Ergebnis, die Leistung aber weniger. Nach dem 2:1-Sieg über den FC St. Pauli taten sich die Paderborner fünf Tage später in Erfurt extrem schwer, kamen nur dank einer Portion Glück zu einem 1:0-Erfolg. »Die körperliche und geistige Frische hat gefehlt«, sagte Manager Markus Krösche damals. Nun bleibt ein Tag weniger, um zu regenerieren und Baumgart hat einen Grund mehr, ganz genau hinzuschauen. Sorgen, die Spieler könnten sich zudem zu sehr mit der Pokal-Kür vom Dienstag und der Auslosung am Sonntag beschäftigen, hegt er dagegen nicht: »Ich glaube nicht, dass die Jungs den Fokus verlieren. Dafür ist die Mannschaft einfach zu gefestigt. Jeder weiß, was unsere Hauptaufgabe ist und das ist und bleibt nun einmal der Ligabetrieb.«

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