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Mo., 23.04.2018

Kommentar zum Aufstieg des SC Paderborn Da kann man nur den Hut ziehen

Die SCP-Spieler lassen sich von den Fans in der Benteler-Arena feiern.

Die SCP-Spieler lassen sich von den Fans in der Benteler-Arena feiern. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Glückwunsch, SC Paderborn! Zum Aufstieg und zu einer herausragenden Saison! Seit dem vierten Spieltag auf einem Aufstiegsplatz und das bis zum Ende durchgezogen, da kann man nur den Hut ziehen.  Wer am Samstag in der Benteler-Arena live verfolgt hat, wie der SCP die Ziellinie zur 2. Liga überquerte, könnte meinen, dass es die vorherigen drei Jahre in der Paderborner Fußballwelt nie gegeben habe.

Euphorie und Stolz sind zurück. Spieler, Verein und Fans, alle haben sich wieder lieb. Die negativen Ereignisse der Vergangenheit, und das waren nicht wenige, scheinen vergessen zu sein.

Die Protagonisten auf dem Rasen dürfen sich zu Recht feiern lassen, der größte Anteil an dieser so erfolgreichen und von Rekorden gesegneten Paderborner Saison aber gebührt der sportlichen Leitung. Manager Markus Krösche hat im Abstiegskampf der Vorsaison mit Steffen Baumgart einen Trainer geholt, der zuvor nie auf diesem Niveau trainiert hatte, hier aber wie die Faust aufs Auge passt. Obwohl er den sportlichen Absturz in die Regionalliga nicht mehr verhindern konnte, deutete sich sofort an, dass er der Richtige ist: Er machte die vorhandenen Spieler besser und formte mit den Neuzugängen im Sommer ein Ausnahmeteam für Liga drei.

Bei der Auswahl der Neuen kehrte Krösche zu den Wurzeln zurück und bediente sich fast ausschließlich unbekannter Kicker aus unteren Ligen. Das Rezept ging auf. Die Mannschaft ist eine Einheit und begeistert mit offensivem Fußball und Leidenschaft. Baumgart und Krösche waren stets die Ruhe in Person. Auch als der Vorsprung auf den Relegationsplatz bröckelte, der SCP nicht mehr Erster war und fünf Punktspiele am Stück nicht gewann. Und als Topscorer Dennis Srbeny im Winter nach England wechselte und es Stimmen gab, der Verein habe den Aufstieg verkauft. Es war vielleicht Krösches größte Leistung, wie er mit den Transfers von Phillip Tietz, Philipp Klement und Kwame Yeboah diese Lücke schloss.

Der SCP steht finanziell und sportlich wieder auf festen Füßen.  Die attraktive 2. Bundesliga mit möglichen prominenten Neuzugängen wie dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln, dazu das OWL-Derby gegen Arminia Bielefeld: Da kommt Vorfreude auf. Allerdings sollte niemand vergessen, was in der jüngeren Vergangenheit und speziell vor dieser Saison passierte. Das sollte allen Beteiligten eine Lehre für die Zukunft sein. Und dem TSV 1860 München sei nochmals Dank.

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