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Sa., 04.11.2017

SCP-Manager Krösche stieg gegen Osnabrück auf und eigentlich auch ab Extreme Erinnerungen

Paderborns bitterer Abgang am 20. Mai: Ein geschlagener Manager Markus Krösche verlässt das Osnabrücker Stadion.

Paderborns bitterer Abgang am 20. Mai: Ein geschlagener Manager Markus Krösche verlässt das Osnabrücker Stadion. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Zweitliga-Aufstieg im Juni 2009, kurzzeitiger Regionalliga-Absturz im Mai 2017 – in den Duellen mit dem VfL Osnabrück schrieb der SC Paderborn einige Kapitel der eigenen Fußball-Geschichte. Am Samstag (14 Uhr) gibt es wieder ein Duell.

»Das waren zwei Extreme, die haften bleiben«, sagt Manager Markus Krösche. Der stand am 29. Mai und 1. Juni 2009 in den beiden Relegationsspielen auf dem Platz und führte den SCP als Kapitän zu zwei 1:0-Erfolgen.

Für den 37-Jährigen waren diese insgesamt 180 Minuten rückblickend sogar mitentscheidend für den Erstliga-Aufstieg fünf Jahre später: »Unsere Mannschaft war die Basis für die folgenden sensationell erfolgreichen Zweitligajahre.«

20. Mai bleibt in Erinnerung

»Extrem schlecht« sind Krösches Erinnerungen an den 20. Mai 2017. Noch in den Schlussminuten der torlosen Partie sickerte durch, dass der DFB bereits einige Tage vor dem Spiel begonnen hatte, gegen VfL-Spieler zu ermitteln.

Sie sollten nach dem verpassten Aufstieg versucht haben, Gegenleistungen von Bremer und Erfurter Spielern dafür zu erhalten, dass sie sich gegen Paderborn dennoch um einen Sieg bemühen. »Die Osnabrücker haben gekämpft, als ginge es um ihr Leben. Das hatte mich schon gewundert. Aber uns hatte man als direkt Beteiligte über die Ermittlungen mit keiner Silbe informiert, deshalb bleibt ein fader Beigeschmack«, sagt Manager Krösche.

In Manipulation verwickelt

Mit Addy Waku Menga, Tobias Willers und Marc Heider waren drei VfL-Spieler in den Manipulationsversuch verwickelt, alle drei strich der VfL auch nach DFB-Hinweisen noch vor dem Spiel gegen Paderborn aus dem Kader. Willers (jetzt Viktoria Köln) gilt heute als Initiator, er wurde wegen der Initiierung einer Spielmanipulation für drei Monate gesperrt und zahlte 4000 Euro Geldstrafe.

Menga (jetzt BSV Rehden) musste vier Pflichtspiele aussetzen. Nur Heider (ebenfalls vier Spiele Sperre, 2000 Euro Strafe) trägt noch das VfL-Trikot. Er wird wohl auch gegen Paderborn wieder in der Startelf stehen.

Der SC Paderborn hatte gegen die Wertung des Spiels sofort Einspruch eingelegt. Das DFB-Sportgericht lehnte die Beschwerde des SCP aber ab. Der Sturz ins Amateurlager blieb den Ostwestfalen aus bekannten Gründen dennoch erspart.

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