Mo., 16.04.2018

Der mutmaßliche Täter soll eine 19-Jährige auf der Zugtoilette vergewaltigt haben Mutmaßliches Sexualdelikt im Fanzug: Polizei fahndet nach 30-Jährigem

Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Polizisten stehen auf dem Bahnhof an einem Sonderzug für Fußballfans.

Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Polizisten stehen auf dem Bahnhof an einem Sonderzug für Fußballfans. Foto: dpa

Mönchengladbach (dpa). Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer 19-Jährigen in einem Sonderzug für Fußballfans fahndet die Polizei nach einem Mann aus Mönchengladbach.

Von dem 30-Jährigen und seinem Opfer sei ein Foto im Zug gemacht worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Mönchengladbach am späten Sonntagabend. Das Foto wurde der Polizei demnach aber erst nach den Massenkontrollen an Bahnhöfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zugespielt. Die Personalien des Verdächtigen seien der Polizei bekannt.

Die »Bild«-Zeitung hatte zuvor über die Fahndung nach einem 30-jährigen Deutschen nach der mutmaßlichen Vergewaltigung auf einer Zugtoilette berichtet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um einen Deutsch-Polen, der auch beide Staatsbürgerschaften hat.

In dem Zug befanden sich Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend. Die 19 Jahre alte Frau wurde am frühen Sonntagmorgen von der Polizei im hessischen Flörsheim am Bahnhof in Empfang genommen, befragt und in eine Wiesbadener Klinik gebracht.

Die Bundespolizei sammelte danach an mehreren Bahnhöfen die Personalien aller 750 Passagiere. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal übernahm die Ermittlungen.

Die Vereinsführung von Borussia Mönchengladbach hat der Polizei ihre Hilfe angeboten. »Wenn wir als Verein in irgendeiner Form bei der Aufklärung der Tat mithelfen können, werden wir das selbstverständlich tun«, teilte Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers mit. »Das ist ein entsetzlicher Vorfall, den wir natürlich verurteilen.« Es sei »eine Schande, dass Borussia mit einer solchen Tat in Verbindung gebracht wird«.

Der mutmaßliche Täter ist weiterhin auf der Flucht.

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