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Sa., 03.02.2018

Trotz Punktverlust baut SCP die Tabellenführung aus - Magdeburg verliert 0:1 Paderborn spielt 1:1 bei Großaspach

Zweikampf in Großaspach: Paderborns Antwi Adjei gegen Großaspachs Daniel Hägele.

Zweikampf in Großaspach: Paderborns Antwi Adjei gegen Großaspachs Daniel Hägele. Foto: Oliver Schwabe

Von Elmar Neumann

Aspach (WB). Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn 07 hat sich im letzten Punktspiel vor dem  DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Rekordmeister FC Bayern München (Dienstag, 18.30 Uhr) mit dem dritten Unentschieden der Saison begnügen müssen.  Der SCP kam bei der SG Sonnenhof Großaspach trotz des Führungstreffers von Phillip Tietz nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Trainer Steffen Baumgart hatte sich für das Gastspiel beim Tabellenzehnten eine kleine Überraschung einfallen lassen. Beim 5:0 gegen Lotte war Winterneuzugang Kwame Yeboah eine halbe Stunde vor dem Abpfiff für Ben Zolinski eingewechselt worden, diesmal nahm Baumgart diesen Tausch schon vor dem Anpfiff vor und verschaffte dem von Borussia Mönchengladbach ausgeliehenen Australier sein Startelfdebüt.

In der Anfangsformation stand auch wieder Sebastian Schonlau, aber die Rückkehr des nicht mehr gelbgesperrten Innenverteidigers war alles andere als eine Überraschung.

Auf den spärlich besetzten Tribünen der Mechatronik-Arena, dem einzigen Drittliga-Stadion mit integrierter Almhütte, hatten die etwa 100 Gäste-Fans ein klares akkustisches Übergewicht, und auch auf dem Rasen waren die Rollen klar verteilt. Der Tabellenführer machte das Spiel und der selbsternannte Dorfklub lauerte mit den beiden Ex-Paderbornern Timo Röttger und Saliou Sané, aber vor allem auch mit dem schnellen Joseph-Claude Gyan auf Konter.

An die Latte und knapp vorbei

Eine Viertelstunde lang passierte unter diesen taktischen Voraussetzungen nicht viel, dann aber verbuchte der SCP die erste Großchance. Nach einem Einwurf von Christopher Antwi-Adjei verlängerte Phillip Tietz den Ball mit dem Kopf und am langen Pfosten schien Yeboah für die Führung zu sorgen, doch SG-Torwart Kevin Broll lenkte das Spielgerät mit einer fantastischen Reaktion noch an die Latte (17.). Wenig später war es Sven Michel, der nach Hacken-Vorarbeit von Marlon Ritter knapp am Tor vorbeizielte (20.).

Auf der anderen Seite fiel Röttger mit einem überharten Einsteigen gegen Paderborns Keeper Leopold Zingerle auf (27.). Dessen Großaspacher Pendant hatte in Minute 34 ein deutlich größeres Problem, denn ein Luftduell mit Tietz an der Kante des Fünfmeterraumes pfiff Schiedsrichter Oliver Lossius aus Sondershausen nicht ab und der Neuzugang aus Braunschweig vollendete gedankenschnell zum 0:1. Aus diesem hätte Schonlau noch vor der Pause ein 0:2 machen können, doch sein Kopfball nach einer Ritter-Ecke war nicht genau genug (42.).

Das galt – zum Glück für den SCP – nur wenigen Sekunden nach Wiederbeginn auch für den Versuch von Sané. Die Hausherren kamen wesentlich druckvoller aus der Kabine, gönnten Baumgarts Mannschaft so aber auch Gelegenheiten, ihr schnelles Umschaltspiel zu demonstrieren. Wie in der 50. Minute, in der ein harter Schuss von Ritter an der Latte landete. Auch hier hatte Großaspachs Schlussmann Broll wieder seine Finger im Spiel.

Beinahe das 2:1 erzielt

Die Paderborner versäumten es, das extrem hilfreiche zweite Tor nachzulegen und wurden für diese Nachlässigkeit bestraft. Der 1,93-Meter-Mann Kai Gehring köpfte einen Freistoß von Jeff-Denis Fehr zum 1:1 ins Netz (74.). Vom SCP war jetzt nicht mehr viel zu sehen, die SG aber hätte in Person von Makana Baku in der 85. Minute beinahe sogar noch das 2:1 erzielt.

»In der zweiten Halbzeit war das fast nur noch Standfußball von uns«, sagte der sehr kritische Manager Markus Krösche nach dem Spiel. »Das war viel zu wenig.«

Großaspach: Broll – Bösel, Leist, Gehring, Fehr – Sohm (59. Baku), Hägele, Hoffmann, Gyau – Röttger (68. Rodriguez), Sané (89. Binakaj)

Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Krauße – Yeboah (75. Zolinski), Ritter, Antwi-Adjei (85. Bertels) – Tietz, Michel (63. Klement)

Zuschauer: 1200

Tore: 0:1 Tietz (34.), 1:1 Gehring (74.)

Gelbe Karten: Röttger, Bösel / Krauße

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