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Fr., 23.02.2018

Paderborns Umschaltspiel hat an Tempo verloren – Fessers Einsatz ist fraglich Baumgart fordert mehr Geduld

Leon Fesser (rechts) spielte zuletzt für Kapitän Christian Strohdiek. Sein Einsatz am Samstag ist aber fraglich.

Leon Fesser (rechts) spielte zuletzt für Kapitän Christian Strohdiek. Sein Einsatz am Samstag ist aber fraglich. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Nur ein Treffer in den vergangenen drei Pflichtspielen und im Februar 2018 noch ohne Sieg: Der erfolgsverwöhnte Drittligist SC Paderborn ist – wenn auch auf sehr hohem Niveau – etwas vom Weg abgekommen. Am Samstag um 14 Uhr ist mit den Würzburger Kickers ein Zweitligaabsteiger zu Gast.

»Wir sollten bei Siegen nicht alles hochjubeln und bei Niederlagen nicht alles in die Tonne kloppen«, mahnt Steffen Baumgart mehr Geduld an. Damit meint Paderborns Trainer nicht nur das Umfeld, sondern auch seine eigene Elf. Der Grund ist allerdings ein anderer: »Wir werden unruhig, wenn es nach 15 Minuten noch 0:0 steht. Wir haben aber 90 Minuten, um die Spiele zu entscheiden.«

Würzburg seit Trainertausch erfolgreich

Ob das morgen einfacher wird als zuletzt bei der 0:1-Heimniederlage gegen destruktive Erfurter? Dafür spricht, dass die Kickers zumindest Fußball spielen wollen. Und dass seit dem Trainertausch (Stephan Schmidt musste gehen, Michael Schiele kam) sehr erfolgreich Fußball gespielt wird. 22 Punkte haben die Gäste aus den vergangenen zehn Spielen geholt. Baumgart kennt die Erfolgsquote und bewertet sie so: »Würzburg war vor der Saison der absolute Aufstiegsfavorit. Nach Problemen zum Saisonstart liefert die Mannschaft jetzt auch die passenden Ergebnisse.«

Die gesperrten Leopold Zingerle und Sebastian Schonlau fehlen nach dem Spielausfall in Meppen nun zwangsläufig im morgigen Heimspiel. Den Torhüter wird Michael Ratajczak ersetzen, da legte sich Baumgart erneut fest. Offen hielt er die Besetzung des Abwehrzentrums. Innenverteidiger Leon Fesser wäre hier als Nummer drei hinter Kapitän Christian Strohdiek und Schonlau gesetzt, ein Magen-Darm-Virus machte dem 23-Jährigen aber einige Tage zu schaffen. »Er war richtig krank, deshalb bin ich mir noch nicht zu 100 Prozent sicher. Im Moment holt Leon aber auf und wird von Tag zu Tag besser«, begründet Baumgart seine Zurückhaltung. Sorgen macht er sich aber nicht: »Sebastian Wimmer bringt immer seine Leistung. Er hätte es verdient, zu spielen oder zumindest dem Kader anzugehören.«

Michel vier Monate ohne Torerfolg

Fraglich ist auch noch, wie Baumgart die Offensive besetzen wird. Sven Michel ließ er gegen Erfurt eine Stunde lang draußen. Der 27-Jährige ist mit zehn Saisontreffern und neun Vorbereitungen zwar noch immer der Topscorer, sein letzter Treffer liegt allerdings auch schon wieder vier Monate zurück. »Sven ist immer sehr engagiert und reißt Lücken auf«, sagt Baumgart und nimmt den 27-jährigen in Schutz: »Wenn er noch Außenstürmer wäre wie in der vergangenen Saison, wäre jeder froh darüber, wie er rackert.«

Baumgart sieht ohnehin die gesamte Mannschaft in der Pflicht. Das hochgelobte Umschaltspiel des SCP hat an Tempo verloren und ist längst nicht mehr so konsequent wie noch vor ein paar Wochen. Baumgart sieht aber Besserung: »Wir spielen beim SCP Fußball, weil wir Tore schießen wollen. Wir wollen sie nicht verhindern. Deshalb werden wir schon sehr bald wieder mehr als kein Tor schießen.«

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