Mo., 13.02.2017

Den CDU-Delegierten aus OWL ist die Bundespräsidentenwahl nicht leicht gefallen Mancher wählte mit der Faust in der Tasche

Nnach seiner Wahl präsentierte sich Frank-Walter Steinmeier in der ZDF-Sendung »Was nun, Herr Steinmeier?«

Nnach seiner Wahl präsentierte sich Frank-Walter Steinmeier in der ZDF-Sendung »Was nun, Herr Steinmeier?« Foto: Thomas Kierok/ZDF/dpa

Von Andreas Schnadwinkel

Berlin(WB). Tim Ostermann hat bis zuletzt mit sich gerungen. Einfach so Frank-Walter Steinmeier seine Stimme zu geben, das ist dem Herforder CDU-Bundestagsabgeordneten schwer gefallen. Er hat es gestern trotzdem getan.

Tim Ostermann

»Und nach Norbert Lammerts Rede war ich noch überzeugter, dass er ein sehr guter Bundespräsident gewesen wäre«, sagte Ostermann am Sonntag in Berlin dem WESTFALEN-BLATT.

Dagegen war Ralph Brinkhaus in seiner Funktion als stellvertretender Unionsfraktionsvorsitzender bemüht, der Wahl Steinmeiers mit Stimmen der Union die politische Brisanz zu nehmen. Den Einzug des Sozialdemokraten ins Schloss Bellevue empfindet der CDU-Abgeordnete aus Gütersloh und OWL-Bezirksvorsitzende nicht als Niederlage seiner Partei.

Ralph Brinkhaus

» Steinmeier wird das Amt lippisch-solide führen, da habe ich keine Sorge«, sagte Brinkhaus und erklärte den Wahlkampf für eröffnet – aber nicht in erster Linie gegen die Person des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. »Wir glauben, dass wir die besseren Sachargumente haben«, so Ralph Brinkhaus.

Linnemann setzt auf glasklare Positionen

Stand heute vor drei Monaten – eine euphorisierte SPD im Umfragehoch – hätte die Union einem SPD-Kandidaten gewiss nicht ihre Unterstützung zugesagt. »Dass wir nicht mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gegangen sind, ist hausgemacht. Die Union hat zu lange negiert, dass Wettbewerb um die besten Köpfe und Konzepte etwas Gutes ist«, sagte Carsten Linnemann in Berlin. Der CDU-Abgeordnete aus Paderborn will darüber nun nicht mehr lamentieren: »Wir brauchen die Rückbesinnung auf unsere Kernkompetenzen und Mut zu glasklaren Positionen.«

Ganz entspannt gab Elmar Brok dem SPD-Mann seine Stimme: »Wir sind seit Ewigkeiten Duz-Freunde, und er kommt aus unserer Region.«

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag, 13. Februar, im WESTFALEN-BLATT.

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