So., 27.12.2015

Flüchtlingszuzug Plötzlich ist genug Geld für alles da

Flüchtlinge warten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Lageso in Berlin.

Flüchtlinge warten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Lageso in Berlin. Foto: dpa

Von Christian Althoff

Politiker sprechen gerne davon, sie wollten die Bürger »mitnehmen«. Das  ist ihnen in diesem Jahr über große Strecken nicht geglückt. Oft konnte man den Eindruck gewinnen, dass sie für Flüchtlinge möglich machten, was ihnen noch vor Jahren unbezahlbar schien – oder sie schlichtweg nicht interessierte.

Seit Schülergenerationen erleben Eltern den Unterrichtsausfall in NRW. Doch die Schulministerien sämtlicher Couleur redeten das Problem immer klein. Von einer regelmäßigen Erhebung der Fehlstunden wollte niemand etwas wissen. Nun sind die Flüchtlinge da, und Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) schafft über Nacht 2625 Lehrerstellen. Wohlgemerkt: Bei 40 000 erwarteten Flüchtlingskindern im Jahr 2015 sind mehr Lehrer nötig. Aber das waren sie vorher auch schon.

Ähnlich sieht es beim Bau günstig zu mietender Wohnungen aus, für den sich Privatinvestoren schon lange nicht mehr interessieren, weil überbordende Bauvorschriften die Objekte einfach zu teuer machen. Eine Folge: Etliche ärmere Menschen müssen in Wohnungen leben, die Investmentfirmen gehören, die sich gelegentlich einen Dreck darum scheren, ob die Heizung funktioniert oder die Wände feucht sind. Auch Studenten wissen davon zu berichten, dass günstige Wohnungen einfach nicht zu finden sind.

Die Bürger »mitnehmen« – das geht anders

Nun sind die Flüchtlinge hier, und die Politik wacht auf. Plötzlich wird der Wohnungsmangel zum Thema. Landesbauminister Michael Groschek (SPD) schwebt vor, dass in den nächsten zwei Jahren  120 000 günstige Wohnungen entstehen. Und damit die Wohnungswirtschaft mitmacht, bietet das Land nicht nur billige Darlehn, sondern sogar Tilgungsnachlässe. Und: Das Baurecht soll gelockert werden.

Warum ist NRW seiner eigenen Bevölkerung nicht schon vor Jahren so entgegengekommen? Die bloße Zahl der Asylbewerber kann nicht der Grund sein. Selbst mit den 230 000 Flüchtlingen von 2015, die  NRW erst einmal behalten wird, haben wir weniger Ein­wohner als vor zehn Jahren, als mehr als 18 Millionen Menschen in NRW lebten. Ist es also überzogenes Gutmenschentum, das viele Politiker auf einmal so großzügig sein lässt? Oder ist es immer noch die deutsche Vergangenheit?

Die Bürger »mitnehmen« – das geht anders. Vor allem die Ärmsten vergisst die Politik im Moment, denn sie sind als Kunden der Tafeln direkt vom Flüchtlingszuzug betroffen. Viele Tafeln können ihnen nur noch halb so viele Lebensmittel wie früher geben, weil sich nun auch Flüchtlinge in die Schlangen einreihen. Und bisher gibt es kein staatliches Programm, das hier hilft.

Die Flüchtlinge können am wenigsten dafür, dass der Staat sein Füllhorn für sie öffnet, trotzdem werden sie jetzt vielerorts zum Gegenstand einer Neiddebatte. Daran ist die Politik mit ihrer gelegentlich unreflektierten »Willkommenskultur« nicht ganz unschuldig.

Kommentare

Servus.........................

Glückwunsch zu dem Artikel. Hätte ich nicht erwartet. Wirklich Respekt.

Ich habe sehr viel Eigene Erfahrung mit den Flüchtlingen gemacht. Leider waren 90 % sehr (!!) schlecht.

Ich habe in meiner Familie einen Krankheitsfall. Jemand müßte dringend operiert werden und einige Massagen bekommen. Kein Geld heißt es von der Krankenkasse.40 Jahre einbezahlt und dann hört man sowas

Auf der anderen Seite sehe ich in unseren Krankenhaus und in den Arztpraxen immer mehr und mehr Asylanten mit Ihren Krankeheiten. Ich lese von Menschen die den Asylanten helfen wollen und Geld spenden

Ich frage mich : Warum ist es ein Strafe ein Deutscher zu sein ?? Warum ist es moderner und cooler einem Asylanten oder Migranten eine OP zu bezahlen, nur nicht jemanden, der immer gearbeitet hat.

Warum ist die Politik so weit weg von der Realität................

In diesem Sinne......................Sehr guter Artikel zu einer guten Zeit

Einseitig

Nichtsdestotrotz halte ich es für einseitig, wenn man ständig das Wort "Integration" aber so gut wie nie die Worte "befristeter Aufentlhalt" benutzt.

Gemaeß BAMF (Bundesamt für Migration und Fluechtlinge) ist jegliches Aufenthaltsrecht in Deutschland befristet, es sei denn man ist hier niedergelassen.

Eine Recherche bei einer Suchmaschine ergab, dass in Ihrem Blatt das Wort "integration" inflationaer benutzt wurde waehrend die Worte "befristeter Aufenthalt" 1 einziges mal in dem Artikel "Warten, Hoffen, Bürokratie - Wie laufen Asylverfahren ab?" vom 25.07.2015 mit dem Satz "Wird jemand als Schutzbedürftiger anerkannt, bekommt er eine befristete Aufenthaltserlaubnis in Deutschland - je nach Schutzstatus für ein bis drei Jahre, mit der Option auf Verlängerung oder der Aussicht auf ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht."

Option heisst, es wird nochmal geprueft, ob die Fluchtursachen noch gegeben sind oder nicht und dann das Amt entscheidet, ob jemand bleiben darf oder nicht.

Von Anfang an haben jedoch Politik und Presse so getan, als sei jedes Aufenthaltsrecht in Zusammenhang mit Flucht und Asyl unbefristet.

Erstens ist dem nicht so und zweitens habe ich, wenn ich doch so tue, aufgegeben die Fluchtursachen zu beseitigen. Dann muss ich allerdings auch davon ausgehen, dass auch bis und in 2020 jedes Jahr 1 Millionen+ kommen oder solange bis die Laender menschenleer sind.

Na ja, andere Portale haben ihre Kommentarfunktionen fuer Artikel in denen die Worte Flucht und Asyl drin vorkommen aus Angst davor, dass der Leser vielleicht auch in groesserem Umfang nicht der Meinung ist, die er vorgesetzt bekommt, schon lange geschlossen.

Ich glaube nicht, dass die Mehrzahl dieser Andersdenkenden aus der rechten Ecke sind.

Auch glaube ich nicht, dass diese Leute etwas gegen Fluechtlinge oder Asylanten oder gegen Auslaender im Allgemeinen haben.


Ich glaube viel eher, dass diese Menschen den Unterschied zwischen geschriebenem Asylrecht und den Worten und den Taten nicht mehr verstehen und sich ausserdem wirklich fragen,
wie "wir" "das" schaffen sollen.

Menschen in Not muss man ohne Frage aus humanitaeren Gruenden helfen;
ohne wenn und aber. Wirtschaftliche oder Sozialstaatliche Gruende zu nennen, halte ich fuer hoechst bedenklich und auch unrealistisch.


...

Ich koennte noch viel schreiben, aendert abert leider weder etwas am Tun noch am Nichttun und auch nicht daran, dass weder Politik noch Medien es schaffen, -wie Sie es sagen-
das Volk mitzunehmen.



Mutig

Auch meinen Glückwunsch. Das ist mutig, das ist nötig, das ist aufrichtig.

Wir haben zu wenig Kraft, uns vor überzogenen Forderungen zu schützen. Kein WLAN in Flüchtlingslagern? Kein Essen nach Geschmack des Herkunftslandes? Nicht halal? Von einer Frau serviert? Unzumutbar! Schlange stehen bei der Essensausgabe? Das muss in deutschen Kantinen jeder - und die Kunden müssen sogar dafür bezahlen!

Wenn etwas daran ist, dass unser gegenwärtiges Asylrecht so formuliert ist, dass 80 Prozent der Weltbevölkerung ein Recht auf Asyl in Deutschland haben - dann ist das auf Dauer nicht haltbar. Wir rechnen immer nur mit den 1,3 Millionen Menschen von 2015 - kommen denn in 2016 keine weiteren mehr? Und der Nachzug? Bei uns besteht die Durchschnittsfamilie aus 3,5 Personen - die Zuwanderer leben in Clans. Weder die Gesetzgebung noch die Rechtsprechung lassen die Bereitschaft erkennen, die Rechte der heimischen Bevölkerung zu schützen. Nicht einmal die Vollverschleierung kann unsere Regierung verbieten. Wer bei uns Sozialhilfe beantragt, muss all sein kleines Vermögen erst aufbrauchen. Gilt das auch für die Flüchtlinge? Rucksack auf, Gepäckkontrolle, Wertsachen und Geld gegen Sozialleistungen?
Schulen, Straßen, Brücken, Polizei und vieles mehr ist bisher nur immer knapp am Leben gehalten. Jetzt
gilt plötzlich: Was mutt, dat mutt. Und wenn es um Flüchtlinge geht, darf man nicht rechnen. Nur mit höheren Abgaben werden alle rechnen.

wir Deutschen werden ausgetauscht

Neue Berechnungen: Der Bevölkerungsaustausch geht viel schneller vonstatten! Der sogenannte „demographische Wandel“ – also die ethnische Veränderung der bundesdeutschen Bevölkerungssubstanz – geht rascher und dramatischer vonstatten, als viele Deutsche glauben. Das geht aus einem Beitrag von Adorján F. Kovács im „Debattenmagazin“ „The European“ hervor. Demnach werden die ethnischen Deutschen zwischen 20 und 35 Jahren in Deutschland viel schneller schneller in der Minderheit sein als bisher vermutet. Das könnte bereits ab 2020 der Fall sein. Autor Kovács prognostiziert dies anhand von Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und anderen Statistiken. Nach Zahlen aus dem BAMF handelt es sich bei den nach Deutschland strömenden „Flüchtlingen“ fast ausschließlich um Menschen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren bzw. noch jüngeren. Demgegenüber geht das Statistische Bundesamt in dieser Altersgruppe von nur noch knapp 15 Millionen Menschen in Deutschland aus – ein Befund, der sich anhand der Alterspyramide ergibt. Einen „Migrationshintergrund“ besitzen in dieser Altersgruppe aktuell rund 3,5 Millionen Menschen. Bei den Migranten handelt es sich zu etwa 80 Prozent um männliche Personen im Alter zwischen 17 und 35 Jahren, die zum großen Teil aus Großfamilien stammen. Wie viele von ihnen bleiben werden oder dürfen, ist unklar. Bei unveränderter Rechtslage sind jedoch Familiennachzüge zu erwarten. Die Schätzungen liegen hierzu zwischen drei und acht Personen. Moderat geschätzt, würde dies bedeuten: bliebe nur die Hälfte der drei bis vier Millionen Migranten in Deutschland und kämen „nur“ drei Personen pro anerkanntem Asylantragsteller nach, würden bis zum Jahr 2020 rund acht Millionen Menschen zu den 15 Millionen der genannten Altersgruppe hinzukommen. Rechnet man diese zu den bereits in Deutschland lebenden Ausländern hinzu, würden bereits in fünf Jahren rund 11,5 Millionen Menschen einen „Migrationshintergrund“ besitzen, in einer Altersgruppe, die dann 23 Millionen Personen umfaßt. Das wäre die Hälfte aller in der Bundesrepublik lebenden Menschen zwischen 20 und 35 Jahren. Noch nicht berücksichtigt ist in diesem Rechenmodell die höhere Geburtenrate bei Zuwanderern.

wem dient Merkel jedenfalls Deutschland nicht

Die Neujahrsansprache von Angela Merkel ist die Bankrotterklärung ihrer verfehlten Politik des Vorjahres. Sie bettelt bei der Bevölkerung darum, sich nicht spalten zu lassen. Dabei hat sie die Spaltung selbst verursacht.

Nach Angaben der Grenzpolizei kommen 70 Prozent der Migranten ohne gültige Papiere. Das Ifo-Institut in München ermittelte ein erschreckend niedriges Bildungsniveau der Migranten: 70 Prozent aller Afghanen und 15 Prozent aller Syrer seien Analphabeten. Und selbst unter denjenigen, die lesen und schreiben können, herrscht ein Bildungsniveau, welches eine Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und in eine offene Gesellschaft europäischer Prägung sehr schwer machen wird.Laut einer OECD Studie können fast 65 Prozent der untersuchten Achtklässler aus Syrien lediglich einfachste Matheaufgaben lösen und können nur eingeschränkt lesen und schreiben. Ludwig Wößmann vom Ifo-Institut fasst zusammen: „Zwei Drittel der Flüchtlinge aus Syrien wurden für eine Beteiligung an einer modernen Gesellschaft nicht ausreichend ausgebildet“.

Die Migranten werden sich in ihrer Mehrzahl weder in den deutschen Arbeitsmarkt noch in die Gesellschaft integrieren können.

Die Folgen sind bereits jetzt absehbar: Die Migranten werden sich in ihrer Mehrzahl weder in den deutschen Arbeitsmarkt noch in die Gesellschaft integrieren können. Dadurch werden sie unweigerlich zu einer enormen Belastung der Sozialsysteme werden und das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft beschleunigen. Merkels Flehen an die deutsche Bevölkerung, sich doch „nicht spalten zu lassen“ ist an Heuchelei nicht zu überbieten.

Klartext

In welchen Land leben wir eigentlich? Geprägt von Abgaben und Steuern im Höchstbereich, ohne Anprüche auf, dafür gute öffentliche-soziale Leistungen für die die dieses Geld ranschafffen, hinzu gesellt sich eine Altersarmut(Rentenbetrug) sondergleichen da kaum einer noch dieses teure Land bezahlen kann. Zur kalten Progression hat sich in den letzten Jahren die kalte Enteignung dazu gesellt. Während wir vorher schon ausreichend und mit zuviel Paralellgesellschaften leben sollen und müssen, werden nun weitere Unmengen an Sozialfällen importiert. Diese haben nun den grossen Vorteil der Nichtverfolgung, während sich die hier etablierten Zahlenden bei kleinsten Notfällen die Hosen runterlassen müssen.
Nein, so geht es nicht liebe Politiker. Für euch ist es wichtiger zu wissen, was Herr XYZ gerade wofür ausgeben hat und was er so spart. Ihr beschert uns eine Eigentumskriminalität sondergleichen und wir sollen uns besser schützen. Tickt ihr noch ganz richtig? Wenn keiner von diesen Kriminellen zurück käme, wäre sofort Schluss! Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, wo diese importierten Probleme hinführen. Es ist nur eine Verlagerung in andere Länder. Aber ihr Superschlauen dort oben in Berlin unterstützt von einem linken Gedankengut meint, wie dieses Land ticken soll. Ihr habt es aber nicht verstanden ,wie das endet.
Jeder sollte sich mal vor Augen führen ,was unsere etablierten Parteien uns unter dem Deckmantel Weltsozialamt zu spielen, zumuten. Vielleicht werdet ihr mal froh sein, nur mit Pegida etc. zu tun gehabt zu haben. Eure Politik ist am Ende, ihr habt es nur noch nicht kapiert!

Danke....

danke, dass Sie gegen den Mainstream schwimmen und auch solche Sachen sagen, die eigentlich nicht gesagt werden (dürfen)...ich kenne viele Beispiele dafür aus dem Umfeld...

Sie sprechen vielen von uns aus der Seele. Den Irrsinn werden natürlich wir alle bezahlen, mit einer tief dunkelroten Null. Hoffentlich hat diese Apokalypse nur endlich bald ein Ende. Am meisten Bedenken macht mir die zunehmende Gewalt und die private Unsicherheit. Es war einmal so sicher in Deutschland, damit ist es nun leider vorbei. Man muss abends über die Schulter schauen wer hinter einem sein könnte. DAS bereitet mir NOCH mehr Sorgen als die Frage wer das wohl alles bezahlen wird...meine Frau und ich sind froh keine Kinder zu haben, dann würde ich keine Nacht mehr ruhig schlafen vor Sorgen...vielen Dank, Frau Merkel und alle die ihr den Rücken stärken. Tolles Ergebnis! Wir schaffen uns!

"Die Bürger »mitnehmen« – das geht anders. Vor allem die Ärmsten vergisst die Politik im Moment, denn sie sind als Kunden der Tafeln direkt vom Flüchtlingszuzug betroffen."

Naja, von der WB erwarte ich ja nicht viel, aber das ist doch etwas hart. Die Ärmsten im Land wurden unter tosendem Applaus der selbsternannten Massen von Peter Hartz abgestraft. Jetzt zu brüllen, das andere bevorzugt werden, ist doppelzüngig. Es müssen viel mehr Menschen erkennen, dass die Spaltung zwischen Arm und Reich geschieht, und nicht zwischen Deutschen und Syrern, Türken oder Libanesen.

19 Kommentare

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