So., 29.06.2014

Tabakwerbung Eine Frage der Freiheit

Von Laura-Lena Förster

Laura-Lena Förster

 

Rauchen ist ungesund. Und teuer. Es tötet jährlich hunderttausende Menschen in der Europäischen Union und belastet das Gesundheitssystem mit Milliarden Euro zusätzlich. Aber sollte der Staat deshalb eingreifen, mehr reglementieren, Tabakwerbung komplett verbieten? Nein. Er sollte darauf setzen, seine Bürger noch besser über die Gefahren des Rauchens zu informieren statt sie zu bevormunden.

In einer freiheitlichen Gesellschaft, wie es sie zum Glück in Deutschland gibt, dürfen und sollen Menschen selbst entscheiden, was sie tun. Sie haben eine Wahlfreiheit. Sie können rauchen – oder nicht. Sie können trinken – oder nicht. Sie können Süßigkeiten und Fast Food essen – oder nicht. Sie können allerlei Dinge tun, die ihnen Freude bereiten, aber in gewisser Hinsicht auch schaden. Wer Tabakwerbung verbieten will, muss dementsprechend auch so konsequent sein, Werbung für viele andere Dinge zu verbannen. Wo fängt man an, wo hört man auf? Und vor allem: Was steht am Ende?

Garantiert keine freiheitliche Grundordnung mehr. Deshalb: mehr aufklären, mehr informieren und nicht nur verbieten.

Kommentare

Abgesehen davon, daß Verträge u. ä. geschlossen werden, damit man sie brechen kann (siehe Maastricht-Verträge usw.) spricht die Kommentatorin von der freiheitlichen Gesellschaft. 1789 erklärte die Nationalversammlung in Paris in Artikel 4: Die Freiheit besteht darin, daß man all das tun kann, was andere nicht schadet. Und der Kommunismus in seiner Blüte propagierte: Die Freiheit besteht darin, daß man all das tun muß, was den Einzelnen und der Gesellschaft nützt. Der Unterschied liegt also im "muß" und "kann". Nun haben wir eine Menge von Regelungen, Geboten usw., die uns auffordern gesund und richtig zu leben. Und dies erfordert eine Kontrolle. Wie wir wissen, hat diese Kontrolle erhebliche Mängel. Fakt ist, wenn ich mich falsch ernähre, keinen Fahrradhelm trage oder rauche schade ich der Solidargemeinschaft, die dann für eine evtl. Behandlung aufkommen muß. Und das untergräbt jegliche Freiheit in Demokratie, widerspricht aber auch nicht dem Kommunismus. Also ist Freiheit u. a. auch ein Recht gesund zu leben.

Tabakwerbung

Frau Förster, kennen sie die WHO ? Das ist die Gesundheitsorga der UN und mit der hat Deutschland 2004 vereinbart Tabakwerbung komplett zu verbieten, im übrigen wie alle anderen europäischen Staaten. Man merkt ihnen den FDP orientierten Journalismus an. Wirtschaft super. Mensch dahinter. Schützt die Kneipenbesitzer, Rauchverbot verwässern......

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Sind die anderen 27 EU Länder, die Tabakwerbung schon längst verboten haben also keine freiheitliche Gesellschaft? Oder liegt es nicht eher daran, dass Deutschland von der Tabaklobby regiert wird?

3 Kommentare

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