Do., 29.06.2017

Zwei Tage nach seiner Wahl hat der Ministerpräsident sein Kabinett vorgestellt Laschets NRW-Kabinett steht – OWL geht leer aus

Armin Laschet.

Armin Laschet. Foto: dpa

Düsseldorf (dpa/WB/hir). Zwei Tage nach seiner Ministerpräsidentenwahl hat Armin Laschet sein Kabinett vorgestellt. Es sind viele alte Bekannte dabei. Mit drei Ministern wird das Münsterland überproportional vertreten sein. OWL gehrt dagegen leer aus.

In CDU-Kreisen wurde zuvor darauf verwiesen, dass OWL mit dem Rietberger André Kuper den Landtagspräsidenten stelle – das protokollarisch höchste Amt im Land.

Die Schlüsselministerien für Finanzen und für Inneres werden von der CDU geleitet. Neuer Finanzminister wird Lutz Lienenkämper. Er war in der früheren schwarz-gelben Landesregierung Minister für Bauen und Verkehr.

Das Innenministerium übernimmt Herbert Reul von seinem umstrittenen Vorgänger Ralf Jäger (SPD). Reul war früher Generalsekretär der NRW-CDU und ist derzeit Europaabgeordneter.

Neues Heimatministerium

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales übernimmt ein alter Bekannter - Karl-Josef Laumann (CDU) kommt in sein altes Ministerium zurück. Ein neu zugeschnittes Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung übernimmt Ina Scharrenbach (Kamen). Das Justizressort erhält Peter Biesenbach, der den Untersuchungsausschuss zur Kölner Silvesternacht geleitet hatte.

Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft wird Christina Schulze Föcking (CDU) leiten, das Verkehrsministerium Hendrik Wüst (CDU, aus Rhede). Ein Ministerium für Kultur und Wissenschaft übernimmt Isabel Pfeiffer-Poensgen (Aachen). Sie ist parteilos und bisher Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. Der Anwalt des verstorbenen Alt-Kanzlers Helmut Kohl, Stephan Holthoff-Pförtner (CDU), wird Minister für Bundesangelegenheiten, Europa, Internationales und Medien.

FDP bereits am Mittwoch

Die FDP hatte ihre Minister bereits am Mittwoch benannt. Der Vizevorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Joachim Stamp wird stellvertretender Regierungschef und ein Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Flüchtlinge und Integration führen. Der frühere NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart erhält das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Digitales und Innovation. Als neue Schulministerin schickt die FDP die bildungspolitische Sprecherin ihrer Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer, ins Kabinett.

Zu ihrem neuen Vorsitzenden hat die CDU-Landtagsfraktion den Generalsekretär der NRW-CDU, Bodo Löttgen, gewählt.

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