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Di., 06.02.2018

SCP-Trainer schlug den Rekordmeister mit Rostock schon dreimal Baumgarts große Tage

Mit Hansa Rostock traf Steffen Baumgart in der Bundesliga ein paarmal auf die Bayern. Hier beschäftigt der Stürmer mit Jens Jeremies und Hasan Salihamidzic gleich zwei der Münchener Defensivstars. Den unbedingten Siegeswillen, den Baumgart damals auch in Begegnungen gegen die Großen mitbrachte, lebt er nun auch in seiner Karriere als Trainer vor.

Mit Hansa Rostock traf Steffen Baumgart in der Bundesliga ein paarmal auf die Bayern. Hier beschäftigt der Stürmer mit Jens Jeremies und Hasan Salihamidzic gleich zwei der Münchener Defensivstars. Den unbedingten Siegeswillen, den Baumgart damals auch in Begegnungen gegen die Großen mitbrachte, lebt er nun auch in seiner Karriere als Trainer vor. Foto: imago

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Wie man die Bayern schlagen kann, weiß Paderborns Trainer Steffen Baumgart. Als Spieler mit Hansa Rostock gelang ihm das dreimal. Als Trainer probiert es der 46-Jährige Dienstagabend (18.30 Uhr) zum ersten Mal und nimmt die Pokalaufgabe mutig an: »Wir wollen ins Halbfinale. Das ist unser erklärtes Ziel.«

Zwischen 1996 und 2001 feierte Baumgart seine Siege gegen den Branchenprimus. Diese Erfolge waren zwar auch vor 20 Jahren etwas besonderes, aber sie gab es wenigstens noch. »Wir waren aber auch eine andere Spielergeneration und haben uns über Niederlagen geärgert. Heute habe ich ein Problem, wenn nach verlorenen Spielen gesagt wird: Eigentlich waren wir ganz gut.«

Die Übermacht der Bayern in der Bundesliga gefällt Baumgart gar nicht, er sieht das Problem aber nicht bei den Münchnern: »Das Schwierigste im Fußball ist es, Woche für Woche konzentriert und fokussiert zu bleiben und Siege einzufahren. Das haben die Bayern jeder anderen Mannschaft in Deutschland voraus.«

Im Pokal ist Baumgart noch ungeschlagen

Baumgart versucht genau das auch in Paderborn. Seit seiner Amtsübernahme hat er in der Liga von 28 Spielen erst vier verloren. Im Pokal ist Baumgart noch ungeschlagen. »Die Mannschaft so einzustellen, dass sie immer wieder an ihre Grenzen geht, ist für mich die größte Aufgabe«, sagt Baumgart. Er selbst lebt diesen unbedingten Siegeswillen vor und treibt sein Team immer an. Egal, ob es sich nur um Test- oder Pflichtspiele handelt. Das ist auch Altmeister Jupp Heynckes nicht verborgen geblieben: »Er ist der zwölfte Mann. Er pusht sie super.«

Baumgart freuen solche Komplimente. Lange damit aufhalten will er sich aber nicht. Baumgart ist voll im Pokalmodus und steht vor seiner bislang größten Herausforderung. Der Drittligist SC Paderborn gegen Deutschlands beste Fußballmannschaft – krasser geht ein Pokalviertelfinale nicht. Schon gar nicht, wenn man sich auch noch viel vorgenommen hat. »Wir spielen nicht den Begleitschutz, sondern werden versuchen, den Bayern wehzutun«, macht Manager Markus Krösche deutlich. Ein mutiges Spiel seiner Erfolgself will auch Baumgart sehen:  »Auf uns kommt eine ganze Menge zu. Wir werden aber nur eine Chance haben, wenn wir uns dem als Mannschaft kompakt entgegenstellen und klaren Kopf behalten.«

Früh attackieren, mutig agieren

Früh attackieren, mutig agieren, Chancen erarbeiten – das schnelle Umschaltspiel, das Paderborn zur Nummer eins in der 3. Liga gemacht hat, will der SCP zeigen. Baumgart beobachtete die Bayern beim 4:2-Sieg gegen Bremen und telefonierte anschließend mit Werders Trainer Florian Kohfeldt: »Wir werden nicht Werder kopieren. Aber wir werden versuchen, auf einige Positionen Druck zu machen und hoffen dann, dass die Bayern mal nicht die Lösung finden.« Einen besonderen Plan für Torjäger Robert Lewandowski gibt es dabei nicht. Der Pole traf schon dreimal gegen den SCP, auch das schüchtert Baumgart nicht ein: »Wenn er wieder drei macht, hoffe ich, dass wir vier schießen.«

Welche Elf Baumgart aufs Feld schicken wird, ist noch nicht ganz klar. Der zuletzt angeschlagene Spielmacher Massih Wassey wird in den Kader rücken. Ob er auch spielen wird, ist ungewiss. Rechtsverteidiger Lukas Boeder (Schlag in den Rücken) ist angeschlagen, auch sein Einsatz ist fraglich.

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