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Di., 12.12.2017

Elf Strafstöße in 19 Spielen für den SC Paderborn Ende der Elfmeter-Ebbe

Elfmeterexperte Massih Wassey.

Elfmeterexperte Massih Wassey. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/en). Der SC Paderborn und die Elfmeter, das war in den vergangenen Jahren allenfalls noch eine extrem labile Fernbeziehung. Sowohl in der Bundesliga-Spielzeit 2014/2015 als auch in der sich anschließenden Zweitliga-Serie bekam der SCP jeweils exakt einen Strafstoß zugesprochen. In der Vorsaison waren es in der 3. Liga immerhin vier, aber da gleich drei davon verschossen wurden, war der Ertrag auch nicht wesentlich hilfreicher.

So weit, so dürftig. Doch in der laufenden Saison geht es mit dem ehemaligen Dauer-Absteiger wieder bergauf, und plötzlich pfeifen die Unparteiischen auch Elfmeter satt – schon elf in den ersten 19 Spielen.

»Das liegt auch an unserer Spielweise. Wir haben eben sehr viele Aktionen im Strafraum, spielen jede Menge vertikale Bälle dorthin, und bei unseren schnellen Offensivkräften kommt es schon mal öfter vor, dass der Gegner einen Schritt zu spät zur Stelle ist«, sagt Trainer Steffen Baumgart zum Ende der Elfmeter-Ebbe.

Gleich zwei Elfer

Zum Abschluss der Hinrunde war es Bibiana Steinhaus, die kein Foul, sondern ein Handspiel des unglücklichen Fortunen Dominik Ernst mit dem folgenschweren Pfiff bedachte. Massih Wassey übernahm die Verantwortung und musste Elfer Nummer elf gleich zweimal verwandeln.

»Frau Steinhaus meinte, weil ich verzögert hätte, seien einige Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen. Es ist natürlich schwieriger, wenn der erste Schuss schon drin war, aber zum Glück hat es auch beim zweiten Mal geklappt«, sagte der 29-Jährige. Der gebürtige Münsteraner löste Marc Vucinovic (einmal verwandelt/einmal verschossen) früh als erste Option ab und trat sechsmal (4/2) an.

Quote von 64 Prozent

Steht der ehemalige kanadische Nationalspieler nicht auf dem Feld, heißen die Alternativen Dennis Srbeny (2/1) und Marlon Ritter. Die bisherigen vier Fehlversuche sorgen für eine Trefferquote von 64 Prozent (7/4).

Das klingt nicht berauschend, da der Ball aber zweimal per Nachschuss (Wassey gegen Bremen und Sebastian Schonlau in Zwickau) doch noch im Tor landete, ist Baumgart trotzdem zufrieden: »Für mich zählt der Nachschuss dazu. Das ist eine Aktion. Über unsere Ausbeute bei den Standards können wir uns in dieser Saison sicher nicht beklagen.«

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