Fr., 19.05.2017

In OWL stieg die Zahl 2015 von 63 auf 74 – die meisten Todesfälle im Kreis Paderborn Mehr Säuglinge gestorben

Die Grafik zeigt die Säuglingssterblichkeit im ersten Jahr in Nordrhein-Westfalen.

Die Grafik zeigt die Säuglingssterblichkeit im ersten Jahr in Nordrhein-Westfalen.

Bielefeld/Paderborn (WB/bex). Traurige Bilanz: In OWL sind im Jahr 2015 deutlich mehr Kinder unter 14 Jahren gestorben als im Vorjahr. Insgesamt gab es 97 Todesfälle in dieser Altersgruppe (2014: 82).

NRW-weit waren es 875 (2014: 803 Kinder). Dies sind die aktuellsten Zahlen, die das Statistische Landesamt gestern mitteilte. Die Zahl der im ersten Lebensjahr gestorbenen Säuglinge war um 6,7 Prozent höher als 2014; die der Todesfälle bei den Ein- bis unter 14-Jährigen stieg sogar um mehr als 16 Prozent. Die Zahl der verstorbenen Jungen war NRW-weit mit 467 erneut höher als die der Mädchen mit 408.

In OWL (gut 2 Millionen Einwohner) stieg die Zahl der im ersten Lebensjahr verstorbenen Kinder von 63 auf 74. Die meisten Todesfälle im Säuglingsalter gab es im Kreis Paderborn (18), die wenigsten im Kreis Höxter (2). Schwankungen auf diesem Niveau sind nicht unüblich. In den Jahren 2012 und 2013 gab es einen ähnliche Anstieg.

294 Säuglinge verstarben in den ersten 24 Stunden

NRW-weit 651 und damit etwa drei Viertel der verstorbenen Kinder überlebten 2015 das erste Lebensjahr nicht, wobei 294 Säuglinge in den ersten 24 Stunden verstarben. 325 Säuglinge (50 Prozent) starben an Ursachen, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode (Zeitraum von vor der Geburt bis sieben Tage danach) hatten. Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien waren in 163 Fällen (25 Prozent) und plötzlicher Kindstod in 24 Fällen (3,7 Prozent) ursächlich für den Tod.

Von den 224 Verstorbenen in der Altersgruppe der Ein- bis unter 14-Jährigen starben 50 Kinder an bösartigen Tumoren und 27 infolge von angeborenen Fehlbildungen, Deformitäten oder Chromosomenanomalien. 35 Kinder kamen durch Verletzungen, Vergiftungen oder andere äußere Ursachen ums Leben; darunter befanden sich drei Kinder, die durch gewalttätige Angriffe oder Suizid starben.

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