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Sa., 12.05.2018

4:2-Sieg in Köln reicht für den Zweitliga-Aufsteiger nicht zum Titel Paderborn ist Vize-Meister

Partystimmung beim SC Paderborn nach dem Sieg in Köln.

Partystimmung beim SC Paderborn nach dem Sieg in Köln. Foto: Besim Mazhiqi

Köln (WB/MR). Der SC Paderborn hat auch am letzten Spieltag seine Serie fortgesetzt, doch der Aufsteiger schließt die Saison trotz des 4:2 (1:1)-Sieges bei Fortuna Köln nicht als Meister der 3. Liga ab. Auch der Tabellenführer 1. FC Magdeburg erledigte die letzte Pflichtaufgabe und gewann in Lotte mit 1:0.

Auf zwei Positionen änderte Trainer Steffen Baumgart seine seit 13 Spieltagen in Folge ungeschlagene Elf im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen den SV Wehen. Lukas Boeder verteidigte wieder auf der rechten Seite für Marc Vucinovic. Der zuletzt gelb gesperrte Torjäger Sven Michel spielte an, für ihn musste Phillip Tietz auf die Bank.

Konzentrierter Beobachter auf der Tribüne war auch Andreas Rettig. Das Interesse des Geschäftsleiters vom FC St. Pauli galt den Ostwestfalen: „Ich habe diese Saison den SC Paderborn nur einmal gesehen. Das wollte ich heute noch schnell ändern.“ Damit spielte Rettig wohl auf das 1:2 von St. Pauli im DFB-Pokal beim SCP an. Der 55-Jährige hatte auch keine lange Anreise, die Hamburger spielen am Sonntag beim MSV Duisburg.

Führung auf dem Fuß

Die seit acht Spieltagen sieglosen Fortunen begannen forsch. Moritz Fritz (5.) und Daniel Ruel-Keita (7.) sorgten früh für Gefahr, doch mit zunehmender Spielzeit bekam der SCP die Partie besser in den Griff. Ben Zolinski (12.) hatte nach Zuspiel von Christopher Antwi-Adjei bereits die Führung auf dem Fuß, doch Tim Boss im Kölner Tor wehrte ab. Noch klarer war es sechs Minuten später: Sven Michel hatte Boss bereits ausgespielt, verfehlte dann aber das leere Tor.

Doch dann zeigte einmal mehr Marlon Ritter (25.) seine große Qualität: Eine Flanke von Lukas Boeder nahm er volley und drosch den Ball unhaltbar zum 1:0 in die Maschen.

Doch die Kölner blieben gefährlich. Der Ex-Paderborner Thomas Bröker versetzte nur zwei Minuten später  Sebastian Schonlau und zog sofort ab, doch Michael Ratjczak im SCP-Tor reagierte glänzend.

In Minute 37 war aber auch die Nummer zwei hinter Leopold Zingerle machtlos: Keita-Ruel kam an der Strafraumgrenze an den Ball, umkurvte noch Ratajczak und traf zum Ausgleich. Etwas überraschend, weil der SCP ein Chancenplus hatte. Damit war der FCM im Fernduell um den Titel wieder vorn.

Das eigene Chancenplus baute der SCP noch aus. Antwi-Adjei (42.) scheiterte aber auch an Boss, der den Ball zur Ecke lenken konnte.

Rasant weiter nach der Pause

Direkt nach der Pause begann der SCP rasant. Ein Angriff über Antwi-Adjei und Collins endete bei Michel (46.), doch der scheiterte aus kurzer Distanz ebenfalls an Boss. Zolinski und Klement mit einem doppelten Abschluss (49.) setzten die Angriffsbemühungen fort, aber ohne Erfolg.

Wer gute Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Kölns Kapitän Hamdi Dahmani (60.) braucht nach Flanke von Keita-Ruel zwar auch zwei Versuche, bringt seinen Club dann aber doch in Führung.

Paderborn reagierte sofort. Fast im Gegenzug glich Antwi-Adjei (63.) zum 2:2 aus. Proteste von Fortuna-Schlussmann Boss blieben erfolglos.

Danach ging es hin und her. Doch wieder war es Ritter (72.), der die Paderborner in Führung schoss. Diesmal war die Leihgabe aus Düsseldorf nach einem Doppelpass mit dem eingewechselten Tietz erfolgreich. Ritter stellte dann auch den 4:2-Endstand (87.) her. Nach einem Foul von Boss an Michel verwandelte er auch den fälligen Strafstoß sicher.

 Zurück in Paderborn wird die Mannschaft mit Fans den Aufstieg feiern.

Fortuna Köln: Boss – Bender (69. Scheu), Fritz (73. Brandenburger), Theisen, Ernst – Pazurek, Kegel – Bröker (75. Röcker), Dahmani, Kessel – Keita-Ruel

SC Paderborn: Ratajczak – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Collins – Krauß e (64. Bertels) – Klement, Ritter (87. Wimmer), Antwi-Adjei – Zolinski (64. Tietz), Michel

Tore: 0:1 Ritter (25.), 1:1 Keita-Ruel (37.), 1:2 Dahmani (60.), 2:2 Antwi-Adjei (63.), 2:3 Ritter (72.), 2:4 Ritter (87./Fouelfmeter)

Gelbe Karten: Fritz, Pazurek, Ernst, Boss / Schonlau

Schiedsrichterin: Hussein (Bad Harzburg)

Zuschauer: 3901

Kommentare

Sportlich sehe ich auch keine Probleme, aber wirtschaftlich sind wir am Ende.
Wer glaubt, die unsägliche Kommunalpolitik wäre die Lösung, hat nichts begriffen.

Herzlichen Glückwunsch

Ich freue mich für den sc Paderborn und sage herzlichen Glückwunsch

2 Kommentare

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