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Fr., 08.12.2017

Herbstmeister SCP? Gern – aber nur mit einem Sieg gegen Köln wäre Baumgarts Freude groß Das i-Tüpfelchen fehlt noch

Nach zwei Niederlagen in Folge möchte Steffen Baumgart gegen Köln wieder glücklicher gucken dürfen.

Nach zwei Niederlagen in Folge möchte Steffen Baumgart gegen Köln wieder glücklicher gucken dürfen. Foto: Thomas F. Starke

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Diese meteorologische Merkwürdigkeit hat der Fußball exklusiv: Der erste Schnee ist schon geschmolzen, da können sich Mannschaften tatsächlich noch eine inoffizielle Auszeichnung verdienen, die sich Herbstmeister nennt. Das trifft auch auf den SC Paderborn 07 zu.

Punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg

Der SCP führt die 3. Liga vor dem abschließenden Hinrunden-Spieltag punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg an, und sollte der Spitzenreiter im Heimspiel gegen Fortuna Köln (Samstag, 14 Uhr) zumindest genauso fleißig punkten wie der FCM am Freitag (19 Uhr) gegen SF Lotte, ist er – nach der Saison 2008/2009 – zum zweiten Mal Herbstmeister der 3. Liga. Ein Erfolg, der Paderborns Cheftrainer Steffen Baumgart genau wie viel bedeutete? »Für mich ist zunächst das Bedeutendste, dass wir gegen Köln die drei Punkte holen. Schaffen wir das und dürfen wir uns dann Herbstmeister nennen, können wir uns darüber ein paar Tage freuen – mehr aber nicht.«

Die Freude fiele sicher ungleich größer aus, sollte sich bewahrheiten, was die Statistik dem Herbstmeister in Aussicht stellt. Acht der neun Mannschaften, die die Liga seit ihrer Gründung nach der Hinrunde angeführt haben, waren am Ende der Rückrunde gut genug, um mit dem Sprung in Liga zwei belohnt zu werden. Sechs Vereine sind auf Nummer sicher gegangen und haben die Führung einfach verteidigt, zwei – neben dem SC Paderborn 07 (2008/2009) war das der FC Ingolstadt (2009/2010) – mussten den Umweg über die Relegation nehmen. Allein der VfL Osnabrück (2012/2013) verlor nicht nur Rang eins, sondern schließlich auch noch das Relegationsduell mit Zweitligist Dynamo Dresden.

»Wir wollen definitv oben bleiben«

Der SCP-Coach weiß um derlei Wahrscheinlichkeiten, ist zu diesem Zeitpunkt der Saison aber fürs Erste ziemlich zufrieden damit, dass sein Team bei diesen Gedankenspielchen derart viel Berücksichtigung finden muss. »Das Interessanteste daran ist, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, um den Aufstieg mitzuspielen. Wir wollen definitiv da oben bleiben, aber ob wir uns dort halten können, muss sich erst noch zeigen. Gegen Köln wollen wir erst einmal das i-Tüpfelchen auf eine gute erste Halbserie setzen«, sagt Baumgart.

Die Tatsache, dass der Tabellenführer zuletzt und erstmals in dieser Spielzeit zweimal in Folge als Verlierer das Feld verließ , wertet der 45-Jährige als Indiz dafür, »dass es bis zum letzten Spieltag eng bleiben wird«. Entschlüsselt glaubt er den Stil der Seinen jedoch keinesfalls: »Natürlich analysieren uns die Gegner, aber das machen wir auch mit ihnen und wir hätten ja beide Partien für uns entscheiden können. Wenn wir im letzten Drittel wieder einen Tick konsequenter sind, werden wir gewinnen.« Gelingt das im Spiel gegen Köln, das Weltschiedsrichterin Bibiana Steinhaus leitet, steht der SCP am 9. Dezember als Herbstmeister fest.

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