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Do., 09.11.2017

Ursprünglich hatte der 1. FC Köln 30.000 Euro Schadenersatz gefordert Betrunkener Fan muss weniger zahlen

Beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem SC Paderborn im Jahr 2014 verletzte ein Knallkörper mehrere Menschen.

Beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem SC Paderborn im Jahr 2014 verletzte ein Knallkörper mehrere Menschen. Foto: imago

Karlsruhe (WB/dpa). Ein betrunkener Fußballfan, der einen gefährlichen Knallkörper in eine Zuschauermenge geworfen hat, muss dem 1. FC Köln 20.340 Euro Schadenersatz zahlen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) und wies damit die Revision des Fußball-Bundesligisten gegen ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln zurück.

Der Verein hatte 30.000 Euro gefordert . Hintergrund ist eine vom DFB-Sportgericht verhängte Verbandsstrafe von insgesamt 60.000 Euro gegen den 1. FC Köln, die mehrere von dem Fall unabhängige andere Vorfälle einschließt.

Der betrunkene Mann hatte im Februar 2014 im Zweitligaspiel gegen den SC Paderborn vom Oberrang der Tribüne einen Knallkörper, der unter das Sprengstoffgesetz fällt, auf Zuschauer geworfen und dabei mehrere Menschen verletzt. Der 1. FC Köln hatte seine Forderung mit der Einzelstrafe für den Knallkörperwurf von 40.000 Euro begründet. Der BGH-Senat wies das zurück, da diese Summe wegen der Gesamtstrafe nicht fällig wurde. Denn aus den Einzelstrafen von insgesamt 118.000 Euro sei eine Gesamtstrafe von 60.000 Euro gebildet worden.

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