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Do., 01.02.2018

Nach van der Biezen verlässt auch Kruska den SCP – Sergio Gucciardo kehrt zurück Noch ein teurer Reservist geht

Marc André Kruska und Paderborn passten nicht zusammen: Jetzt wechselt der Mittelfeldspieler nach Bremen.

Marc André Kruska und Paderborn passten nicht zusammen: Jetzt wechselt der Mittelfeldspieler nach Bremen. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Paderborns Manager Markus Krösche darf mit der Bilanz zufrieden sein: In der Winterpause nahm der 37-Jährige viel Geld ein, konnte außerdem die Verträge mit zwei vergleichsweise teuren Reservisten auflösen und noch drei neue Spieler mit guter Perspektive holen. Unterm Strich hat der Tabellenführer der 3. Liga seinen Kader breiter aufgestellt und gibt dafür in der Rest-Rückrunde weniger Geld aus.

Am Mittwoch gaben die Ostwestfalen den Abgang von Marc André Kruska bekannt. Der Mittelfeldspieler löste seinen noch bis zum 30. Juni laufenden Vertrag auf und schloss sich der abstiegsbedrohten U23 von Ligarivale Werder Bremen an. »Werder hat einen Führungsspieler gesucht, bekommt jetzt einen Profi mit viel Erfahrung und von hoher Qualität. Wir konnten dagegen unseren Kader noch einmal etwas verkleinern«, sagte Krösche.

Letzter Einsatz im März

Der 30-Jährige Kruska war im Sommer 2016 von Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt gekommen, sollte eigentlich eine Führungsrolle beim SCP übernehmen und sich nach Wunsch des damaligen Cheftrainers René Müller zu einem »Eckpfeiler im Team« entwickeln. Dazu kam es nicht.

Sein letztes Drittligaspiel absolvierte Kruska am 25. März beim 1:1 gegen Hansa Rostock. Unter Steffen Baumgart spielte der zwischendurch am Meniskus verletzte Ex-Dortmunder überhaupt keine Rolle mehr. Sportlich passte es deshalb nicht, menschlich schon. »›Kruse‹ hat sich bei uns immer top verhalten und sich sogar freiwillig für Einsätze in unserer U21 gemeldet«, betonte Krösche.

129 Minuten in 13 Spielen

Vor Kruska hatte sich der SCP bereits von dem Holländer Koen van der Biezen getrennt, der in seine Heimat zurückkehrte und zum FC Oss wechselte. Der Ex-Armine kam auch nur zu Kurzeinsätzen (129 Minuten in 13 Spielen), gehörte aber neben Kruska zu den SCP-Profis, die sich im Gehaltsgefüge im oberen Bereich bewegten.

Das spart etwas Geld, etwa 1,5 Millionen Euro spülte noch der Wechsel von Top-Scorer Dennis Srbeny zum englischen Zweitligisten Norwich City in die klamme Club-Kasse.

Sergio Gucciardo zurück

Paderborn investierte aber auch in den Aufstieg und verpflichtete für die Offensive drei Neue: Ende Dezember kam Phillip Tietz (Eintracht Braunschweig, Vertrag bis 2020), im Januar Kwame Yeboah (Borussia Mönchengladbach, bis Saisonende mit einer Kaufoption ausgeliehen) und Philipp Klement (1. FSV Mainz 05, Vertrag bis 30. Juni, bei Aufstieg bis 2020).

Kurz vor Transferschluss holte der SCP am Mittwochabend auch noch einen Perspektivspieler zurück: Sergio Gucciardo (18), der im Sommer 2017 mit der U 19 in die Bundesliga aufstieg und sich dann dem VfL Bochum anschloss, erhält einen Dreijahresvertrag. Krösche: »Wir sehen Sergio ab Sommer im Profibereich, in der Rückrunde wird er aber noch für unsere U 19 spielen.«

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