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Do., 08.03.2018

SC Paderborn wird auch trotz Sieglos-Serie nicht unruhig Vom Erfolg überzeugt

Es gibt viel zu besprechen: Sport-Geschäftsführer Markus Krösche (rechts) und Teammanager Ole Siegel.

Es gibt viel zu besprechen: Sport-Geschäftsführer Markus Krösche (rechts) und Teammanager Ole Siegel. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Die sportliche Bilanz des SC Paderborn ist nicht gut. Das mag man als Meckern auf hohem Niveau abtun, weil der Drittligist auch den 28. Spieltag als Tabellenführer beendet und folglich als Ligabester nach Rostock reist. Aber eine Ergebniskrise mit sechs sieglosen Pflichtspielen in Folge lässt sich nicht wegdiskutieren.

Die Konkurrenz rückt näher, dazu reicht ein Blick auf die Tabelle.  »Was die da hinten machen, macht mich nicht unruhig«, will sich Trainer Steffen Baumgart zum schärfer werdenden Aufstiegskampf konkret nicht äußern. Die erfolglosen Wochen nagen aber auch am Coach: »Ich bin nicht zufrieden. Die Ergebnisse sind in der letzten Zeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wollten schon das eine oder andere Spiel gewinnen«, antwortete Baumgart direkt nach dem Spiel, stellte sich aber noch am Abend schützend vor sein Team: »Man kann den Jungs nicht den Willen absprechen.«

Die Einstellung passt. Das zeigte sich auch am Dienstag gegen Magdeburg. Auf den 0:1-Rückstand (61./Weil) folgte mit dem 1:1 (Yeboah/64.) sofort eine Reaktion. In ähnlichen Situationen der vergangenen Saison brach das SCP-Team fast immer komplett auseinander und blieb punktlos.

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Wir werden am Samstag siegen und den Abstand auf Rostock wieder vergrößern.

Marlon Ritter

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»Jetzt kommen wir sofort wieder«, hebt Markus Krösche diese Antwort hervor. Der Manager lässt Kritik an der Mannschaft zumindest in diesen schweren Wochen ohnehin nicht zu: »Unser Team ist richtig gut, hat viel Qualität und wird in Kürze wieder Spiele gewinnen.« Marlon Ritter, aktuell die mit Abstand beste Offensivkraft im Kader, weiß auch schon, wo die Wende gelingt: »Wir fahren nicht an die Ostsee, um da einen Punkt mitzunehmen. Wir werden am Samstag siegen und den Abstand auf Rostock wieder vergrößern.«

Das klingt sehr selbstbewusst. Dabei fehlte dem SCP im Vergleich zu den Gästen aus Sachsen-Anhalt noch eine ganze Menge bis zu einem Spitzenklub. Auch das wurde am Dienstag vor den 11.067 Zuschauern deutlich. Den 1. FC Magdeburg zeichnete im Vergleich aus, dass es immer sehr gradlinig nach vorne ging, die Elf dazu sehr robust und clever agierte. »Magdeburg ist viel abgezockter aufgetreten«, sagte auch Baumgart.

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Magdeburg ist viel abgezockter aufgetreten

Steffen Baumgart

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Der SC Paderborn befindet sich mit seinem sehr jungen Team noch in einem Lernprozess. Den gilt es schnell zu beenden, für Robin Krauße wurde der sogar schon fast abgeschlossen. Der defensive Mittelfeldspieler, der sich wieder eine der Bestnoten verdiente, zog diesen Vergleich: »Im September haben wir in Magdeburg noch verloren, diesmal einen Punkt behalten. Das ist ein Schritt nach vorn.« Wenn auch nur ein kleiner. Krauße will, wie die gesamte Mannschaft, damit eigentlich auch nur eins erreichen: Niemand im Umfeld soll jetzt damit beginnen, am SCP zu zweifeln.

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