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Sa., 03.03.2018

Die Ostwestfalen erkämpfen bei den Preußen in Unterzahl einen Punkt Das Westfalenderby Münster – Paderborn endet 1:1

Neuzugang Philipp Klement schießt den Ausgleich zum 1:1.

Neuzugang Philipp Klement schießt den Ausgleich zum 1:1. Foto: Besim Mazhiqi

Münster (WB/MR). Spielerisch war es nicht gut, die Einstellung passte aber: In Unterzahl erkämpfte sich der SC Paderborn beim 1:1 (0:1) im Westfalenderby bei Preußen Münster einen Punkt. Den Ausgleich erzielte Philipp Klement (76.). Zuvor musste Kapitän Christian Strohdiek (Gelb-Rot) vom Platz. Der SCP ist damit wieder Tabellenführer der 3. Liga.

Der SCP ging mit den erwarteten und zum Teil auch schon vorab von Trainer Steffen Baumgart  angekündigten Umstellungen in die Partie:  Leopold Zingerle (für Michael Ratajczak) stand im Tor, Sebastian Schonlau (für Leon Fesser) spielte in der Innenverteidigung und für den  gesperrten Marlon Ritter (5. gelbe Karte) durfte  der gebürtige Münsteraner Massih Wassey anspielen. Als zweite kreative Kraft rückte auch Philipp Klement in die Startelf. Für ihn musste Kwame Yeboah Platz machen.

Der Ball kullert ins eigene Tor

Nach zuletzt drei torlosen Pflichtspielen in Folge begann der SCP verhalten. Die Gastgeber hatten optisch leichte Vorteile, doch erst ein grober Schnitzer von Zingerle (18.) öffnete die Tür zum frühen Gegentor. Bei seinem Abspiel im eigenen Strafraum schoss der Schlussmann Adriano Grimaldi an und der Ball kullerte ins eigene Tor. Zingerle hätte auf beiden Außenpositionen Anspieloptionen gehabt, entschied sich aber für die Mitte und traf damit eine folgenschwere Fehlentscheidung.

Zwei Minuten später tauchte Grimaldi noch einmal vor Zingerle auf, diesmal reagierte der Keeper aber schneller, besser und konnte klären. Grimaldi (36.) war auch an der dritten gefährlichen Situation (36.) beteiligt, diesmal konnte aber Kapitän Christian Strohdiek mit einer Grätsche den Preußen-Stürmer am Torschuss hindern.

Für die einzig gefährliche Situation aus Paderborner Sicht sorgte Sven Michel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einer Flanke von Lukas Boeder verfehlte der glücklose Stürmer mit einem Flugkopfball aber das Tor.

Auch noch Pech

Die in diesem Jahre zuhause noch verlustpunktfreien Preußen (9 Punkte, 8:0 Tore) waren nicht gut, es reichte aber im ersten Abschnitt gegen erschreckend harmlose SCPer. Nach dem Wechsel war es erneut Michel (52.) der das erste Signal sendete, doch sein Distanzschuss strich ganz knapp über das Tor. Felix Herzenbruch (53.) hatte ebenfalls kein Schussglück.

Paderborn versuchte nun mehr in der Offensive, aber Münster konterte gefährlich. Nach Ballverlust von Herzenbruch war Claudio Rizzi durch (55.), diesmal konnte Zingerle aber mit einer Glanztat das 0:2 verhindern.

Erst kein Schussglück und dann auch noch Pech: Nach einer Stunde traf Michel zum 1:1. Schiri Sven Jablonski (Bremen) gab den Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht. Die TV-Bilder zeigten etwas anderes. Doch der SCP steckte wenigstens nicht auf und zeigte zumindest Kampfgeist, Willen und Leidenschaft. Ben Zolinski (68.) bot sich die nächste Gelegenheit, doch der Außenstürmer traf aus kurzer Distanz noch nicht mal das Tor.

In Unterzahl stärker

Paderborn war in Münster besonders stark, sich selbst zu schwächen: Erst der Patzer von Zingerle, dann meckerte in der 70. Minute auch noch Strohdiek, sah wieder die gelbe Karte und damit Gelb-Rot. In Unterzahl wurde Paderborn offensiv viel stärker. Klement mit einem Freistoß (75.) zwang Schulze-Niehues zu einer Parade. Dann nahm Klement nach einer Boeder-Flanke noch genauer Maß und drosch den Ball volley zum 1:1 (76.) ins Netz. Yeboah (83.) hatte sogar noch das Siegtor auf dem Fuß, scheiterte aber auch am Preußen-Keeper.

Bereits am kommenden Dienstag (Anstoß: 19 Uhr) geht es für die Paderborner weiter: Im Spitzenspiel des 28. Spieltages kommt der 1. FC Magdeburg in die Benteler-Arena.

Die Ansetzungen für die restlichen Punktspiele bis zum Saisonende (Spieltage 32 bis 38) hat der DFB für den kommenden Dienstag angekündigt.

Statistik

Preußen Münster: Schulze-Niehues – Tritz, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Rizzi, Kobylanski (62. Schweers) – Rühle (67. Cueto), Grimaldi, Hoffmann (82. Stoll)

SC Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Krauße (65. Yeboah), Wassey – Zingerle (73. Tietz), Klement, Antwi-Adjei (80. Bertels) - Michel

Schiedrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Tore: 1:0 Grimaldi (18.), 1:1 Klement (76.)

Zuschauer: 7015

Gelbe Karten: Kittner / Zolinski

Gelb-Rote Karte: Strohdiek

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