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Mi., 03.01.2018

Braunschweiger kommt, mindestens zwei gehen: Paderborn baut Kader um Tietz soll Druck machen

Erste Trainingseinheit beim SC Paderborn: Neuzugang Phillip Tietz soll die Offensive verstärken.

Erste Trainingseinheit beim SC Paderborn: Neuzugang Phillip Tietz soll die Offensive verstärken. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Mit einem veränderten Kader ist Drittligist SC Paderborn in die Vorbereitung auf die Restrückrunde gestartet: Neuzugang Phillip Tietz trug erstmals das SCP-Trikot. Dardan Karimani und Semir Saric zählten nicht mehr zum Aufgebot.

Die Erwartungen an Tietz, der Ende Dezember von Eintracht Braunschweig geholt wurde, sind hoch. »Ich schätze Phillip so ähnlich ein wie im vergangenen Sommer Dennis Srbeny«, sagt Trainer Steffen Baumgart.

Die Parallelen liegen auf der Hand: Beide sind 1,90 Meter groß, trotzdem sehr wendig und dynamisch, technisch gut und verfügen über einen starken Abschluss. Srbeny schlug sofort ein, stand, wenn ihn nicht eine Verletzung stoppte, immer in der Startelf und schloss das Fußballjahr 2017 mit acht Toren und acht Vorlagen als Topscorer ab.

Konkurrenz für Srbeny und Michel

Besonders bemerkenswert: Mit Srbeny verlor der SCP kein Pflichtspiel – eine gewisse Abhängigkeit, die den Verantwortlichen missfiel. »Abhängigkeit würde ich es nicht nennen, aber der Leistungsunterschied in den Spielen ohne ihn war uns zu deutlich«, sagt Baumgart.

Manager Markus Krösche stellt das große Potenzial des Neuen in den Vordergrund: »Phillip hat in Braunschweig auch schon gezeigt, dass er auf Zweitliganiveau spielen kann.« Genau das will Tietz beweisen: »Das Vertrauen in den Verein ist da, die Mannschaft hält zusammen, und wir haben einen sehr leidenschaftlichen Trainer. Jetzt will ich mithelfen, das Bestmögliche herauszuholen.«

Fakt ist: Der 20-jährige Tietz soll die Konkurrenzsituation in der Offensive verschärfen. Srbeny und Sven Michel (zehn Tore, sieben Assists) sind als Doppelspitze gesetzt, wobei Michel seit Ende Oktober Ladehemmung hat und nicht mehr trifft.

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Die beiden müssen merken, dass auch sie nicht schlafen dürfen. Wir brauchen in der Rückrunde vier Stürmer, auf die wir immer bauen können.

Trainer Steffen Baumgart über Srbeny und Michel

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»Die beiden müssen merken, dass auch sie nicht schlafen dürfen. Wir brauchen in der Rückrunde vier Stürmer, auf die wir immer bauen können«, macht Baumgart deutlich. Tietz weiß, dass er hier besonders gefordert ist: »Michel und Srbeny sind eiskalt vor dem Tor und sehr starke Konkurrenten.«

Weg über die U21

In der Rückserie baut der SCP nicht mehr auf die Nachwuchstalente Semir Saric und Dardan Karimani. »Die Tür ist nicht endgültig zu, aber im Moment reicht es nicht. Sie müssen noch mal den Weg über unsere U 21 gehen«, bestätigt Krösche den Umbau.

Der 28 Spieler umfassende Kader ist auch ohne die beiden groß, deshalb wurden mit weiteren Profis Perspektivgespräche geführt. »Die Spieler und Berater wissen Bescheid, aber ich werde keine Namen öffentlich handeln. Das verbietet der Respekt«, sagt Krösche.

Blick auf Einsatzzeiten

Hier reicht ein Blick auf die Einsatzzeiten: Aykut Soyak stand zuletzt nicht mal im Kader, Matthias Stingl (vier Einwechslungen) oder Darryl Geurts (drei) könnten ausgeliehen werden. Bei Marc-Andre Kruska (ohne Einsatz) und Koen van der Biezen (129 Minuten) käme nur eine Trennung infrage. »Wir jagen keinen vom Hof. Wir setzen niemanden unter Druck, aber Profifußball ist kein Kindergarten«, stellt Baumgart klar.

Zum Auftakt drehten die SCP-Profis ohne Massih Wassey und Marlon Ritter ihre Runden: Wassey musste grippekrank passen. Ritter (Innenbandanriss) setzte seine Reha fort.

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