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Di., 31.10.2017

Fußball-Westfalenpokal: SC Herford empfängt Drittliga-Primus Paderborn Cosentino: »Ich glaube nicht, dass wir zweistellig verlieren«

Auf viel mehr Zuschauer als bei seinen Meisterschaftsspielen, hier grätscht Niklas Wittmann zum Saisonauftakt gegen einen Spieler des SV Schermbeck, hofft der SC Herford am Dienstag. Dann kommt Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn.

Auf viel mehr Zuschauer als bei seinen Meisterschaftsspielen, hier grätscht Niklas Wittmann zum Saisonauftakt gegen einen Spieler des SV Schermbeck, hofft der SC Herford am Dienstag. Dann kommt Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn. Foto: Klaus Münstermann

Von Klaus Münstermann

Herford (WB). Westfalenliga gegen 3. Liga, Vorletzter gegen Tabellenführer – die Rollen vor dem Viertelfinale des Fußball-Westfalenpokals sind klar verteilt. Der SC Herford erwartet den SC Paderborn am Dienstag um 13.30 Uhr im Ludwig-Jahn-Stadion.

»Das Spiel ist eine Belohnung für meine Mannschaft für ihren Kreispokalsieg. Der SCP war der attraktivste Gegner im Viertelfinale. Das freut mich für die Jungs«, sagt Herfords Trainer Sascha Cosentino. Nicht mehr und nicht weniger. Von einem Spiel des Jahres möchte er nicht sprechen. »Das haben wir erst am Sonntag, wenn wir in Clarholz spielen. Da müssen drei weitere Punkte her«, sagt Cosentino, der auch im kommenden Jahr in der Westfalenliga spielen will.

Herford will sich nicht hinten einigeln

Seine Truppe auf den Spitzenreiter einzustellen, der am  Samstag beim 1:3 in Jena erst die zweite Saisonniederlage kassierte , sei nicht einfach. »Die werden ja auch viel rotieren«, sagt Cosentino. So wie im Achtelfinale beim Landesligisten Viktoria Rietberg.  Koen van der Biezen, in 14 Ligaspielen bislang sieben Mal eingewechselt, spielte dort von Beginn an, und schenkte der Viktoria beim 15:0-Erfolg alleine sieben Mal ein. »Da haben sie es sehr ernst genommen. Dann kann man auch schon mal unter die Räder geraten«, sagt Cosentino. »Ich glaube aber nicht, dass wir zweistellig verlieren.«

Wie das gelingen soll, dazu sagt Cosentino: »Wenn wir uns nur hinten einigeln, rollt eine Welle nach der nächsten auf uns zu. Wir müssen auch für Entlastung sorgen, bei eigenem Ballbesitz mutig agieren und Nadelstiche nach vorne setzen.« Fehlen werden die Verletzten Yannick Grützner, Dennis Kroos, Joschka Matys und Pascal Widdecke. Dennoch umfasst Cosentinos Aufgebot 18 Spieler.

Paderborner sind die Gejagten des Turniers

Eine Leistung wie die deutlich zu dürftige in der ersten Halbzeit gegen Jena dürfe sich nicht wiederholen, sagt SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart. Das gilt auch für das Westfalenpokalviertelfinale beim SC Herford aber vor allem mit Blick auf die folgenden Drittligapartien.

Die sehr gute Ausgangsposition, das ist weiterhin – mit vier Punkten Vorsprung – der erste Platz des SCP. Das ist der Rang, auf dem jeder stehen will, aber auch einer, der den gegnerischen Trainern die Motivationsarbeit erheblich zu erleichtern scheint, wie Baumgart festgestellt hat. »Wenn ich sehe, wie die Mannschaften gegen uns auftreten und wie sie gegen andere Teams auftreten, dann lassen sich da schon große Unterschiede erkennen. Wir sind die Gejagten, gegen die jeder mit aller Macht eine super Leistung abrufen will.«

Matthias Stingl und Jamilu Collins, die in Jena früh wieder vom Feld mussten, sollen in Herford nicht erneut im Mittelfeld, sondern zum ersten Mal auf ihren angestammten Außenverteidigerpositionen zum Einsatz kommen. Noch kein Kandidat ist  Philippos Selkos , aber der Stürmer des A-Junioren-Bundesligateams (acht Tore in zehn Spielen) ist ein junger Mann der Zukunft und hat seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Gültig bis zum 30. Juni 2020.

Der Weg ins Viertelfinale

1. Runde: Werner SC - SC Herford 1:4, Tore: 0:1 Kleit (20.), 0:2 Kleit (30.), 0:3 (42.), 1:3 Thanneiser (86.), 1:4 Zech (90.); SC Paderborn - Preußen Münster 3:1, Tore: 1:0 Antwi-Adjej (7.), 2:0 Wimmer (16.), 3:0 Wassey (79.), 3:1 Scherder (86.).

2. Runde: SV Hilbeck - SC Herford 2:3, Tore: Widdecke (49.), 1:1 Köhler (58.), 1:2 Wittmann (65.), 1:3 Köhler (66., Eigentor), 2:3 Köhler (68.); SC Roland Beckum - SC Paderborn 0:4, Tore: 0:1 Soyak (9.), 0:2 Ritter (17.), 0:3 Zolinski (21.), 0:4 Ritter (54.). Achtelfinale: SC Herford - TuS Haltern 4:2, Tore: 1:0 Zech (7.), 1:1 Oerterer (25.), 2:1 Glaveski (26.), 2:2 Kasak (48.), 3:2 Bartling (74.), 4:2 Gecim (84.); Viktoria Rietberg - SC Paderborn 0:15, Tore: Soyak (4.), Schallenberg (22.), Wimmer (25., 65.), van der Biezen (33., 43., 51., 55., 65., 73., 80.), 0:5 Geurts (36.), Bertels (37.), Karimani (76.), Kruska (87.).

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