Mi., 21.09.2016

Kommentar zum Roaming Unnötig kompliziert

Beliebt auch im Urlaub: Kostenfreies Roaming kommt.

Beliebt auch im Urlaub: Kostenfreies Roaming kommt. Foto: dpa

Von Mirjam Moll

Im nächsten Sommer dürfen Verbraucher ohne Zusatzgebühren im Ausland telefonieren, SMS verschicken und mobil im Internet surfen. An sich begrüßenswert. Doch mit dem Missbrauchsschutz, den die EU vorsieht, dürften sich Verbraucherzentralen kaum zufriedengeben. Jeder, der sich schon mal über ein Onlineformular an seinen Netzanbieter wenden musste, weiß, wie langwierig solche Prozesse sind.

Es ist verständlich, dass angesichts der sehr unterschiedlichen Preisstruktur in der EU Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Ausnutzung der neuen Kostenfreiheit im Ausland zu verhindern. Die EU braucht die Unterstützung des Privatsektors, um die Breitbandverbindungen auszubauen.

Dennoch muss die Kommission jene Erwartungen erfüllen, die sie mit ihrem Versprechen selbst geweckt hat. Dazu braucht es einen sehr eng gesteckten Rahmen, in dem Unternehmen ihre Kunden zur Kasse bitten dürfen. Und eine praktikable Lösung, wie Missbrauch definiert und beanstandet werden kann – auch für Unternehmen. Dass das mit den Bedingungen, die die EU vorgezeichnet hat, gelingen kann, ist zweifelhaft.

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