Mo., 22.01.2018

Schlangen- und Krötenalarm am dritten Tag im Dschungel Der kleine Tarzan

Ansgar Brinkmann punktet in Badehose bei den weiblichen Kandidatinnen.

Ansgar Brinkmann punktet in Badehose bei den weiblichen Kandidatinnen. Foto: MG RTL D

Von Wolfgang Wotke

Köln/Bielefeld (WB). Tag 3 im Dschungel: Schlangen- und Krötenalarm, intime Geständnisse, Tränen und den Stars knurrt so langsam der Magen: Es gibt schon wieder nichts zu beißen! Schuld daran ist Matthias Mangiapane. Er muss zum dritten Mal hintereinander zur Prüfung antreten - und scheitert erbärmlich.

Der gelernte Frisör hat panische Angst davor, in das »Spaßbad Murwillumbah« einzutauchen. Nur zehn Minuten hat der 34-jährige Paradiesvogel Zeit, um in verschiedenen Unterwasserkammern zwölf Sterne zu sammeln. Manche der durchsichtigen Plexiglas-Kammern sind mit Luft gefüllt, andere geflutet.

»Mir machen die Unterwasserkammern mehr Sorgen, als die Tiere, die da kommen«, zittert Matthias. Was für Tiere? Keine Frage, natürlich werden Matthias viele exotische Lebewesen auf seinem Tauchgang mit einem Badeanzug in Maiskolben-Optik begleiten. Das Ergebnis? »No points«, null Punkte! »Nein, das kann ich nicht«, jammert der Softie unter Tränen.

Nüchternes Fazit

Ich bin ganz ehrlich: zum ersten Mal habe ich mir am Sonntag eine Folge des Dschungelcamps angesehen. Ich will wissen, warum bis zu sieben Millionen TV-Zuschauer der Sendung »Ich bin ein Star – holt mich hier raus« täglich zugucken? Mein Fazit ist nüchtern: Das Format ist für mich dumm, langweilig und von tiefem Misstrauen geprägt. Ich finde es fatal, dass Menschen – in diesem Fall zwölf C-Promis – zum Zweck der Unterhaltung im Fernsehen vorgeführt werden, obwohl diese Figuren wissen, worauf sie sich eingelassen haben und viel Geld dafür bekommen. Ich verstehe den Sinn einfach nicht.

Am meisten nerven mich nicht die unterschiedlichen Kandidaten, sondern die beiden Moderatoren: Das Duo Daniel Hartwich (38) und Sonja Zietlow (49) sind in ihren Kommentaren albern und unfair. Bei mir jedenfalls kommen ihre billigen Witze überhaupt nicht gut an und ich bin froh und erleichtert, wenn der Sender sie für eine Werbeschiene ausblendet.

Schlangen- und Krötenalarm

Plötzlich hören Schauspielerin Sandra Steffl und Soulsänger Sydney Youngblood etwas im Busch krauchen und kriechen, und erkennen es dann auch: eine Schlange und Kröten. Huch!

Für Ansgar Brinkmann nichts Besonderes: »Das wird ja auch mal Zeit.« Und dann auch das noch: Der weiße Brasilianer wird von Dr. Bob krankgeschrieben. Der Grund, so der Sprecher, seien »Verfassungsbeschwerden«. Habe ich auch nicht verstanden. Nun gut. Für das Votum der hiesigen Fernsehzuschauer, die den nächsten Kandidaten für eine Ekelprüfung auswählen, sicherlich ein schwerer Schlag.

Ansgar als Tarzan

Doch der Ex-Armine punktet trotzdem. Und zwar in Badehose bei den weiblichen Kandidatinnen im kleinen Tümpel des Camps: Dort ist er für sie schon so etwas wie ein kleiner Tarzan. »Frauen sind das coolste, was die Welt hat«, sagt er. Beim »Damen-Badetag« ist Ansgar in seinem Element: Die Frauen versuchen sich in Wasser-Aerobic und tauschen im Anschluss intime Details aus. Giuliana Farfalla, Ex-Model, plaudert über ihre Geschlechtsumwandlung.

Am Ende wird Matthias erneut von den Zuschauern für die nächste Prüfung nominiert. Er kündigt bereits an: »Nein, das kann ich nicht.« Für mich waren das mehr als 90 Minuten verschwendete Lebenszeit...

Bereits erschienen:

Tag 1: Brinkmann: »Es wird knallen im Dschungel«

Tag 2: Matthias macht das schon!

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