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Sa., 06.01.2018

Paderborn gewinnt erstes Testspiel – Ex-Trainer Luhukay trainiert Sheffield Wednesday SC Paderborn schlägt BSV Rehden mit 4:2

Darryl Geurts trifft zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für den SC Paderborn.

Darryl Geurts trifft zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für den SC Paderborn. Foto: Frank Loose/Agentur Klick

Paderborn (WB/MR). In einem kurzfristig angesetzten Testspiel, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Paderborner Trainingszentrum stattfand, schlug Drittligist SC Paderborn am Samstagnachmittag den BSV Rehden mit 4:2 (2:2).

»Das 4:2 geht in Ordnung. Meine Jungs waren müde, aber sie wollten. Das ist wichtig. Vieles hat heute noch nicht geklappt, wir hätten auch ein paar Tore mehr machen müssen. Deshalb bleibt bis zum Start am 20. Januar noch viel zu tun«, sagte SCP-Trainer Steffen Baumgart .

Nicht mit dabei waren Massih Wassey (Trainingsrückstand) und Marlon Ritter (Reha). Freiwillig verzichtete Baumgart auf Marc Andre Kruska, Pascal Itter und Fatih Ufuk.

Einbahnstraßenfußball nach BSV-Blitzstart

Der Regionalligist erwischte einen Blitzstart und ging durch Ex-Profi Addy Menga (34, früher auch VfL Osnabrück, Hansa Rostock und Preußen Münster) nach sieben Minuten in Führung.

Danach gab’s Einbahnstraßenfußball: Nur der SCP spielte, tat sich aber schwer, die Chancen auszunutzen. Sebastian Wimmer (13.), Neuzugang Phillip Tietz (17./33.), Christopher Antwi-Adjei (37.) und Felix Herzenbruch (37.) hatten Möglichkeiten, doch nur ein Paderborner netzte in Durchgang eins auch mal ein: Darryl Geurts (22.) traf nach Vorarbeit von Dennis Srbeny zum 1:1.

Pech hatte Till Brinkmann im SCP-Tor. Der dritte Keeper rutschte nach einem Distanzschuss von Behrens (26.) weg und der SCP lag erneut zurück. »So ein Ding kann immer passieren, aber wir dürfen den Schuss erst gar nicht zulassen«, monierte Baumgart. Doch die unterklassigen Gäste trafen auch noch ins eigene Tor: Eine Flanke von Antwi-Adjei köpfte Esche (30.) zum 2:2 ein.

Zehn Wechsel in der Pause

In der Pause tauschte Baumgart alle zehn Feldspieler aus und der SCP wurde besser, ließ in der Defensive fast gar nichts mehr zu und traf doppelt: Koen van der Biezen (64./Vorarbeit Sven Michel) und Michel (74.) nach einer schönen Direktabnahme schossen den 4:2-Sieg heraus.

Ordentlich verlief die Premiere von Wintereinkauf Tietz . Der Ex-Braunschweiger hatte zwei Abschlüsse, Baumgart sah in so: »Er war engagiert, da gibt es wenig zu kritisieren. Aber auch Phillip war müde und hat viele kleine Fehler gemacht. Aber das gilt heute eigentlich für alle.«

Nach monatelanger Verletzungspause feierte Marc Vucinovic sein Comeback, allerdings im defensiven Mittelfeld. Das war aber nur eine Ausnahme, stellte Baumgart klar: »Vuci hatte in den ersten zehn Minuten ein paar Probleme, kam dann immer besser ins Spiel. Aber ich sehe ihn auf der rechten Außenposition, nicht im defensiven Mittelfeld.«

Abschließend zog Baumgart dieses Fazit: »Die beiden Gegentore ärgern mich. Wir müssen ball- und spielsicherer werden. Wir haben uns viele leichte Fehler geleistet, die ein besserer Gegner mit stärkeren Kontern bestrafen würde. Aber vom Grundsatz her war es heute ein gutes Spiel.«

Statistik

SC Paderborn, 1. Halbzeit: Brinkmann – Boeder, Fesser, Schonlau, Herzenbruch – Geurts, Wimmer, Soyak, Antwi-Adjei – Srbeny, Michel

SC Paderborn, 2. Halbzeit: Brinkmann – Stingl, Strohdiek, Schallenberg, Collins – Zolinski, Vucinovic, Krauße, Bertels – van der Biezen, Michel

Tore: 0:1 Menga (7.), 1:1 Geurts (22.), 1:2 Behrens (26.), 2:2 Eigentor Esche (30.), 3:2 van der Biezen (64.), 4:2 Michel (74.).

Luhukay: »Sheffield ist die Herausforderung, auf die ich gewartet habe«

Ein ehemaliger Paderborner hat derweil eine neue Heimat gefunden: Jos Luhukay, der den SCP in der Zweiliga-Saison 2005/06 trainierte, wird Trainer des englischen Fußball-Zweitligisten Sheffield Wednesday. »Sheffield Wednesday ist genau die spannende Herausforderung, auf die ich gewartet habe«, wurde Luhukay auf der Webseite seines neuen Vereins zitiert.

Jos Luhukay. Foto: dpa

Er habe in den vergangenen Monaten Angebote aus der 1. und 2. Bundesliga abgelehnt. Sheffield ist derzeit Tabellen-16. von 24 Teams in der Football League Championship.

Luhukay war im September 2016 beim damaligen Zweitligisten VfB Stuttgart von seinem Posten zurückgetreten und seitdem ohne Engagement. Zu seinen größten Erfolgen gehören die Bundesliga-Aufstiege mit Borussia Mönchengladbach, dem FC Augsburg und Hertha BSC.

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