>

Fr., 17.11.2017

Paderborns Keeper Zingerle kehrt für 90 Minuten nach München zurück Heimspiel in Haching

Antreiber vor dem eigenen Tor: Paderborns Schlussmann Leopold Zingerle.

Antreiber vor dem eigenen Tor: Paderborns Schlussmann Leopold Zingerle. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Als Tabellenführer in die Heimat: Für Leopold Zingerle kann es aktuell nicht besser laufen. Der Bayer steht im Tor von Liga-Primus SC Paderborn und trifft am Samstag (14 Uhr) auf den Neuling SpVgg Unterhaching .

»In München fällt der Startschuss für fünf spannende Wochen«, sagt Zingerle mit Blick auf den Punktspielplan für 2017: Fünf Gegner, die alle zwischen Platz eins und zwölf stehen, warten bis Weihnachten auf den SCP. Das ist gute Drittliga-Qualität, der gebürtige Münchner setzt dennoch selbstbewusst auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie mit 37 Punkten aus 15 Spielen: »Ich will mit 50 Punkten in die Winterpause gehen.«

Die Ansage an die Konkurrenz ist deutlich, zumal Zingerles Rechnung nur aufgeht, wenn Paderborn bis Jahresende ungeschlagen bleibt und viermal gewinnt. »Wir haben mit Haching, dem KSC, Wehen, Köln und Halle Gegner von hoher Qualität, da dürfen wir nicht nachlassen. Sie alle wollen aber Fußball spielen. Das dürfte uns entgegenkommen«, glaubt der 23-Jährige, den das Niveau der Kontrahenten aber nicht unbeeindruckt lässt. »Wir haben die große Chance, Big Points zu holen. Aber wir können unseren schönen Vorsprung auch schnell verlieren.«

Tempo des Ausftiegs auch für die Mannschaft überraschend

Wobei beim SCP bislang nicht die Güte der Gegner über Sieg und Niederlage entscheidet. Beim 0:1 in Magdeburg war Paderborn besser. Beim 1:3 in Jena leisteten sich die Ostwestfalen den schlechtesten Saisonauftritt. Als Warnschuss will der Keeper die kleine Klatsche in Thüringen dennoch nicht verstanden wissen: »Wir hatten wochenlang auf hohem Niveau Fußball gespielt, deshalb war auch so eine Leistung menschlich nachvollziehbar.« Da wird der ehemalige Spieler des FC Bayern München deutlich, weigert sich aber standhaft, über Ziele zu reden. »Unbedachte Äußerungen würden jetzt nur stören«, sagt Zingerle, gibt aber zu: Das Tempo, in dem sich das Team zu einer Spitzenmannschaft entwickelt habe, sei für alle überraschend gewesen.

Alles richtig gemacht hat Zingerle mit seinem Wechsel vom 1. FC Magdeburg zum SCP. In Sachsen-Anhalt wollten sie ihn im Sommer »aus strategischen Gründen« nicht mehr. Was das genau heißen sollte, weiß er bis heute nicht. Umso besser läuft es in Paderborn. Wenn da nicht der Pokal wäre. Hier hat Trainer Steffen Baumgart einen Torwart-Tausch vorgenommen. Michael Ratajczak spielt, Zingerle schaut zu. »Rata hat sich das verdient«, ist Zingerle großzügig und bleibt auf die Liga fokussiert. Die ist auch wichtiger. Am Samstag ganz besonders. Nicht nur, weil es gegen einen Verfolger geht. Die Familie des Schlussmanns lebt in einem Radius von zehn Kilometern rund um das Stadion und hat ihr Kommen angekündigt. Wobei bei seinem Heimspiel in Haching die Ausgangsposition gut ist: Egal wie Zingerle hält, Paderborn bleibt die Nummer 1 in Liga drei.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5293979?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F