Mi., 09.07.2014

Südlink Sorgen ernst nehmen

Von Bernd Bexte

Respekt, Herr Remmel! Wenn Politiker sich im Ton vergreifen, dann sind Entschuldigungen die Ausnahme. Der grüne NRW-Umweltminister aber hat rasch und unmissverständlich seinen verbalen Fehltritt eingestanden und dafür gesorgt, dass der Dialog um die Trassenplanung nicht erliegt und sich beide Seiten nur noch im Schützengraben ihrer Positionen verschanzen. 

Bernd Bexte arbeitet im OWL-Ressort der Zentralredaktion des WESTFALEN-BLATTES.

Das ist ein erster Schritt, aber weitere sollten folgen. Denn ein Dilemma wird auch Remmels umfängliche Einlassung nicht beheben. Die von der Furcht vor möglichen Gesundheitsrisiken verunsicherten Menschen in den Kreisen Höxter und Lippe haben so gut wie keinen Beistand. Vom Bund über das Land bis zu den nicht unmittelbar beteiligten Kommunen – alle bekennen sich zur Energiewende und damit zu Großprojekten wie der Südlink-Trasse. Zudem gibt es keinerlei wissenschaftlich geprüfte Aussagen, welche Auswirkungen eine solche Höchstspannungs-Gleichstromleitung haben könnte.

Die Menschen vor Ort fühlen sich mit ihren Sorgen allein gelassen. Deshalb, Herr Remmel, wenn Sie es mit ihrem Vorsorgeprinzip ernst meinen, dann nehmen Sie die Menschen in OWL ernst.

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