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Di., 07.11.2017

Aykut Soyak ist ein gutes Beispiel für den starken Paderborner Kader Glanzvolles Comeback

Sicher am Ball, guter Vorbereiter und zweikampfstark: Aykut Soyak zeigte am Samstag eine gute Leistung.

Sicher am Ball, guter Vorbereiter und zweikampfstark: Aykut Soyak zeigte am Samstag eine gute Leistung. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Dass der SC Paderborn über eine ganze Reihe guter Drittligaspieler verfügt, ist bekannt. Was den Tabellenführer aber besonders stark macht, ist die Ausgeglichenheit im Kader. Ein gutes Beispiel ist Aykut Soyak. Der Mittelfeldspieler verlor mit Beginn dieser Saison seinen Stammplatz, feierte am Samstag aber ein glanzvolles Comeback.

Sechs Einsätze in 46 Minuten

Der 22-Jährige kam vor dem 3:0-Erfolg über den VfL Osnabrück auf sechs Einsätze. Das ist nicht so schlecht, die Gesamtspielzeit von 46 Minuten aber schon. »Jeder Fußballer will spielen, egal in welcher Liga«, sagt Soyak und ergänzt: »Wer hinten dran ist, muss doppelt Gas geben, auf seine Chance warten und den Tag dann nutzen.«

Soyak: »Wir haben einen sensationell starken Kader«

Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Schon gar nicht, wenn ein Eigengewächs wie Soyak innerhalb von nur wenigen Monaten von einer Stammkraft zum Bankdrücker zurückgestuft wird. Auch gute Gründe machen die Situation nicht leichter: Mit Marlon Ritter, Massih Wassey und Robin Krauße sind alle zentralen Positionen im SCP-Mittelfeld besetzt. »Wir haben einen sensationell starken Kader«, muss Soyak seine Rolle akzeptieren. Manager Markus Krösche versucht sich in Soyaks Situation hineinzuversetzen und sagt: »Besonders schwer ist es für Spieler wie Aykut, dass sie sich trotz weniger Spielzeiten hochprofessionell auf den Tag X vorbereiten müssen, um dann sofort zu funktionieren, wenn man sie braucht.«

Bereitete das 2:0 mit einem Eckball und das 3:0 mit einem Freistoß vor

Das hat gegen Osnabrück glänzend geklappt. Soyak kam in Minute 41 für den angeschlagenen Wassey und spielte, als wäre er nie weg gewesen. Der Spezialist für den ruhenden Ball bereitete das 2:0 mit einem Eckball und das 3:0 mit einem Freistoß vor. Besonders in den Schlussminuten brillierte Soyak mit präzisen Flanken und klugen Pässen. »Aykut hat aber nicht nur in diesem Spiel gezeigt, was er kann«, urteilt Steffen Baumgart. Der Trainer, der ungern einzelne Spieler hervorhebt, richtet lieber den Blick auf den Kader: »Jeder ist wichtig. Aykut hat nichts von seiner Stärke eingebüßt und nur gezeigt, wie ausgeglichen wir besetzt sind.«

Das ist aus Sicht des Trainers gut, Soyak kommt damit auch klar: »Wichtig bleibt, dass wir gemeinsam mit Spaß dabeibleiben.« Genau diese Einstellung ist neben der höheren individuellen Klasse ein weiterer Grund für den Wandel beim SCP vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten. »Vor ein paar Monaten hatten wir auch gute Einzelspieler, waren aber nie eine Mannschaft. Jetzt treten wir geschlossen auf und das ist zu 100 Prozent der Verdienst unseres Trainers«, sagt Soyak.

Er ist aber nur ein Beispiel für SCP-Profis, die da sind, wenn sie gefordert werden. Nach Rotsperre und Kurzeinsatz fügte sich Thomas Bertels am Samstag ebenso nahtlos in das fast perfekte Paderborner Spiel ein.

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