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Fr., 24.11.2017

SC Paderborn verliert gegen den Karlsruher SC 0:2 Die Heimserie ist gerissen

Christopher Antwi-Adjei hat seinen Vertrag bis 2021 verlängert.

Christopher Antwi-Adjei hat seinen Vertrag bis 2021 verlängert. Foto: Besim Mazhiqi

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Die Heimserie des SC Paderborn 07 ist gerissen. Nach acht Siegen in den ersten acht Meisterschaftsspielen dieser Saison in der Benteler-Arena musste sich der Drittliga-Spitzenreiter am Freitagabend dem Karlsruher SC durchaus unglücklich mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.

Vor der Partie war der SCP wieder einmal seinem jungen Brauch nachgekommen, ein Heimspiel mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung zu garnieren. Nach Sebastian Schonlau, Ben Zolinski (jeweils bis 2020), Robin Krauße und Sven Michel (2021) sorgte diesmal die Unterschrift von Publikumsliebling Christopher »Jimmy« Antwi-Adjei (2021) früh für viel Freude unter den Fans.

Der 23-Jährige war neben Sebastian Wimmer auch einer von zwei Neuen, die Trainer Steffen Baumgart im Vergleich zum 3:0-Sieg in Unterhaching in die Startformation beförderte. Dafür fehlte der gelbgesperrte Krauße und saß Aykut Soyak auf der Bank.

Die Gäste kamen in Bestbesetzung und beeindruckender Formkurve (13 Punkte aus den jüngsten fünf Spielen), aber einer schwachen Auswärtsbilanz. Das 3:0 in Rostock vor drei Wochen war der bislang einzige dreifache Punktgewinn auf fremdem Boden.

Die große Chance, dem KSC auch in Paderborn einen unangenehmen Empfang zu bereiten, vergab nach nur sieben Minuten (ausgerechnet) Christopher Antwi-Adjei, der aus spitzem Winkel das lange Eck verfehlte (7.), statt sein Treuebekenntnis prompt zu untermauern.

Ungewohnte Konzentrationsfehler

Der SCP leistete sich nach diesem vielversprechenden Start ein paar ungewohnte Konzentrationsfehler im Aufbauspiel, verzeichnete jedoch auch die nächste Chance. Diesmal war es ein Flachschuss von Ben Zolinski, der knapp das Ziel verfehlte (23.). Auch nur im Zentimeter ging es, als Sebastian Schonlau sechs Meter vor dem Tor eher zufällig an den Ball kam, diesen aus der Drehung aber nicht wie gewünscht erwischte (36.).

Das gelang Ben Zolinski, doch seinen Versuch aus wenigen Metern wehrte Karlsruhes Keeper Benjamin Uphoff per Reflex ab (39.). Nachdem sich die beiden Ex-Erstligisten über weite Phasen auf Augenhöhe begegnet waren, hätte ein Paderborner Führungstreffer zu diesem Zeitpunkt als verdient bewertet werden müssen. Zumal die Richtung die gleiche blieb und KSC-Verteidiger David Pisot einen Schuss von Marlon Ritter nur mit viel Glück an das Lattenkreuz lenkte (41.). Das Team von Trainer Alois Schwartz war auch mit Fortuna im Bunde, als Florent Muslija Sekunden vor dem Halbzeitpfiff eine scharfe Hereingabe von Christopher Antwi-Adjei auf schwerlich nachvollziehbare Weise über die Latte beförderte.

Erste Chance, erstes Tor

Der Gast wurde erst nach Wiederbeginn erstmals richtig gefährlich, demonstrierte dann aber mal direkt, für welche Situationen der Begriff Effizienz erdacht wurde. Erste Chance, erstes Tor. Fabian Schleusener machte sich nach einem langen Ball alleine auf in Richtung SCP-Tor und überwand den zu zögerlichen Leopold Zingerle mit einem Lupfer zum 1:0 für den KSC (49.).

Der Liga-Primus bekundete sofort nachhaltiges Interesse am schnellen 1:1, ehe der selbsternannte Aufstiegsfavorit, wieder ziemlich unvermittelt, auf 2:0 erhöhte. Marcel Mehlems Direktabnahme war für Zingerle nicht zu halten (61.). Die erste Heimniederlage seit dem 1:2 gegen Großaspach am 1. April dieses Jahres und damit auch die erste unter der Regie von Trainer Steffen Baumgart nahm so immer konkretere Formen an und sollte sich auch nicht mehr vermeiden lassen.

Der eingewechselte Massih Wassey hätte die Hausherren zwar zeitig zurück ins Spiel bringen können, scheiterte nach Foul an Sven Michel aber mit einem Foulelfmeter am starken Benjamin Uphoff (77.) und auch in der vierminütigen Nachspielzeit blieb dem SCP ein Tor versagt.

Weiter geht’s für den Tabellenführer mit dem nächsten schwierigen Spiel. Am kommenden Samstag, 2. Dezember (14 Uhr), wartet der Tabellenvierte SV Wehen Wiesbaden.

Statistik

SCP: Zingerle - Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch (79. Collins) - Wimmer (70. van der Biezen) - Bertels, Antwi-Adjei, Ritter, Zolinski (60. Wassey) - Michel

KSC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Camoglu (90.+4 Luibrand), Mehlem, Wanitzek, Muslija (69. Thiede) - Fink (85. Bülow), Schleusener

Zuschauer: 8408

Tore: 0:1 Schleusener (49.), 0:2 Mehlem (61.)

Gelbe Karten: Michel / Mehlem, Muslija, Uphoff, Orlishausen, Camoglu

Besonderes Vorkommnis: Wassey scheitert mit Foulelfmeter an Uphoff (77.)

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