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Fr., 26.01.2018

Wechsel des Topscorers nach England perfekt – Ritter gegen Lotte vor Comeback Tietz ersetzt Srbeny in Paderborn

Winter-Neuzugang Phillip Tietz (rechts) rückt gegen Lotte anstelle des abgewanderten Dennis Srbeny in die SCP-Startelf.

Winter-Neuzugang Phillip Tietz (rechts) rückt gegen Lotte anstelle des abgewanderten Dennis Srbeny in die SCP-Startelf. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Jetzt ist es offiziell: Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn verliert Topscorer Dennis Srbeny. Der 23-jährige Stürmer wechselt mit sofortiger Wirkung zum englischen Zweitligisten Norwich City und hat dort einen Vertrag bis 2021 unterschrieben. »Es war schon immer mein Traum, in England zu spielen«, wird Srbeny auf der Homepage seines neuen Klubs zitiert.

Auch Ex-Armine Onel Hernandez (Braunschweig) und Moritz Leitner (Augsburg) wechselten am Donnerstag nach Norwich. Der Deutsch-Kubaner Hernandez erhielt einen Vertrag über dreieinhalb Jahre, Leitner wurde bis zum Sommer ausgeliehen.

»Kein Spieler ist unverkäuflich und wir haben das bekommen, was wir wollten«, kommentierte Manager Markus Krösche den 1,5-Millionen-Euro-Deal. Srbeny beschert dem SCP die dritthöchste Einnahme der Klubgeschichte. Nur Nick Proschwitz (Hull City, 2012, 3,3 Millionen) und Uwe Hünemeier (Brighton & Hove Albion, 2015, 2,7 Millionen) waren teurer. »Diese Transfers kann man nicht vergleichen. Proschwitz ging als Torschützenkönig der 2. Liga, Hünemeier war gerade aus der 1. Liga abgestiegen«, sagt Krösche.

Baumgart jammert nicht

Worauf der Manager abzielt, ist klar: Srbeny kam im Sommer ablösefrei vom Viertligisten BFC Dynamo und spült ein halbes Jahr später einen siebenstelligen Betrag in die klamme Kasse der Paderborner. Wirtschaftlich ist der Verkauf ein Erfolg, der sportliche Verlust ist unzweifelhaft. Doch Trainer Steffen Baumgart jammert nicht: »Wir sind ein Verein, der Spieler ausbilden und besser machen möchte. Da müssen wir damit leben, wenn jemand geht. Doch wir werden das sehr gut kompensieren und weiter erfolgreich Fußball spielen.«

Der SCP hatte personell vorgesorgt. Zu Jahresbeginn kam zunächst Philipp Tietz aus Braunschweig, zu Wochenbeginn folgten Kwame Yeboah (Mönchengladbach) und Phillip Klement (Mainz). » Das waren strategische Maßnahmen , weil wir wussten, dass Norwich Interesse an Dennis hat«, sagte Krösche und schloss nach Srbenys Abgang weitere Neuzugänge nicht aus. »Wir haben noch bis zum 31. Januar Zeit, da werde ich mich nicht festlegen. Bei Dennis hätte ich vor zehn Tagen auch noch gesagt, dass er bei uns bleibt«, zeigt Krösche auf, wie schnell es im Fußball gehen kann.

Tietz rückt in die Startelf

Jetzt ist Srbeny nicht mehr da, und Baumgart hat den Nachfolger bereits gefunden. Tietz wird am Samstag gegen die SF Lotte (14 Uhr) in die Startelf rücken, zudem steht Marlon Ritter nach seiner Knieverletzung Anfang Dezember vor seinem Comeback und ist sogar eine Option für die Anfangsformation. Baumgart: »Marlon trainiert, als sei er nie weggewesen.« Yeboah und Klement sind zumindest Kandidaten für den Kader.

Im Westfalenpokal-Halbfinale empfängt der SCP den Westfalenligisten SpVg. Olpe. Das ergab die Auslosung in Kaiserau, ein Termin steht noch aus. Derweil teilte Geschäftsführer Martin Hornberger mit, dass es für das DFB-Pokalspiel am 6. Februar gegen Bayern München wohl keinen freien Vorverkauf mehr geben wird.

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